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An zehn Festspieltagen vom 17. bis 26. Mai erlebten gut 11.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt knapp 60 Veranstaltungen, davon 24 Konzerte und Opernaufführungen. Mit 94,5 % verkauften Karten können die Veranstalter einen Auslastungsrekord vermelden. Insgesamt waren etwas über 9.000 Karten im Verkauf. Die im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfallenden Ticket- und Besuchszahlen (2018: 12.000 Tickets, 14.000 Gäste) erklären sich vor allen Dingen durch die besondere Spielstättensituation: Mit dem Wegfall der Stadthalle Göttingen, die wegen Kernsanierung geschlossen ist, fehlt den Festspielen ihre größte Spielstätte, für die es auch keinen vergleichbaren Ersatz gibt. Deshalb fanden das Festspieloratorium „Saul“ und das Galakonzert in Kirchen in Hann. Münden und Göttingen statt, andere Konzerte wurden in die Aula der Universität verlegt. So fehlten allein bei diesen Konzerten über 2.000 Sitzplätze.
Insgesamt sahen knapp 3.500 Menschen die diesjährige Festspieloper „Rodrigo“. Die Inszenierung von Walter Sutcliffe mit Bühnenbild und Kostümen von Dorota Karolczak und Licht von Susanne Reinhardt sorgte für Diskussionen, erhielt aber auch sehr positive Kritiken: Für Peter Krause, concerti, schafft das Regieteam „einen magischen Realismus, der Händels barockem Zauber enorm gut tut“, mit „klar gezeichneten Figuren […], deren von Interessen geleitete Egoismen uns immer wieder erschreckend bekannt vorkommen, ohne dass in platten Analogien auf die Mächtigen unserer Zeit Bezug genommen werden müsste“. Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Festspiele freut sich allerdings auch über kontroverse Diskussionen: „Es ist doch großartig, wenn die Festspieloper für Gesprächsstoff sorgt. Bei einem Punkt am Ende sind sich aber alle einig: Die Musik war einmalig. Die Solistinnen und Solisten, das FestspielOrchester Göttingen und der Künstlerische Leiter Laurence Cummings sind bei jeder Aufführung minutenlang, mit donnerndem Applaus gefeiert worden.“

Ebenfals erhielten die anderen Konzerte durchweg phantastische Publikumsresonanz und begeisterte Kritiken: So wurde etwa das wissenschaftliche Rahmenprogramm mit Festvortrag und Symposium sehr positiv angenommen, und auch die Ausweichspielstätten für die großen Konzerte haben funktioniert und waren komplett ausverkauft. Entsprechend zufrieden zeigt sich Tobias Wolff etwa zum Oratorium in Hann. Münden: „Wir wurden von den Hann. Mündenern mit offenen Armen empfangen und vor Ort von Förderern und Kooperationspartnern wunderbar unterstützt. Die Live-Übertragung des NDR hat geklappt, das Publikum hat das herausragende Solistenensemble, den NDR Chor und das FestspielOrchester Göttingen mit Laurence Cummings mit stehenden Ovationen gefeiert.“

Dennoch freut sich der Intendant auf das Jubiläumsjahr 2020, wo wieder eine große Spielstätte in Göttingen zur Verfügung steht: „In der Lokhalle Göttingen schaffen wir uns für das 100-jährige Jubiläum einen eigenen Raum. Mit entsprechenden Ein- und Umbauten wird sich die Lokhalle in einen Konzertsaal verwandeln, der den hohen Ansprüchen unseres internationalen Publikums gerecht wird.“ Nach den Festspielen ist vor den Festspielen, sozusagen. Und während das Publikum noch die letzten Klänge der Festspieloper im Ohr hat, laufen im Festspielbüro die Vorbereitungen für das Jubiläum der Festspiele vom 20. Mai bis 1. Juni 2020 bereits auf Hochtouren. 


Ausblick:
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2020 finden vom 20. Mai – 1. Juni statt.

Das Programm zum 100-jährigen Jubiläum der Festspiele wird bereits am 18. September 2019 vorgestellt, der öffentliche Vorverkauf beginnt am 27. September 2019.

Interessierte können sich schon jetzt über die Website der Festspiele für den Newsletter oder den postalischen Versand des gedruckten Festspielprogramms 2020 registrieren.

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