ThOP

Das Theater im OP (ThOP), die Bühne der Universität Göttingen, schreibt 2019 zum achten Mal einen Wettbewerb für Nachwuchsdramatiker*innen aus.

Hier haben junge Bühnenautor*innen die Chance auf die Uraufführung ihres Dramas: Dem/der Gewinner*in winkt die Uraufführung des Werkes an einem der größten Studententheater Deutschlands und Europas im Jahr 2020.
Wir freuen uns besonders über Werke junger Autor*innen, das Alter ist jedoch kein Kriterium für die Einstufung oder Bewertung der Texte. Diese werden von der Jury ohne Kenntnis der Namen der Autor*innen, ihres Alters oder Geschlechts, ihrer Herkunft usw. beurteilt.

Das Thema unseres diesjährigen Wettbewerbs lautet „Leben in der digitalen Gesellschaft“. Gesucht sind Stücke, die sich mit der Frage auseinandersetzen, wie digitale Medien sich auf das Zusammenleben von Menschen auswirken:
Zum Beispiel verändert Digitalisierung die Arbeitswelt, es wird von der Arbeit 4.0 gesprochen. Diese neue Arbeit bringt Erleichterungen durch neue Software und Erschwernisse durch große Lernleistungen mit sich. Arbeitnehmer*Innen sehen sich durch die Arbeit 4.0 in ungekannten Situationen: Von Entlastung und Euphorie bis Überflüssigkeit und Frustration ist das Spektrum der Emotionen gestreut.

Digitalisierung verändert auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Soziale Netzwerke nehmen zum Beispiel enormen Einfluss auf unsere Kommunikation. Wir sind nahezu immer erreichbar, können uns über große Distanzen mit Menschen flexibel und schnell verständigen. Sehen uns aber gleichsam unter Druck zu sprechen und uns zu rechtfertigen, wenn wir nicht erreichbar sind. Wie verändert das unser Sozialverhalten und unsere Zwischenmenschlichkeit oder vereinsamen wir vor den Bildschirmen mit virtuellen Bekanntschaften?

Digitalisierung bedeutet auch Eingriff in die Privatsphäre. Unternehmen und Betreiber von Webseiten und Netzwerken sammeln Daten. Der Staat will gezielt Daten von Menschen speichern und Auswerten, vor allem unter dem Vorwand von Sicherheit – wie weit ist der Schritt zu Orwells 1984?

Aber riesige Chancen bietet die Digitalisierung Entwicklungsländern. Digitale Infrastruktur und Verwaltung werden dort zu Vorzeigeprojekten.

In der Geschichte sieht man regelmäßig eine Kontinuität von Ablehnung gegenüber dem Neuen. Parallel dazu eine andere Gruppe, die die Neuerungen willkommen in ihre Arme schließt. Die Digitalisierung vollzieht einen Spagat zwischen Chancen und Risiken, erzeugt Utopien und Dystopien und irgendwo dazwischen ist der Mensch und sieht sich den Veränderungen gegenüber.

Der Fokus der Texte soll genau auf diesen Veränderungen liegen, wo kommen sie her, wie vollziehen sie sich oder, in die Zukunft gerichtet, wohin werden sie führen?

Fällt euch dazu etwas ein? Dann müsst ihr Folgendes beachten: Das Ganze soll in dramatischer bzw. in für die Bühne geeigneter Form verfasst werden. Folgende Formalia gilt es zu berücksichtigen:
• Das vorgegebene Thema muss klar erkennbar sein.
• Umfang: mindestens 25 Seiten und maximal 40 Seiten im Format DIN A4
• Schrifttyp: Times New Roman
• Schriftgröße: 12
• Zeilenabstand: 1,5-zeilig
• Seitenrand: rechts, links und oben 2,5 cm; unten 2 cm
• Die Rechte am Text müssen bei der Autorin / beim Autor liegen.
• Das Stück darf noch nicht aufgeführt oder publiziert worden sein.
• Pro Autor*in darf nur ein Stück eingereicht werden.
• Der Text muss in 7-facher Ausfertigung (gelocht, nicht gebunden) und in digitaler Form auf CD oder USB-Stick eingesendet werden (die Texte, CDs und Sticks werden nicht an die Einsender*innen zurückgeschickt).
• Die Seiten des Textes sind mit Seitenzahlen zu versehen (Positionierung unten rechts), sowie mit einer Kopfzeile, die den Titel des Stückes enthält.
• Der Name der Autorin / des Autors darf auf den Seiten des Stücktextes nicht erscheinen, um eine anonyme Beurteilung durch die Jury zu gewährleisten (also bitte keine Namen in Kopf- oder Fußzeilen, auf der Titelseite usw.).
• Den Texten (allen Exemplaren) muss auf einer Extraseite ein ca. kurzes Dossier (ca. eine halbe Seite) über den Inhalt des Stücks vorangestellt werden. Dieses muss den Titel des Stückes enthalten. Das Dossier muss anonymisiert, also ohne Autornamen, abgegeben werden. Die Seite muss gelocht sein.
• Der Einsendung ist einmalig ein Schreiben beizulegen, in dem die Kontaktdaten der Autorin / des Autors, eine Kurzbiografie sowie bisherige Publikationen vermerkt sind. Zu den Kontaktdaten gehören: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse. Die Kurzbiografie soll das Geburtsdatum sowie den beruflichen und künstlerischen Werdegang enthalten. Alle eventuellen Veröffentlichungen der Autorin / des Autors sind aufzulisten. Dieses Schreiben sollte als eigene Datei auch auf der CD bzw. dem USB-Stick gespeichert werden. Es wird der Jury nicht zugänglich gemacht.
• Sollte eine der formalen Anforderungen nicht eingehalten werden, wird der Text (ungeachtet seiner Güte) nicht zum Wettbewerb zugelassen.
• Das ThOP übernimmt keine Vervielfältigungs- und Versandkosten.
• Honorare und Tantiemen können ebenfalls nicht gezahlt werden.
• Einsendeschluss ist der 30. Juni 2019 (Poststempel).

Einsendungen bitte an:

Georg-August-Universität
Seminar für Deutsche Philologie
Theater im OP
Stichwort: NDW 2019/20
Käte-Hamburger-Weg 3
37073 Göttingen

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: (++49) (551) 39 22177

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