Literarisches Zentrum

Das Literarische Zentrum ist Teil des Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche „Weltenschreiber“. Bundesweit sind nur drei Literaturhäuser mit dabei: Stuttgart, Rostock und eben Göttingen.

Initiator ist die bundesweit agierende Robert-Bosch-Stiftung, in Niedersachsen sind noch drei weitere Stiftungen beteiligt: die Stiftung Niedersachsen, die Klosterkammer Hannover und die VGH-Stiftung.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler für das Literarische Schreiben zu begeistern. Zentrale Bausteine des Programms sind Schreibwerkstätten mit bekannten Autorinnen und Autoren, die im regulären Deutschunterricht an Schulen unterschiedlicher Schulformen stattfinden. In Göttingen sind die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die Georg-Lichtenberg-Gesamtschule sowie das Otto-Hahn-Gymnasium beteiligt, außerdem noch Schulen in Einbeck und Gieboldehausen.

Dazu gibt es noch ein Mentorenprogramm sowie eine Fortbildung für Lehrkräfte zum Literarischen Schreiben. „Eine Fortbildung für Lehrkräfte ist überaus sinnvoll. Musiklehrer können überhaupt nur dann anfangen zu studieren, wenn sie ein Instrument spielen können. Deutschlehrer sollten in ihrem Unterricht ebenfalls das Literarische Schreiben beherrschen“, erläutert Julia Kizhukandayil von der Robert-Bosch-Stiftung.

Sie macht aus ihrer Begeisterung über das Literarische Zentrum in Göttingen keinen Hehl, insbesondere in Person der Leiterin des Zentrums Anja Johannsen und der Projektleiterin „Literatur macht Schule“ Gesa Husemann. In der Tat wurde mit dieser Projektzusage die langjährige Arbeit in diesem Bereich belohnt. Ohne die zahlreichen Kontakte und Beziehungen wäre es kaum möglich gewesen, in den Schulen die notwendige Begeisterung zu wecken. Immerhin stellen die Schulen jeweils rund 80 Stunden Schulzeit für dieses Projekt zur Verfügung.

Auch die Autorinnen und Autoren sind von der Sache eingeommen. So äußerte sich der Sprachkünstler Arne Rautenberg begeistert: „Ich bin Vollblutlyriker durch und durch. Und ich habe viel Erfahrung in der Vermittlung vom Literarischen Schreiben. Aber dies ist etwas ganz Besonderes – denn wir haben ein komplettes Schuljahr zur Verfügung.“ Nun freut er sich auf „seine“ Klasse 6b der KGS Gieboldehausen.

Zusätzlich vergeben die Literaturhäuser ein Schreibstipendium an junge Nachwuchsautorinnen und -autoren, die ab 2019 als Mentorinnen und Mentoren mit besonders interessierten Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten werden. Das Mentorenprogramm wird gefördert von der Stiftung Niedersachsen.

Ab 2020 wird darüber hinaus zum ersten Mal ein „Weltenschreiber-Festival“ für innovative Literaturvermittlung stattfinden.

„Weltenschreiber – Das Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche“ ist ein bundesweites Programm der Robert Bosch Stiftung GmbH in Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Niedersächsischen Kultusministerium sowie der Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover und der VGH-Stiftung. Weitere Partner im Programm sind die Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Universität Rostock, die Georg-August-Universität Göttingen und das Deutsche Literaturarchiv Marbach.

„Weltenschreiber“ wird in den drei Bundesländern von den Literaturhäusern in Stuttgart und Rostock und vom Literarischen Zentrum Göttingen umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, München, wird das Programm voraussichtlich in zehn weiteren Ländern angeboten.

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