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ThOP

  • „Zukunft für immer“ hat der Dramatiker Martin Heckmanns seinen Prolog für drei Schauspielerinnen genannt. Dabei verspricht der Stand der Dinge kaum rosige Aussichten für die drei gestandenen Bühnenarbeiterinnen, die dabei noch einiges an Altlasten schultern. Auf der Spielfläche des ThOP haben sie nicht gerade viel Spielraum mit der kleinen Probebühne, einem schwarzen Vorhang im Rücken und der DDR Flagge. Wende und Wiedervereinigung sind nun mal in die Jahre gekommen, ebenso wie die Hammer- und Sichel-Ära zuvor. Das könnte zu einer frustrierenden Bilanz führen. Doch wer meint, dass die Inszenierung von Matto Jordan jetzt auf ein sentimentales Lamenti zusteuert, wird an diesem Abend vom Feinsten ausgetrickst.

  • Mit „Dracula“ von Abraham „Bram“ Stoker aus dem Jahre 1897 hat der English Drama Workshop Göttingen unter der Regie von Richard Varela einen echten Klassiker der Weltliteratur für die Bühne adaptiert. Man hat sich dabei anders als viele gegenwärtige Varianten des Vampir-Stoffes gegen eine explizite Interpretation oder eine radikale Umdeutung des Ursprungsstoffes entschieden und sich stattdessen an einer möglichst vorlagentreuen Überführung versucht, die die Horror-Vision von Stoker ernst nimmt, ohne sie ironisch zu brechen oder humoristisch zu überhöhen. Einkürzungen oder Hinzugefügtes blieben folglich den gesamten Abend über eine Seltenheit. Lediglich aus dem wahnsinnigen Dracula-Verehrer Renfield wurde entgegen der Vorlage in der Adaption eine Frau (gespielt von Karin Reilly). Alle anderen Figuren und die gesamte Handlung wurden dagegen beibehalten.

  • In ihren Krimis stellte Agatha Christie stets wunderbare Fallen auf, in die sie ihre Leser gern verstrickte. Schließlich führt kaum eine Mördersuche auf direktem Wege zum Erfolg. Das macht ja die Sache auch spannend, wenn Indizien so gar nicht zusammen passen wollen und nun über Alibis, falsche Verdächtigungen und intrigante Manöver spekuliert werden kann, bis der wahre Täter am Ende enttarnt wird.

  • Shakespeare ist gemeinhin bekannt für so mancherlei eigenwillige Figuren, doch eine Adaption, in der ein Batman-Kostüm vorkommt, dürfte auch in diesem Universum ein Novum darstellen. Am vergangenen Mittwochabend, den 25. April, erlebte „Viel Lärm um nichts“ seine Premiere im studentischen ThOP. Diese Komödie unter der Regie von Orthey Stoll erzählt eine rührend-witzige Liebesgeschichte von zwei Paaren, eines davon bestehend aus zwei widerspenstigen Querköpfen.

  • Alle zwei Jahre ruft das ThOP einen Dramatikerwettbewerb aus, an dem junge Autorinnen und Autoren bisher unveröffentlichte Werke zu einem bestimmten Oberthema einsenden können und dessen Siegerstück dann vom Theater inszeniert wird. In der Edition zum Oberthema „Grenzen - Grenzgänger - Grenzüberschreitungen“ ging nun jüngst die Autorin Amanda Lasker-Berlin mit dem Stück Gelbe Wüste/Rosa Raum als Siegerin hervor. Ihr Werk, welches unter der Regie von Barbara Korte inszeniert und am vergangenen Samstag im ThOP uraufgeführt wurde, setzt sich mit hochaktuellen Themen wie Krieg und Schuldfrage auseinander.

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