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Sonntag, 08 Januar 2017 17:17

Virtuose Fingerfertigkeit

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Clemens Boehncke und Andreas Düker im Göttinger Apex Clemens Boehncke und Andreas Düker im Göttinger Apex © Photo: Hafner

Düker & Boehncke spielen Kolbe & Illenberger

Wenn die Namen Martin Kolbe und Ralf Illenberger fallen, dann jedes Mal für die Erwähnung des besten Gitarrenduos der 70er und 80er Jahre. Die zwei Gitarristen lernten sich 1977 in einem Plattenladen in Waiblingen kennen, improvisierten gemeinsam auf ihren Gitarren und erkannten auf Anhieb eine einzigartige musikalische Verbindung. In den nächsten Jahren erwuchs aus diesem harmonischen Bund einzigartige Gitarrenmusik. Ihre Arrangements entstanden mit ungezwungener Leichtigkeit aus ihrem fast übersinnlichen musikalischem Gespür, ihrem gemeinsamen Sinn für Ästhetik und ihrer natürlichen Intuition für Zusammenspiel. In beispielhafter Weise verwoben Sie ihre Melodielinien wie eine Webstuhl den Garn und es entstand gemeinsam mehr als die Summer der zwei Künstler.

Das Gitarrenduo Andreas Düker und Clemens Boehncke schuf am 6. Januar 2017 im Apex in Göttingen einen Gitarrenabend rund um die Stücke von Kolbe & Illenberger. Mit virtuoser Fingerfertigkeit und viel Charme performten sie bekannte Stücke wie Sommerabend, Break, Music,, G'schteinigt, Free Man in 't Harde, Walzer, Ball in Play und Veits Tanz. Diese Musik eines der besten Gitarrenduos der Welt zu spielen ist keine leichte Aufgabe. Es machte Andreas Düker und Clemens Boehncke sehr sympathisch, dass sie nicht versuchten die Art dieser Zwei zu kopieren, sondern ihre Stücke mit eigenem Ausdruck einfärbten. Sie behielten beide ihren Stil bei. Andreas Düker dezent und gefasst, Clemens Boehncke stürmischer mit jugendlicher Energie. So fand sich in dieser klangvollen Mixtur aus Jazz, Blues, Folk, Psychedelik, Kolbe und Illenberger auch die persönliche Note von Düker & Boehncke.

Zwischen den Stücken lockerten die Künstler mit amüsanten Anekdoten die Stimmung auf. Sie glänzten auch mit je zwei Solostücken. Andreas Düker präsentierte zwei Eigenkompositionen. Er widmete sie seinen Schülern, die nicht zum Gitarrenunterricht kamen und ihm so eine Mußestunde fürs Komponieren bereiteten. Mit „Cake-walk“ gelang ihm ein sehr vielseitiges, entspannendes Stück und mit „Move on“ ein freudiges, spritziges. Clemens Düker lies sich zu einem Arrangement des Klassikers „Birdland“ hinreißen und spielte „Day and age“ vom Jazzgitarristen Julian Lage.

Das offizielle Programm endete mit dem wahrscheinlich bekanntesten Stück von Kolbe & Illenberger: Waves. Es ist ein zeitloses Stück von unendlicher Beschaulichkeit und ein Beleg für die genuine Schönheit, die in Gitarrenmusik schlummert. Sicherlich hat diese Stück in jedem aus dem Publikum etwas anderes berührt, aber zu einigen hat es sicherlich geflüstert: „Es ist kalt draußen, aber der Frühling wird kommen!“

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