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Für die Leserinnen und Leser des Kulturbüros

Weil das im Trend liegt, ließ sich Britta tätowieren.
Nicht einfach so, nein, sie hat vorher nachgedacht.
Denn die Tattoos soll‘n ja ihr Alter noch verzieren,
was die Motivwahl Brittas deutlich sichtbar macht.

Sie ließ auf jede Brust sich einen Apfel stickeln.
Nun kann sie zuseh’n, wie die Äpfel immer mehr
zu wundervollen gelben Birnen sich entwickeln,
erst saftig prall, dann müde hängend, reif und schwer.

Auf ihren Oberarmen breiten stolz die Flügel
zwei starke Adler. Doch es kommt der schöne Tag,
an dem sie ihre Arme schüttelt vor dem Spiegel
und sieht der Vögel würdevollen Schwingenschlag.

Und dann ihr schöner Bauch. Vier Segel schwellen,
die Jacht treibt unterm zarten Nabelmond dahin.
Doch kämpft sie sicher bald mit dicken schweren Wellen.
Wann wird das Schiff versinken? Da ist Spannung drin.

Noch ist viel Platz für neue Stichlings-Offensiven.
Für ihren Rücken fehlt noch der Bestechungsplan.
Wer da Ideen hat mit Zukunftsperspektiven:
Sofort bei Britta melden in Bad Zwischenahn.

Klaus Pawlowski

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