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Literarisches Zentrum

Anja Johannsen und ihr Team eröffnen die literarische Frühjahrssaison in der Galerie Alte Feuerwache mit vier Lesungen und einem Podiumsgespräch. Dabei geht es bereits um literarische Schwerpunkte und Themen, die in den kommenden Monaten zur Diskussion stehen. Das ist zum einen der politische Diskurs im Dialog mit Autorinnen und Autoren, die sich dem Kriegsszenario in der Ukraine im Kontext historischer Altlasten und geopolitischen Fragestellungen widmen, die Lebenswirklichkeit von Migrant:innen und ihren Familien thematisieren, den Genderdiskurs oder auch den weiterhin akuten Klimawandel.

Die Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Emine Sevigi meldet sich am 31. Mai mit ihrem kosmopolitischen Roman Ein von Schatten begrenzter Raum zu Wort. Um Größenwahn und Menschenverachtung Ende der 20er Jahre geht es dann in der literarischen Anamnese der ukrainischen Schriftstellerin Svetlana Lavochkina über ihr Heimatland; Die rote Herzogin. Zum Forum für Book Rebels und 75 Heldinnen aus der Literatur wird die Galerie Alte Feuerwache ebenfalls, auch für die dokumentarische Bilanz Unbesiegbare Verlierer der Autorin und ARD-Moderatorin Natali Amiri über die Situation der Frauen in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban. Dort ist wenige Tag vor dem Umzug des Literarischen Zentrums ein Podiumsgespräch geplant: Krieg gegen die Ukraine – Zeit des Brücken(ab)baus.

Im Literaturhaus erwartet die Besucher:innen nach der Eröffnung ein literarischer Marathon. Eine Reihe von Lesungen, die aufgrund der pandemischen Lage verschoben werden mussten, sind als Nachholtermine markiert, wie zum Beispiel das Gespräch mit Karina Schell, der Referentin für Klimaanpassung der Stadt Göttingen über Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird. Nachgeholt wird die Lesung

mit der Kulturwissenschaftlerin Hannah Engelmacher und ihre Studie über schöpferische Prozesse Trost. Vier Übungen und auch die Begegnung mit der österreichischen Schriftstellerin Doris Kracht, die ihre Protagonistinnen in dem Roman Die Nachricht auf eine harte Probe stellt.

Die verschobene Lichtenberg-Poetikvorlesung kann Anja Johannsen ebenfalls endlich ankündigen, Ingo Schulze, den Preisträger der Literaturhäuser und das hintersinnige Szenario von Dietmar Darth Gentzen oder: Betrunkene aufräumen. Von spannenden Duo-Formationen und überraschenden Kombinationen berichtet die Leiterin des Literarischen Zentrums. Mit seinem Essay Allein trifft Daniel Schreiber auf Katja Kuhlmann und ihren Roman Die singuläre Frau und unter dem Motto Nicht lange her begegnen sich Anja Kampmann und Henning Ahrens mit poetischen Wanderungen und einer Familienchronik. Eine Längst fällige Verwilderung bekunden Simone Lappert und E-Bassistin Martina Berther für ihre Spoken Poetry Performance mit Musik, an die sich im Juli ein weiterer poetischer Exkurs mit Ronya Othmann und ihrem Lyrikband Die Verbrechen anschließt.

Zu Gast am neuen Literarischen Treffpunkt ist Fatma Aydemir mit ihrem Gesellschafts-und Familienroman Dschinns. Dort wird Samira Shackle sich mit Karachi Vice den akuten religiösen und politischen Verwerfungen in der pakistanischen Hauptstadt widmen und Catalin Dorian Florescu seinen Roman Der Feuerturm mit einem Portrait Bukarests bis zum Sturz der kommunistischen Diktatur vorstellen. Für den Universalgelehrten Manfred Osten lässt sich mit Blick auf die Pandemie Goethe neu lesen und mit Befunden über Die Welt, ein großes Hospital versehen, sobald das Literarische Zentrum seinen Umzug an den neuen literarischen Treffpunkt gefeiert hat. 

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