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Jazz-Festival

Ticketverkauf eröffnet

Zum 42. Mal präsentiert das Göttinger Jazzfestival international und national renommierte Musiker*innen sowie zahlreiche Bands der lokalen und regionalen Szene. An 9 Tagen im November wird der Jazz an diversen Spielstätten in seiner ganzen Vielfalt und Vitalität gefeiert. Das Festival beginnt am 2. November und endet nach dem traditionellen Festival im Deutschen Theater am 10. November mit dem Abschlusskonzert. Insgesamt gibt es 35 Veranstaltungen mit 258 Musikerinnen und Musikern.

Was 1978 als Bigband-Festival für Oldtime-Fans seinen Anfang nahm, ist heute als Ort der Begegnungen und Entdeckungen für Jazzfreunde längst nicht mehr wegzudenken. Als eines der ältesten Festivals seiner Art in Deutschland bildet das Göttinger Jazzfestival seit nunmehr vier Jahrzehnten aktuelle Entwicklungen im Jazz ab. Dabei begleitet es Karrieren und bietet spannender Musik, die oft nur in Nischen gedeiht, ein Podium. Neben den Abenden im Deutschen Theater rahmen Veranstaltungen im „Esel“ in Sülbeck, im Universitätsklinikum, in der Kreuzkirche, im Lumière, in der Musa, im Alten Rathaus und bei KIM-Kultur das Programm.

Insgesamt ist das Programm deutlich jünger geworden. Zufall und Glück oder Absicht und Strategie? „Beides," sagt Vorstandsmitglied Ove Volkquartz. Insgesamt sei aber festzustellen, dass sich die Jazzszene verjüngt. „Davon profitieren wir", so Volkquartz.

Wie jedes Jahr sind zwei Abende im Deutschen Theater zu erleben: Den Freitag eröffnen Aeham Ahmad und Edgar Knecht - zwei Welten, zwei Flügel, zwei Virtuosen ihres Faches. Ihnen folgt das international gefeierte polnische E-Bass-Wunder Kinga Głyk mit einer brodelnden Mischung aus Jazz, Pop und Funk. Die Nacht gehört dnn Botticelli Baby - sieben junge Wilden aus dem Ruhrpott, die derzeit die Republik mit ihrer rotzfrechen Mischung aus Jazz, Gypsy-Swing, Balkan-Beat und Punk aufmischen. 

Am Samstag steht eine der wichtigsten Stimmen der blühenden Jazzszene seines Landes, der britische Saxophonist Julian Siegel im Quartett mit kraftvollem, stilsicheren Post-Bop-Sound auf der Bühne. Im Anschluss wird der Pianist Grégory Privat aus Martinique im Trio mit modernem, universalem Jazz mit karibischem Akzent das Publikum wie im letzten Jahr bei "Jazz ohne Gleichen" begeistern. Der Abend klingt aus mit Shake Stew, Österreichs Jazzband der Stunde, sieben Musiker auf einer atemberaubenden Reise durch Sounds und Grooves, tranceartige Rhythmen und feingewobene Klangteppiche.

Im Rahmenprogramm der weiteren Tage wird im Alten Rathaus eine Konzertlesung der ostdeutschen Jazzlegende Uschi Brüning in Begleitung des Pianisten Lukas Natschinski zu hören sein. Im Esel in Sülbeck wird die Sängerin und Komponistin Céline Rudolph mit ihrem stilistisch vielfältigen Programm „Pearls“ zu erleben sein. Neben Jazzfrühstück mit den Swing Club Cats im Uni-Klinikum und einem Jazzgottesdienst mit dem Najawe-Trio in der Kreuzkirche läuft der Film „As Time Goes By In Shanghai“ im Kino Lumiére. Beim Tuesday Night Hop in der musa wird Lindy-Hop getanzt. Im Secondhandladen KIM-Kultur stellt sich das das jüngste Göttinger Klinker-Projekt vor. Und zum Abschluss des Festivals wird der fantastische Ex-Miles-Davis-Saxophonist Bill Evans mit hochkarätigen Spy-Killers wie Wolfgang Haffner, Simon Oslender und Claus Fischer in der musa mit ihrer brodelnden Mixtur aus Jazz, Funk und Groove für einen fulminanten Abend sorgen.

Ab sofort sind Karten für das 42. Göttinger Jazzfestival erhältlich: online hier im Ticketshop und der Spielplanseite des Kulturbüros sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Bei den Vorverkaufsstellen wie den bekannten Auslagestellen im Stadtgebiet und der Region sind Programmhefte kostenlos erhältlich.

Die Hälfte des Etats in Höhe von 150.000 Euro wird von Sponsoren beigesteuert. In diesem Jahr sind das die AKB-Stiftung, die Stadt Göttingen, die Volksbank Kassel Göttingen und die NDR Musikförderung in Niedersachsen. Die andere Hälfte des notwendigen Geldes wird durch die Eintrittsgelder erwirtschaftet.

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