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Eröffnung der Konzertreihe: Duruflé-Requiem, Boulanger & Messiaen
Einführung durch Prof. Dr. Andreas Waczkat
Göttingen, 3. Februar 2010 – Am Samstag, dem 13. Februar, 19 Uhr, beginnt die Konzertreihe 2010 an St. Jacobi mit einem französischen Programm: dem Requiem von Maurice Duruflé in der Fassung für Chor und großes Orchester und der Göttinger Erstaufführung von "Du fond de l´abîme" von Lili Boulanger. Dieses etwa halbstündige Werk über den Psalm 130 "Aus der Tiefe ruf' ich, Herr, zu Dir" ist das bedeutendste und größte vollendete Werk der mit 24 Jahren jung verstorbenen Komponistin. Ergänzt werden diese beiden Kathedraloratorien durch das spätromantische Orchesterwerk "Les Offrandes Oubliées" von Olivier Messiaen. Ausführende sind die Kantorei St. Jacobi, Anna Haase (Mezzosopran), Martin Sander (Orgel) sowie das Göttinger Symphonie Orchester; die Leitung hat Kantor Stefan Kordes. Am Dienstag, dem 9. Februar, 20 Uhr, wird Professor Andreas Waczkat im Gemeindesaal St. Jacobi in das Programm einführen. Waczkat ist seit zwei Jahren Leiter der Musikwissenschaft in Göttingen. Sein Vortrag ist kostenlos; Karten für das Konzert gibt es bei Musikalien Nota Bene und der Tourist-Information im Alten Rathaus.
Maurice Duruflé (* 11. Januar 1902 in Louviers, Département Eure; † 16. Juni 1986 in Paris) schrieb vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik. Obwohl er sein Leben lang komponierte, hat er nur einen Bruchteil seines Schaffens zur Veröffentlichung freigegeben. Sein von der Spätromantik, dem Impressionismus und dem Gregorianischen Choral beeinflusstes Gesamtwerk umfasst nur 14 mit Opuszahl versehene Werke, die sich jedoch ausnahmslos durch großes Können und hohe Originalität auszeichnen. Unter den Orgelwerken ragen die Suite op. 5 von 1932 sowie das 1942 entstandene Prélude et Fuge sur le nom d'Alain op. 7 hervor. Sein größtes und bedeutendstes Werk ist das am 13. Februar erklingende Requiem (1947) für Soli, Chor, Orgel und Orchester, eines der Meisterwerke französischer Kirchenmusik.
Lili Boulanger (* 21. August 1893 in Paris; † 15. März 1918 in Mézy-sur-Seine [Yvelines] bei Paris; eigentlich: Marie-Juliette Olga Boulanger) stammte aus einer Musikerfamilie. Trotz eines chronischen Lungenleidens erhielt Lili Boulanger früh Unterricht in Orgel, Klavier, Violoncello, Violine und Harfe. Im Alter von sechzehn Jahren fasste sie den Entschluss, Komponistin zu werden und, wie zuvor ihr Vater Ernest, den Grand Prix de Rome zu gewinnen. Nach nur einem Jahr intensiver Studien nahm sie 1913 an diesem Wettbewerb teil und gewann. Sie starb, erst 24-jährig, in Mézy-par-Meulan bei Paris. Hatte Lili Boulanger schon als elfjähriges Mädchen mit dem Lied "La Lettre de Mort" ihres 1900 gestorbenen Vaters gedacht, so begann sie noch vor ihrer Bewerbung für den Rompreis im Jahr 1910 mit Kompositionsskizzen zu einem umfangreichen Gedenkstück. Am Psalm 130 "Du Fond de l’Abîme", ihrem größten vollendeten Werk, arbeitete sie während ihres Kuraufenthaltes in Arcachon 1915, 1916 und 1917 weiter.
Olivier Messiaen (* 10. Dezember 1908 in Avignon als Olivier Eugène Prosper Charles Messiaen; † 27. April 1992 in Paris) schuf ein großes kompositorisches Werk, das alle Gattungen klassischer Musik umfasst und sich keiner eindeutigen stilistischen Richtung zuordnen lässt. Die dreiteilige sinfonische Meditation "Les Offrandes Oubliées" (Die vergessenen Opfergaben) ist sein erstes veröffentlichtes Orchesterwerk. Es wurde am 19. Februar 1931 in Paris uraufgeführt. Dem 1930 zunächst für großes Orchester geschriebenen, später von Messiaen selbst für Klavier bearbeiteten Triptychon stellt der Komponist ein programmatisches Gedicht voran, dessen drei Strophen thematisch mit den drei Sätzen des Werks – Das Kreuz / Die Sünde / Das Abendmahl – korrespondieren.
Weitere Informationen zu den drei Komponisten sowie ihrem Leben und Werk finden Sie unter www.jacobikantorei.de.
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Eröffnung der Konzertreihe: Duruflé-Requiem, Boulanger & Messiaen
Einführung durch Prof. Dr. Andreas Waczkat
Göttingen, 3. Februar 2010 – Am Samstag, dem 13. Februar, 19 Uhr, beginnt die Konzertreihe 2010 an St. Jacobi mit einem französischen Programm: dem Requiem von Maurice Duruflé in der Fassung für Chor und großes Orchester und der Göttinger Erstaufführung von "Du fond de l´abîme" von Lili Boulanger. Dieses etwa halbstündige Werk über den Psalm 130 "Aus der Tiefe ruf' ich, Herr, zu Dir" ist das bedeutendste und größte vollendete Werk der mit 24 Jahren jung verstorbenen Komponistin. Ergänzt werden diese beiden Kathedraloratorien durch das spätromantische Orchesterwerk "Les Offrandes Oubliées" von Olivier Messiaen. Ausführende sind die Kantorei St. Jacobi, Anna Haase (Mezzosopran), Martin Sander (Orgel) sowie das Göttinger Symphonie Orchester; die Leitung hat Kantor Stefan Kordes. Am Dienstag, dem 9. Februar, 20 Uhr, wird Professor Andreas Waczkat im Gemeindesaal St. Jacobi in das Programm einführen. Waczkat ist seit zwei Jahren Leiter der Musikwissenschaft in Göttingen. Sein Vortrag ist kostenlos; Karten für das Konzert gibt es bei Musikalien Nota Bene und der Tourist-Information im Alten Rathaus.
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