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Kunsthaus Göttingen

Auf vier Etagen gibt es in diesem Haus Arbeiten auf Papier, Fotografie und neuen Medien zu sehen. Vorläufig gelten die Öffnungszeiten Donnerstags von 15 bis 20 Uhr, Freitags und Samstags von 11 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Dank der Unterstützung der Sartorius AG ist der Eintritt frei – die „Hemmschwelle also gleich Null“, wie Gründungsgeschäftsführer Alfons von Uslar betonte. Noch muss der Besuch wegen der Hygieneregeln vorab angemeldet werden, dazu reicht eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Entstanden ist ein architektonisch bemerkenswertes Gebäude der Architekten des Atelier ST (Leipzig). Auf 534qm und vier Etagen sind jährlich mehrere Ausstellungen geplant. „Wir sind kein Museum“, betont Kuratorin Ute Eskildsen. Die ausgestellten Werke sind jeweils nur für die Dauer der Ausstellung in Göttingen. Noch bis zum 8. August sind das die Werke von Roni Horn. Im September folgt die Gruppenausstellung Modell Tier.

Ende August wird auch der Pavillon House of Words des US-amerikanischen Künstlers Jim Dine eröffnet. „Wir planen ein Sommerfest“, verriet der Drucker und Verleger Gerd Steidl, der sich schon vor 50 Jahren mit der Bedeutung von Kunst im Zentrum einer Stadt beschäftigt hat. Auch deshalb bescheinigte Alfons von Uslar ihm eine gewisse Beharrlichkeit. Aber: Steidl hätte sich auch im ehemaligen Reitstall der Universität eine Heimat für Kunst vorstellen können. „Aber der wurde ja 1968 abgerissen und musste einem Betonklotz weichen“, so Steidl. Mit dem jetzigen Ergebnis ist Steidl aber glücklich: früh morgens genießt er das Schattenspiel, das die Bäume auf die Rückseite des Kunsthauses werfen. Und abends sind es die Spiegelungen in den Fenstern der Häuser in der Düsteren Straße.

Die Resonanz in der Fachwelt und in den überregionalen Medien ist schon jetzt überwältigend. Das Kunsthaus Göttingen wird ein Anlaufpunkt für Göttinger:innen wie Besucher:innen der Stadt werden, davon ist jetzt schon auszugehen.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler holte zur Eröffnung zum Rundum-Dank aus – und das völlig zu Recht: alle Beteiligten haben es mit großem Einsatz geschafft, das Gebäude in der Bauzeit von August 2018 bis Dezember 2020 fertig zu stellen.

Nun ist es geöffnet – und Göttingen hat definitiv eine Attraktion mehr.

 

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