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Kulturmeldungen

Hier finden Sie alle aktuellen Kulturmeldungen aus dem Kulturbüro. Eine differenzierte Auswahl können Sie oben im Menü vornehmen: "unter" Kulturmeldungen finde Sie die Themen Musik, Literatur, Kunst und Theater. Außerdem ist dort auch das umfangreiche Archiv zu finden. Dort können Sie auch nach "uralten" Themen und Artikeln suchen.

allgemeine Nachrichten
Andretta fordert vom Land Tarifausgleich für DT und GSO PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jens Wortmann   
Dienstag, den 02. März 2010 um 12:33 Uhr

Gabriele AndrettaEnde 2006 wurden Zielvereinbarungen zwischen dem Kulturministerium und den kommunalen Theatern sowie dem Göttinger Symphonie Orchester (GSO) für einen Zeitraum von 5 Jahren vereinbart. Die darin vereinbarte Nichtübernahme der Tarifsteigerungen durch das Land hat zu finanziellen Einbrüchen geführt, die nur schwer von den Trägern aufgefangen werden konnten. Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta befürchtet nun, dass in den jetzt beginnenden Verhandlungen zur Verlängerung der Zielvereinbarung, der Ausstieg des Landes aus den Tariferhöhungen abermals im Vertrag festgeschrieben wird. Nach einem Gespräch mit allen kommunalen Theatern macht die SPD-Landtagsfraktion nun die Zielvereinbarungen zum Thema im Landtag und erwartet, dass der Kulturminister Stellung bezieht.

"Weigert sich das Land erneut, die Tarifsteigerung zu übernehmen, geht das an die Substanz des DT und GSO, die selbst schon in den vergangenen Jahren erhebliche Einsparungen erbringen mussten", warnt Andretta. Das Land habe mit seiner Zustimmung der Steuergeschenke an Unternehmer, Erben und Hoteliers Mindereinnahmen der Kommunen mit zu verantworten. Jetzt dürfe das Land sich nicht aus der Verantwortung schleichen und die Kommunen im Regen stehen lassen.

Große Sympathien hat Andretta für die Einführung einer kommunalen Kulturförderabgabe auf Hotelübernachtungen. Sie ermutigt auch die Stadt Göttingen diesen Weg zu gehen. "Angesichts der finanziellen Notlage der Kommunen ist die Erschließung neuer Einnahmequellen zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur der Stadt legitim. Schließlich sind es die Kommunen, die mehr als die Hälfte der öffentlichen Kulturausgaben tragen müssen."

 
Kulturpolitisches Leitbild: Chance oder Schublade? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jens Wortmann   
Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 21:43 Uhr

Am Montag, den 22. Februar fand im Neuen Rathaus die zweite Bürgerversammlung statt, um den überarbeiteten Entwurf eines kulturpolitischen Leitbildes für Göttingen zu präsentieren. Nach der ersten Präsentation im September 2009 hatte es zahlreiche Änderungsvorschläge gegeben. Vor allem der KUNST e.V. und der Landschaftsverband Südniedersachsen hatten einige Vorschläge gemacht, die die Verwaltung großteils eingearbeitet hat.

Die Göttinger Kulturdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck sowie Prof. Dr. Hasselbach von der Firma ICG culturplan Unternehmensberatung GmbH aus Berlin stellten den Entwurf vor und anschließend zur Diskussion. Dem Papier liegt ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006 zugrunde, in dem der Rat die Kulturverwaltung beauftragt hat, ein Konzept für eine Kulturentwicklungsplanung vorzulegen.

Das Kulturpolitische Leitbild soll eine Richtschnur für die Förderung von Kultureinrichtungen in Göttingen sein. Bei immer knapper werdenden öffentlichen Mitteln müssen zukünftig Prioritäten gesetzt werden. An diesem Entscheidungsprozess sollen alle Göttinger Bürgerinnen und Bürger mitwirken können.

Am Montag waren eine ganze Reihe von Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt - überwiegend waren es Betroffene aus den von der Stadt geförderten Institutionen. So ging es in der Diskussion auch immer wieder um die Einzelinteressen z.B. der Privaten Musikschulen oder um die Anerkunnung der Samstags-Vorleser in der Stadtbibliothek. Dabei waren aus dem Papier auf Anraten von KUNST e.V. alle Namen von Einrichtungen entfernt worden, denn das Leitbild soll für zukünftige Zuschusseintscheidungen eine Entscheidungsgrundlage bilden und nicht bereits Entscheidungen vorformulieren.

Wichtig war auch der Dezernentin der explizite Hinweis, dass die derzeitige Höhe von Fördersummen keine Rückschlüsse auf die Wertschätzung der geförderten oder eben nicht geförderten Einrichtungen zulässt. Die Förderhöhe richte sich ausschließlich nach dem Förderbedarf der einzelnen Einrichtungen.

Konkrete Nachfragen blieben zum Teil dennoch offen: für die Umsetzungsphase, die dem Ratsbeschluss im Mai folgen muss, gibt es noch keine Pläne. Im Leitbild wird zwar gesagt, dass die Stadt sich weiter dafür engagieren wird, die ungleiche finanzielle Ausstattungen der Stadt gegenüber kreisfreien Städten zu beseitigen. Wie dieses Engagement aussehen soll, blieb jedoch offen.

Dafür nannte Dagmar Schlapeit-Beck auf Nachfrage den Preis der gutachterlichen Begleitung durch ICG: 75.000 Euro im Laufe der letzten drei Jahre.

Am 5. Mai soll der Rat der Stadt Göttingen über diesen Entwurf entscheiden.

 
Kultur-Plakatwettbewerb PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ursula Rüter, ARTEFAKT Kulturkonzepte   
Mittwoch, den 10. Februar 2010 um 11:49 Uhr

guteplakateAm 1.2.2010 ist der erste Kultur-Plakatwettbewerb in Deutschland gestartet.  Sie machen neugierig und sind ein Hingucker: Gute Plakate in der Stadt.

Der Kulturplakat-Wettbewerb "guteplakate.de" wird von Artefakt Kulturkonzepte in Kooperation mit der Ströer Gruppe, Deutschlands Marktführer für Außenwerbung, erstmals in 2010 initiiert und ausgeschrieben.

Er verfolgt das Ziel, kreative und öffentlichkeitswirksame Plakate, die im Stadtraum für kulturelle Veranstaltungen aller Genres werben, auszuzeichnen. Das beste Kulturplakat wird im Internet unter www.guteplakate.de per Online-Voting ermittelt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Dem Gewinner winken Freiflächen für Kultur-Plakatierungen im nächsten Jahr, die der Außenwerber Ströer zur Verfügung stellt. Das Mediavolumen umfasst 10.000 Euro. Der Druck der Plakate wird durch die Berliner Firma PickMe übernommen.