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KUNST-Gala

„Wir haben lange gewartet und alles versucht, damit die Gala in irgendeiner Form stattfinden kann – die Plakate hängen ja schon überall – aber gestern mussten wir die bittere Entscheidung treffen, die Gala endgültig abzusagen!“ erklärte KUNST-Vorstand Nils König für den Verein. 

Nach der aktuellen Corona-Verordnung gelten die Verbote für Indoor-Kulturveranstaltungen mit Publikum bis 30. Mai. „Wir hatten auf das Sonderprogramm des Landes für einige Städte gehofft, was für Göttingen auch immer noch in Kooperation mit der Universitätsmedizin geplant ist, allerdings hat sich die Genehmigung verzögert, so dass der Beginn – wenn denn das Sonderprogramm kommt - frühestens Mitte Juni sein wird. Damit war klar, dass die Gala im DT am 29./30.5. nicht mit Publikum stattfinden kann.“ begründete Willi Arnold vom KUNST-Vorstand die Absage.

Natürlich wurde daraufhin geprüft, ob die Gala im DT durchgeführt und dann live im Internet gestreamt werden kann. Auch das hat sich wegen der großen Zahl der Künstler:innen, die unter entsprechenden Hygiene-Auflagen für die Proben am Samstag und die Auftritte am Samstag und Sonntag ohne gegenseitige Kontakte durch das Haus mit Garderoben und Bühne „geschleust“ werden müssten, als undurchführbar erwiesen.

Eine Verschiebung des Termins ist leider auch nicht möglich, da das DT schon so viele Termine verloren und dazu viele ins 2. Halbjahr verschoben hat und außerdem noch die Händelfestspiele im September Termine besetzen, so dass das DT bis Ende des Jahres ausgebucht ist.

Auch ein anderer Veranstaltungsort wurde geprüft; jedoch wären die Kosten für Bühnenbau, Tontechnik und Licht sowie Personal so hoch, dass kein Erlös zu erwirtschaften wäre und damit das Ziel der Gala, aus dem Erlös Kulturprojekte zu fördern, verfehlt würde.

Es ist wirklich sehr traurig und frustrierend, die Gala ganz absagen zu müssen, zumal die Künstler:innen viel Arbeit und Mühe in die Auftrittsvorbereitungen gesteckt haben“ bedauerte Anne Moldenhauer, ebenfalls Vorstandsmitglied bei KUNST.

Das von einer Jury zusammengestellte Programm hätte 10 Auftritte mit Tanz, Theater und unterschiedlichsten Musikdarbietungen umfasst. Ein Brass-Quintett des GSO, das Klassik-Duo Reedolin mit Toni Säckl und Henning Vater, eine aus den Soloselbstständigen Künstler*innen Christiane Eiben, Tosha, Hans Kaul, Fred Kerkmann und anderen zusammengesetzte Band “Make Some Neu´s”,und die “real” Blues Brothers Tim und Peter Funk wären aufgetreten. Der Tanz sollte mit einer sehr aufwendigen Choreographie der Göttinger Ballettschule art la danse, der Hooptänzerin Lucia Lovelyloops und der Kathak-Tänzerin Jyotika Dayal vertreten sein. Das Deutsche Theater und das Junge Theater hätten jeweils einen Ausschnitt aus musikalischen Produktionen ihrer Häuser gezeigt und das Impro-Theater-Duo “Die Stereotypen” mit Nele Kießling sollten das Programm abrunden. Auch sollten kurze Videos gezeigt werden, die von soloselbstständigen Kunstschaffenden im Rahmen der von KUNST aus Bürger*innen-Spenden finanzierten Corona-Soforthilfe-Projekte entstanden sind.

Wir versuchen nun, die Künstler:innen aus dem vom Verein KUNST initiierten Corona-Hilfsprogramm für Soloselbstständige, dass aus Spenden der Göttinger BürgerInnen finanziert wird, zu unterstützen“, erläuterte Inge Mathes vom KUNST-Vorstand. So soll die Mühe und Arbeit, die in die Vorbereitung der geplanten Auftritte investiert wurde, ein wenig entlohnt werden.

Damit dennoch die sonst aus den Gala-Erlösen finanzierte Förderung von Kulturprojekten in Göttingen in diesem Jahr stattfinden kann, fragen wir derzeit die Sponsoren der KUNST-Gala ab, ob sie dennoch ihre geplante Unterstützung in Form einer Spende aufrecht erhalten“, erklärte Nils König. Dann könnten zusammen mit der vom Rat der Stadt auf Initiative der SPD beschlossenen Ausfallbürgschaft für die KUNST-Gala dennoch etwa 15.000 Euro für die Projektförderung bereitgestellt werden.

Förderanträge können noch bis zum 28.Mai 2021 an den Verein KUNST, Herzberger Landstr. 4, 37085 Göttingen, gestellt werden.

Der Verein KUNST e.V. fördert mit den Erlösen der KUNST-Gala 2021 Göttinger Kulturprojekte aller Art, die in Corona-Zeiten möglich sind. Es sind alle Kunstformen zugelassen: Theater, Musik, Tanz, Performance, Film, bildende Kunst oder auch Aktionen. „Der Kreativität sollen keine Grenzen gesetzt sein“, betonte der KUNST-Vorstand. Natürlich sind auch Kooperationen von verschiedenen Gruppen oder Kultureinrichtungen möglich.

Antragsteller können alle Kultureinrichtungen, Schulen sowie Gruppen, Initiativen oder Vereine, die gemeinnützig sind oder gemeinnützige Partner haben, sein.

Die Anträge müssen eine Projektbeschreibung und eine Gesamtkosten- und Einnahmeaufstellung enthalten, die die bei KUNST beantragte Fördersumme enthält. Eine Doppelförderung von KUNST und aus dem so genannten städtischen „Sammeltopf“ sowie durch Stiftungen für das gleiche Projekt ist möglich. Die maximale Fördersumme beträgt 2000 Euro.

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