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Johanniskirche

Interview mit Laura Störmer und Andreas Schönenberger

Laura, wer ist diese Éla, die Du auf der Bühne verkörperst?

Éla ist eine Frau mit eigenen Ideen, wie die Welt sein könnte. Und sie ist ungeduldig und genervt, dass andere das nicht sehen. Sie ist eine starke, emanzipierte Frau, sie ist offen, direkt und immer mal provozierend. Éla hat zu den beiden anderen Figuren Kāvṓd und Ônna ihre eigene Beziehung. Vor allem Kāvṓd und Éla werden im Laufe des Stücks wirklich gute Freunde. Das funktioniert vor allem deshalb, weil Éla am Ende sich auch auf andere einlässt.

Ist Éla auch ein Stück von Dir?

Jein. Ich bin zwar auch gerne direkt. Und ich bin ebenfalls ein politischer Mensch. Aber ich bin nicht so starrsinnig.

Andreas, Du bist Priester im Bistum St. Gallen, hast aber auch eine Ausbildung als Schauspieler genossen. Wie ist Dein Blick auf Kāvṓd, den Du auf der Bühne darstellst?

Kāvṓd ist von den drei Personen auf der Bühne der Vertreter der Institution, also auch der Kirche. Ich mag die Figur sehr, denn sie macht eine spannende Wandlung im Laufe des Stückes durch: anfangs ist Kāvṓd sehr bestimmt, ja geradezu arrogant. Ein Besserwisser. Aber immer mehr sieht Kāvṓd, dass sich etwas ändern muss – und er glaubt fest daran, dass der Mensch sich ändern kann. Und die Kirche ebenfalls. Das ist ein schmerzhafter Prozess, der sich da bis zu seinem Zusammenbruch durch verschiedene Episoden zieht.

Wie war Dein erster Eindruck von dem Stück?

Zunächst fragte ich mich, was mir der Autor Alexander Cern eigentlich sagen will. Aber immer mehr erkenne ich, dass dieses Theaterstück ist wie unser Leben: es hat zerbrechliche Momente, aber auch Momente des Erstarkens. Cern gelingt das, was Kunst ausmacht: Kunst muss mich berühren können. Und solche berührenden Momente gibt es sehr viele in »Johannes über dem Jordan«. Diese Momente werden noch verstärkt durch die Musik, dadurch gibt es noch eine weitere Ebene des Ausdrucks.

Laura und Andreas – oder auch Éla und Kāvṓd, ich wünsche Euch zur Premiere toi toi toi!

»Johannes über dem Jordan« von Alexander Cern mit Mareike Bremer, Laura Störmer und Andreas Schönenberger als Schauspieler:innen, mit Bernd Eberhardt am Klavier und mit Mitgliedern der Göttinger Stadtkantorei ist erstmals am Freitag, den 1. Juli um 19 Uhr in der St. Johanniskirche zu sehen. Nach der zweiten Aufführung am 2. Juli, ebenfalls um 19 Uhr, gibt es noch ein „Gespräch in der Kulisse“. Pastor Gerhard Schridde wird sich mit Sandra Hinz (Verwaltungsdirektorin Deutsches Theater Göttingen) und Judith Kara (Ballettschule art la danse) über ihre Eindrücke von dem Abend unterhalten.

Eine dritte Aufführung gibt es am Sonntag, den 3. Juli um 17 Uhr.

Tickets gibt es hier im Ticketshop des Kulturbüros sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen.

Weitere Informationen auf www.jordantheater.de

Zu dem Stück gibt es noch weitere Interviews mit Bernd Eberhardt und mit Mareike Bremer.

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