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Johanniskirche

Premiere von »Johannes über dem Jordan« am 1. Juli

Es ist nicht das erste Mal, dass in Göttingen beim Stichwort „Musiktheater“ Dein Name auftaucht. Ich denke zum Beispiel an das Tanzprojekt „Verdi Requiem“ oder die Taschenoper „Fidelio“. Hast Du eine besondere Beziehung zu diesem Genre?

Nein, das kann man so nicht sagen. In meiner Jugend habe ich mich überhaupt nicht für Musiktheater begeistert, das kam erst im Studium.

Es ist eher meinem Bestreben zu schulden, dass ich immer wieder Kontakt mit anderen Partnern suche. Das ist für mich als Musiker ganz essentiell. Dazu kommt, dass „Johannes über dem Jordan“ wunderbar in das neue Konzept für die St. Johanniskirche als Kultur- und Bürgerkirche passt. Eine solch große Produktion, sozusagen im eigenen Haus – da kann ich sehr gut meine Erfahrungen früherer Projekte einbringen.

Als Kirchenmusiker ist die Beschäftigung mit Musiktheater sicher nicht mein Schwerpunkt. Aber wenn es passt wie bei dieser Produktion, freue ich mich sehr.

Wie ist diese Gemeinschaftsproduktion zustande gekommen?

Mit Alexander Cern hatte ich erstmals bei der Opernproduktion zum Fidelio zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit war sehr fruchtbar. Seine große Kompetenz ist einfach phänomenal. Und das nicht nur in allen Theaterfragen, sondern auch in theologischen und historischen Dingen. 

Johannes über dem Jordan ist durchaus ein anspruchsvolles Stück. Aber auch wenn man als Zuhörer:in nicht alle Zitate versteht: hier wird die Sprache der Menschheit gesprochen. Hier wird nicht nur Dogmatik geredet. Es geht um die Kernfragen nach der Organisation menschlichen Zusammenlebens: Was braucht der Mensch? Was bietet Gott uns an? Das ist die Quintessenz des Stückes.

Bei dem ersten Lesen von »Johannes über dem Jordan« hatte ich wahnsinnig viele Assoziationen. Ich bin mir sicher, dass es den meisten Zuschauer:innen auch so geht. Ich wünsche dem Stück, dass es gut angenommen wird und es zum Denken anregt. 

Welche Rolle spielt die Musik in »Johannes über dem Jordan«?

Schon der Text steckt voller Zitate und Anspielungen. Das setzt sich in den musikalischen Beiträgen fort. Es ist kein Zufall, dass gleich mehrere Stücke aus Bachs h-Moll-Messe gesungen werden. Die Musik von Johann Sebastian Bach ist so wahr! Und die wichtigen Botschaften im Theaterstück brauchen auch wichtige Zitate aus der Musik. 

Letztlich ist das auch die Hauptaufgabe der Kirchenmusik, nämlich die Inhalte und Botschaft zu transportieren.

Es sind aber auch eigene Kompositionen von Dir in dem Stück.

Ja, das stimmt. Ich bin ein besonders kreativer Mensch, ich möchte meine Gedanken in Musik umsetzen. Bei den kleinen Kompositionen von mir geht es vor allem um bestimmte Klangeffekte, die erzeugt werden sollen.

Wie kann man den Zusatz „interaktiv“ verstehen?

Das sind nur kurze Augenblicke im Stück, in denen das Publikum direkt angesprochen wird. Aber sie sind wichtig. Denn es geht ja um uns! Durch die direkte Ansprache werden wir zum Agieren aufgefordert. Es geht um unser gemeinsames verantwortliches Zusammenleben. Das ist auch eine Aufgabe der Kirche. 

Vielen Dank für das Gespräch!

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