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Montag, 19 Dezember 2016 16:14

Musik und Komik

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Seven up in der Göttinger Stadthalle Seven up in der Göttinger Stadthalle © Photo: Hafner

Das Weihnachskonzert von Seven Up

Das Weihnachtskonzert der Band „Seven Up“ ist ein Fixstern am Firmament der Vorweihnachtszeit. So gastierte die A-Capella-Band auch im Dezember 2016 in der fast ausverkauften Göttinger Stadthalle. Das Programm war auch diese Jahr divers und abwechslungsreich. Seven Up sangen Popsongs aus 70 Jahrzehnten – von Frank Sinatra über Phil Collins bis hin zu Maroon5 und Katy Perry. Sie arrangierten ein Best Of von Queen- und Beatles-Stücken. Bei Weihnachtslieder musste oder durfte das Publikum meist selbst mitsingen. Hervorzuheben sind die sehr gelungene Verbindung von „Es ist ein Ros entsprungen“ mit „Kiss from a Rose“ und die Eigenkomposition „Snowflakes“, bei der ein Troll weiße Flocken über die Bühne regnen lies.

Thematisch gezeichnet war das Konzert von der mystischen Welt Islands (deshalb der Troll). Dort geht es zu Weihnachten nicht so christlich zu wie bei uns. Stattdessen besucht die Hexe Gryla die Kinder und jedes Kind, das nicht brav ist, wird von ihr gefressen. Die Schauergeschichten aus Island wären alle sehr unheimlich gewesen, wenn sie nicht der unfassbar witzige Svavar Knútur erzählte hätte. Dieser saftige Kerl aus dem kalten Norden hat Seven Up an diesem Abend ergänzt. Er präsentiert sich nicht nur als Spaßkanone sonder auch als grandioser Sänger und Liedtexter. Egal ob auf Isländisch oder Englisch, alleine, im Duett oder mit der ganzen Gruppe, er bewies ein großes Talent für humorvolle und musikalische Unterhaltung. Gerade in den Duetten mit Heike und Christiane ergab sich eine bezaubernde Liason aus seiner weichen Stimme mit den fest, weit tragenden der weiblichen Sängerinnen.

Auch eine komödiantische Einlage gab Seven Up zum Besten. Verkleidet als Mönche aus Propan saßen die Sänger schweigend auf der Bühne. Erst nach einem sanften Schlag auf den Kopf sangen sie eine kurze Sequenz eines Liedes, das sie bei ihrem Spaziergang durch den Weihnachtsmarkt aufgeschnappt hatten. Erste wenn man die einzelnen Mönche in der richtigen Reihenfolge antippte, erklang die vollständige Melodie des Liedes. Diese Einlage entfaltete ihren Humor vor allem wegen des komödiantischen Talents von Christoph Jess, der diese Darbietung sehr spaßig moderierte.

Gesanglichen Klamauk gab es auch noch bei der Darbietung von Weihnachtsliedern. Jeder der Seven Ups sang ein bekanntes Lied – allerdings alle gleichzeitig. Es entstand ein hörenswertes O du Tannenbaum Glöckchen Schnee.

Mit dieser Mischung aus ulkiger Komik und kraftvoller Musik begeisterte Seven Up an diesem Abend das Göttinger Publikum und erntete stehende Ovationen.

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