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Literaturherbst

Rekordverdächtige 80 Veranstaltungen in 11 Tagen an 37 Spielstätten – das ist die 28. Ausgabe des Göttinger Literaturherbstes ab dem 18. Oktober. Jetzt wurde das Programm vorgestellt. Ab dem 15. August beginnt der Vorverkauf – natürlich auch hier auf den Seiten des Kulturbüros.

Bei 80 Veranstaltungen können die Macherinnen und Macher des größten Literaturfestes in Norddeutschland eine sehr große Bandbreite an Themen anbieten. Natürlich geht es um Literatur – Autorinnen und Autoren geben sich kurz nach der Frankfurter Buchmesse in Göttingen die Klinke in die Hand. So ist die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller am 27. Oktober zu Gast.

Und sie befindet sich in bester Gesellschaft: Ulrich Tukur, Jostein Gaarder, Erik Fosnes Hansen, Doris Dörrie, Max Goldt – das sind nur einige Namen der internationalen und deutschsprachigen Literaturszene.

Schon immer ist es im Göttinger Literaturherbst auch um politische und gesellschaftliche Fragestellungen gegangen. „Wir bilden beim Festival die Gegenwart ab“, hebt Festival-Chef Johannes-Peter Herberhold hervor. Für diesen Schwerpunkt sind Joachim Gauck (20. Oktober), Thomas de Maizière (21. Oktober) und Ulrike Guérot (21. Oktober) eingeladen.

Herberhold führt weiter aus: „Dabei geht es auch immer um historische Ereignisse und deren Auswirkungen auf heute.“

Und so geht es an den 11 Tagen in Göttingen um 50 Jahre Mondlandung, 100 Jahre Händel-Festspiele, 200 Jahre Theodor Fontane, 1 Jahr deutsches Heimatministerium oder 250 Jahre Ludwig van Beethoven. Und es geht um 30 Jahre Mauerfall und um die Erinnerung an den Warschauer Aufstand im Jahr 1944.

Apropos Polen: „Nachbarschaftsgespräche“ nennt der Literaturherbst die Berührungen mit Polen, während des Festivals. So sind am 25. Oktober die Preisträger des Samuel-Bogumił-Linde-Preises der Städte Göttingen und Toruń Christoph Hein und Szczepan Twardoch zu Gast. In Zukunft wird die Preisverleihung, die alle zwei Jahre in Göttingen stattfindet, im Rahmen des Literaturherbstes vorgenommen.

Weitere Partner bei den Nachbarschaftsgesprächen sind Tschechien und das Buchmesse-Gastland Norwegen.

Der „Junge Herbst“ ist noch nicht so lange Bestandteil des Literaturherbstes. Mit sechs Veranstaltungen nimmt dieser Programmteil inzwischen einen größeren Raum ein. Zu Gast sind André Herrmann (18. Oktober), Sophie Passmann (21. Oktober), Hendrik Otremba (22. Oktober), Andrea Ridker (25. Oktober) und Annekathrin Kohout mit Sibel Schick am 26. Oktober.

Einen Schwerpunkt nimmt die Veranstaltung am 21. Oktober in der Lokhalle ein: „Wir sind viele, wir sind laut“ – das sind die Stimmen von der Bewegung „Fridays for Future“. Luisa Neubauer, Mareike Nieberding, Thea Dorn und Wolfgang Gründinger sprechen und streiten zum Thema.

Längst hat der Literaturherbst die Region erobert. In der „Literarischen Landpartie“ im Herbst 2019 sind u.a. Peter Stamm, Ulrich Woelk, Isabel Bogdan, Peter Prange und andere zu Gast.

Die „Stillen Hunde“ repräsentieren in diesem Jahr die Reihe „In einfacher Sprache“. „Literaturvermittlung ist ein zentrales Anliegen des Göttinger Literaturherbstes“, hebt Johannes-Peter Herberhold hervor – und ist stolz darauf, dass es bundesweit kein anderes Literaturfestival mit diesem Spezialthema gibt. Ein Höhepunkt ist sicher Goethes „Faust“ am 23. Oktober. Hier wird die Gretchenfrage einmal in einfacher Sprache gestellt.
Abgerundet wird das Festivalprogramm durch zwei Ausstellungen: „Futuring Human Mobility“ lautet der Titel der Ausstellung der Firma Ottobock. Zum 100. Jubiläum geht es einmal nicht um die Firmengeschichte, sondern um die Zukunft. Die Ausstellung ist ab dem 17. Oktober in der Osthalle des Klinkikums zu sehen.

Photos von Lorenz Kienzle stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Brandenburger Notizen“. Der Photograph hat sich an die Orte Theodor Fontanes begeben. Seine Bilder werden gemeinsam mit den Bildern aus den 60er Jahren von Heinz Krüger ab dem 19. Oktober im Foyer des Zentralgebäudes der Universitätsbibliothek ausgestellt.

Das gesamte Programm gibt es hier im Kulturkalender des Kulturbüros sowie auf www.literaturherbst.com. Tickets gibt es hier im Ticketshop des Kulturbüros, ebenfalls auf der Homepage des Literaturherbstes und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen.

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