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Junges Theater

Zunächst einmal freut er sich aber, dass Bewegung in das Projekt „Sanierung des Ottfried-Müller-Hauses“ kommt. Nach jahrelangem Stillstand gibt es nun Gespräche mit der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die von der Stadt Göttingen für die Durchführung beauftragt worden ist.

Schauspielerin Agnes Giese meint dazu: „Wenn ich in meiner Zeit als Schauspielerin bei Jungen Theater noch einmal in unserer Spielstätte spielen soll, muss die Sanierung im Jahr 2025 abgeschlossen sein.“ Ob das zu schaffen ist, darf getrost in Frage gestellt werden.

„Dabei arbeitet die Zeit gegen uns“, betont Nico Dietrich. „Je länger das dauert, desto größer werden unsere Probleme.“ Die Probleme bestehen aktuell nicht nur aus den coronabedingten Besucherrückgängen – die gibt es in jedem Theater zu verzeichnen. Aber auch die Interimsspielstätte in der Bürgerstraße bereitet Probleme: „Wir spielen zurzeit in einer umgebauten Schulaula. Das beschädigt unser Image als professionelles Theater. Und wir können dort auf der kleinen Bühne noch nicht einmal unsere erfolgreichen Musikshows spielen.“ Solche Erfolgsproduktionen sind jedoch wichtig für das Junge Theater, erwirtschaften sie doch normalerweise 50% ihrer Einnahmen selbst. 

„Die zurückliegende Spielzeit gehört zu den weniger erfolgreichen“, führt der Intendant aus. „Wir haben nur ungefähr die Hälfte der Zuschauerzahlen erreicht wie in normalen Jahren.“ Dabei war das Theater am Wall kreativ in Kooperationen und Gastspielen in der Region. „Mit 34 Auswärtsterminen haben wir 5.000 Zuschauer:innen erreicht – das sind 25% aller Besucher:innen in dieser Spielzeit!“ Und auch mit der „aufsuchenden Kulturarbeit“ war das Team des Jungen Theaters erfolgreich: über 1.000 Kinder wurden erreicht, als Kindergärten, Grundschulen und Tagestätten besucht worden sind.

„Solche Aktivitäten außerhalb unseres Hauses sind Termine ‚on top‘, wir spielen deshalb im Haus nicht weniger. Weniger gibt es aber Besucher:innen an den Abenden im Theater. „40 ist die neue 200“, witzelt Dietrich über die geringe Auslastung gegenüber früheren Zeiten. „Wir müssen die Menschen wieder neu konditionieren“, meint er und verspricht weitere und neue Aktivitäten in der nächsten Spielzeit. Dazu gehört auch eine Kooperation mit der Schauspielschule Kassel. Teile der Ausbildung dieser Berufsfachschule werden künftig in Göttingen angeboten. „Da gibt es viele neue Gesichter in unserem Haus“, kündigte der Theaterleiter an. Dazu wird es im August eine konkrete Vorstellung der neuen Spielzeit und der Aktivitäten geben. 

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