passend zum Artikel

Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

Schade – jetzt ist es wieder vorbei. In der Zeit der Internationalen Händel-Festspiele verändert sich Göttingen immer ein wenig, und zwar zum Positiven: angefangen bei den Plakaten und Bannern, die überall hängen, bis hin zum Tag und Nacht besetzten Festspiel-Büro am Cheltenham-Park. Und da sind natürlich vor allem die zahlreichen Konzerte. Die vielen Gäste in der Stadt, ob es nun Musiker oder Konzertbesucher sind, auch sie bringen Farbtupfer in der an Farben nicht arme Göttingen und machen die Stadt dadurch noch ein wenig bunter.

In diesem Jahr war einiges anders. Die Festspiele dauerten länger und fanden nicht zum gewohnten Zeitpunkt statt. Viele „Händel-Junkies“ wissen vermutlich gar nicht, was sie am kommenden Pfingstwochenende machen sollen. Vielleicht sollten wir alle uns zu einem Händel-Brunch treffen? Die Terminveränderung jedenfalls hat den Festspielen nicht wirklich gutgetan. Da sich darin aber alle einig sind, also sowohl die „Macher“ als auch die Besucher, haken wir diesen Punkt ab und freuen uns auf die Festspiele 2018, wie gewohnt über Himmelfahrt und Pfingsten.

Durch den längeren Zeitraum gab es auch mehr Konzerte zu den Festspielen – aber nicht mehr Zuschauer. Die Idee, im nächsten Jahr wieder ein etwas konzentrierteres Programm anzubieten, ist sicher richtig. Auch die Konzerte, die ursprünglich gar nicht direkt zu den Festspielen geplant waren, nun aber im Programm auftauchten, sorgten für eine Erweiterung des Angebotes – und damit zu einer geringeren Auslastung in den Kirchen und Konzertsälen. Da wurde sicher einiges Lehrgeld gezahlt.

Ein paar Details blieben aber treu den Festspielen erhalten: pünktlich zur Händel-Zeit rückten die Gärtner an und bepflanzten das Rondell vor dem Theater neu. Wo es eben noch hübsch blühte, musste man nun ahnen, wie schön es dort in ein paar Wochen aussieht. Es hat schon eine gewisse Tradition, dass die Stadt Göttingen sich wenig Mühe gibt, die Stadt zu schmücken.

Auch der Internationale Gottesdienst zu den Festspielen blieb traditionell rein deutschsprachig. So schwer kann es doch gar nicht sein, den ausländischen Gästen einen mehr- oder zumindest zweisprachigen Gottesdienst anzubieten. Im nächsten Jahr gibt es einen neuen Aufschlag...

Aber das sind alles nur kleine Details. Die großen Details waren wie immer rundherum gelungen. Zu allererst muss da die Oper „Lotario“ genannt werden. In seinem überzeugenden Regiekonzept hat Carlos Wagner die Figuren der Oper spannend in Szene gesetzt: standen im vergangenen Jahr noch die barocken Gesten im Mittelpunkt, wurden jetzt die Personen als Ganzes geführt. Die Bewegungen der Akteure und das dazu passende Bühnenbild mit seinen verschiedenen Ebenen und Positionen machten das Erlebnis kurzweilig und interessant. Dazu kamen noch die grandios besetzen Solistenrollen, allen voran Sophie Rennert in der Titelrolle und Marie Lys als Adelaide.

Das Festspielorchester Göttingen unter dem nimmer müde werdenden Laurence Cummings verbreitete die barocke und so positive Stimmung nicht nur im Deutschen Theater. Auch bei den anderen Konzerten bewies das Ensemble seine überragende Qualität, die international seinesgleichen sucht.

Es gilt, einen großen Dank auszusprechen. Natürlich an die Intendanten Laurence Cummings und Tobias Wolff, an das gesamte Team im Büro, aber auch an die vielen Helferinnen und Helfer bei den Konzerten. Sie waren immer da, immer hilfsbereit und immer ansprechbar.

Mit großer Vorfreude blicken wir auf 2018, die Internationalen Händel-Festspiele finden zum Thema „Konflikte“ vom 10. bis 21. Mai statt. Zu den geplanten Programmpunkten zählen:

  • 10. Mai 2018 Occasional Oratorio (HWV 62)
  • 12. Mai 2018 Premiere Arminio (HWV 36) - weitere Aufführungen: 15.05. / 17.05. / 18.05. / 20.05. / 21.05.2017
  • 19. Mai 2018 Galakonzert

Tickets und Informationen zum Programm gibt es ab Anfang 2018 unter www.haendel-festspiele.de. Interessierte können sich schon jetzt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für den Newsletter oder den postalischen Versand des gedruckten Festspielprogramms 2018 registrieren.

Mehr zu diesem Thema:

Kommentare powered by CComment

passend zum Artikel

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind - und schön, dass Sie dieser Artikel interessiert.

Wussten Sie, dass die Autorinnen und Autoren des Kulturbüros für ihre Arbeit bezahlt werden? Das werden sie - genauso wie die Kolleginnen und Kollegen, die die vielen Termine in den Kulturkalender eintragen.

Vielleicht verstehen Sie, dass wir diese Inhalte nicht allen kostenlos zugänglich machen können. Wir sind auf bezahlte Zugänge (Abonnements) angewiesen - eigentlich wie alle, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, für ihre Angebote Geld verlangen müssen.

Wenn Sie ein solches Abonnement (nur 5 Euro im Monat oder 50 Euro pro Jahr) abschließen möchten, brauchen Sie nur

hier

zu klicken. Alternativ können Sie für nur 1,20 Euro einen Tageszugang einrichten, um diesen Artikel ganz zu lesen.

Vielen Dank!

Finden Sie diesen Text interessant?

Das freut uns! Die Erstellung kostet allerdings Zeit, Aufwand und auch Geld: vom Server dieser Seite bis hin zum Honorar für die Autorin oder den Autor. Darum bitten wir Sie herzlich um die Bestellung eines Tageszugangs oder eines Monats- bzw. Jahresabonnements. Vielen Dank.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.