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WP Fahrenberg

Manche Redaktionen gäben Karikaturisten seit Monaten überwiegend Corona-Themen vor. Die Zeichner müssten sich dann binnen Tagesfrist etwas Neues einfallen lassen, erläuterte Fahrenberg das Dilemma. So trete thematisch zu viel hinter der Beschäftigung mit dem Corona-Virus zurück - etwa der Trumpismus in den USA, Flüchtlinge im Mittelmeer oder der Klimawandel. "An diesen Themen lassen sich die himmelschreienden Widersprüche, in die wir als Bürger, aber eben auch die Politiker verstrickt sind, viel besser zeigen", betonte Fahrenberg. Als Künstler gehe es Karikaturisten nie nur um billige Scherze. Ihr Anspruch sei es, mit möglichst vielschichtigen Pointen das Zeitgeschehen zu erfassen, zu kritisieren und zur Aufklärung beizutragen. "Im besten Fall sind die Witze so treffend, dass der Betrachter noch nach Jahrzehnten sagt: Ach ja, so war das damals."

Die freien komischen Künstler, die etwa in der Titanic publizieren, hätten es dagegen leichter, das Pandemiegeschehen originell und humorvoll zu verarbeiten. Die Breitenmedien zögen die Grenzen des guten Geschmacks oft enger. „Ironie und Hintersinn sind natürlich auch hier möglich. In jedem Fall ist Humor immer harte Arbeit.“ Schon immer hätten sich die klügsten und am weitesten vorausschauenden Köpfe dieses Mittels bedient. Karikaturen schafften sehr schnell Zugänge zu komplizierten Zusammenhängen, wie es Texte nicht können. Im besten Fall sei Humor ein gesellschaftliches Kampfmittel zur Verbesserung des Menschen. Daher hofft Fahrenberg, dass komische Künstler nicht aufhören, auch der Pandemie komische Seiten abzugewinnen. „Wenn wir nicht auch mal lachen können, worüber wir sonst nur weinen, läuft was falsch.“

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