Junges Theater

Das Junge Theater hat sich „Kleiner Mann – was nun?“ für die zweite Premiere in dieser Spielzeit ausgesucht. Peter Christoph Grünberg, der zuvor schon „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ und „Barbara. Gegen das Vergessen.“ am Jungen Theater inszenierte, übernimmt die Regie. Am Samstag, 20. Oktober 2018, 20 Uhr feiert die Inszenierung ihre Premiere. Zugleich werden die beiden neuen Gesichter im Ensemble Jacqueline Sophie Mendel und Andreas Krüger zum ersten Mal in den Hauptrollen zu sehen sein.

Der Roman „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada ist im kommenden Jahr Abiturthema. Traditionell ist das ein Anlass für die Göttinger Theater, sich dieses Werkes anzunehmen. Grundlage für die Inszenierung war die im Jahr 2013 von Michael Thalheimers für das Frankfurter Theater erstellte Theaterfassung. Darin fehlten aber Passagen des 1932 entstandenen Romans, die erst 2016 veröffentlicht worden sind. „Und ich bin mir auch nicht sicher, ob wir seinen Schluss so übernehmen“, sagte Grünberg, der mit dem Schauspielteam noch mitten in den Proben steckt.

Worum geht es? Deutschland im Jahr 1930 – Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Angst. Aufstieg der Nazis. Und trotzdem: Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Sie heiraten. Die Liebe ist groß – das Geld ist knapp. Der Junge wird geboren. Doch Pinneberg verliert seine Stellung. Das Geld wird immer knapper. Das Paar zieht ins aufstrebende und pulsierende Berlin. Die Krise nimmt sie mit in den

sozialen Abwärtsstrudel. Doch die Pinnebergs geben ihre Hoffnung nicht auf… Eine Parabel über die Auswirkungen von Krisen in Zeiten von globalen Umwälzungen. „Und eine der schönsten Liebesgeschichten, die es gibt“, betont Grünberg. „Ich bin doch ein alter Romantiker.“

Das Junge Theater bezieht in seiner Inszenierung das brisante Kapitel der erstmals 2016 erschienen Originalfassung mit ein, die bei Erscheinen des Romans im Jahr 1932 noch der Zensur zum Opfer gefallen ist. „Hans Fallada ist in seinen Texten immer ganz nah dran an den Menschen“, erläutern Grünberg und der Dramaturg Christian Vilmar das Regiekonzept. Gespielt wird auf einer Bühne mitten im Publikum. So sind die Zuschauerinnen und Zuschauer ebenfalls ganz nah dran an den Mitwirkenden.

Die Premiere ist am 20. Oktober, weitere Termine sind am 27. und 30. Oktober, am 14. November, sowie am 4. und am 15. Dezember jeweils um 20 Uhr; am 5., 17. und 19. Dezember gibt es Vorstellungen jeweils um 11 Uhr.

Inszenierung Peter Christoph Grünberg Ausstattung Judith Mähler Dramaturgie Christian Vilmar Mit

Katharina Brehl, Agnes Giese, Jacqueline Sophie Mendel, Andreas Krüger, Jan Reinartz

Eintrittskarten gibt es hier im Ticketshop des Kulturbüros, an allen Reservix Vorverkaufsstellen und an der Theaterkasse des Jungen Theaters.

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