Christophorus-Open-Air

Rezension

Den ganzen Nachmittag durften sich die BesucherInnen des Open-Air an der Christophorus-Diakonie an einem abwechslungsreichen Musikprogramm bunt gemischter Live-Bands und einer leckeren Auswahl von Grill und Kuchenbuffet erfreuen. Als letzter Punkt des Bühnenprogramms wurde die Göttinger Blechblas-Rap-Band Flooot von einem großen Publikum erwartet. Schon beim Soundcheck ließen die sechs Jungs die ersten Zuhörer tanzen. Spätestens nach dem ersten Song, wie gewohnt „Hier kommt die Flooot“, konnte wohl keiner der Fans mehr seine Füße stillhalten.

Darauf folgte ein mitreißendes Programm mit vielen alt bekannten Songs. Außerdem überraschte Flooot mit ein paar neuen Liedern, die wohl auf ihrem neuen Album erscheinen sollen. Egal ob alt oder neu: Wortgewandte Texte mit einer ordentlichen Prise Selbstironie greifen sie stilvoll Themen auf, die alle (jungen) Menschen betreffen. Die Mischung aus Blasmusik und Rapgesang ist immer wieder mitreißend und geht ins Ohr. Dabei bilden Jànos Löber an der Trompete, Phillip Holländer und Matthias Wagemann an der Posaune das Bläsertrio und wechseln sich mit gesanglichen Einlagen ab. Matt Paull am Keyboard, heute Felix Dehmel am Schlagzeug und Nico Bauckholt am Bass. Wenn Flooot auf der Bühne ist, kann man Multitasking vom Feinsten beobachten. Das macht Spaß und gibt einem jedem Zuhörer Energie zum Tanzen.

Nahbar, authentisch, sympathisch, das macht sie aus mit ihren eingänglichen Texten und tanzbaren Melodien. Dabei gebührt ihnen neben der großartigen Musik die Alt und Jung mitreißt auch eine nahezu athletische Leistung. Die Jungs tanzen neben ihrer erstaunlichen Ausdauer an den Instrumenten auch noch mindestens so viel wie das jubelnde Publikum. Und dennoch bleibt noch genug Puste für jede Menge musikalischer Wortwitze.

Im Rahmen des Christophorus-Open-Air gaben Flooot und die Christophorus-Bewohnerin Emira eine gemeinsame Einlage, die das Publikum ebenso feierte, wir die vorherigen Lieder. Kurz und knapp zusammengefasst: Dieser Tag gab uns ein inklusives Fest, wie es in einer offenen und lebensfrohen Stadt wie Göttingen nicht genug geben kann.

Wer mehr über den Werdegang und die Pläne dieser Jungs erfahren möchte, sollte unser Interview nicht verpassen. Dieses erscheint innerhalb der nächsten Woche.

Seit 1964 gehört die Diakonie Christophorus zu den wohltätigen Einrichtungen Göttingens. Die Einrichtung beinhaltet heute das Alten- und Pflegeheim Matthias-Claudius Stift, die therapeutische Jugendhilfe Göttingen, als stationäre Einrichtung der freien Jugendhilfe Göttingen und den integrativen Kindergarten „Die Arche“. Die Diakonie Christophorus begegnet Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen und bemüht sich die Individualität und verschiedenen Bedürfnisse aller Personen gleichermaßen wahrzunehmen.

Das Christophorus Open-Air-Fest findet jedes Jahr im Sommer statt. Das Bühnenprogramm wird ohne Gage gespielt. Alle Künstler widmen sich dem guten Zweck. Die freundlich lockere Atmosphäre lockt jährlich rund 1000 Besucher an.

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