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Händel-Festspiele

Produktionsleiterin und Inspizientin Tilla Foljanty begrüßt freundlich jeden Neuankömmling, Laurence Cummings entsteigt winkend dem Wagen, und Jochen Schäfsmeier, geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, hat es sich nicht nehmen lassen, mit dem Fahrrad anzureisen – absolut pünktlich und äußerst fröhlich. Die Stimmung an diesem Montagvormittag ist schon fast ausgelassen; lediglich FFP2-Masken und respektvoller Abstand dokumentieren die besonderen Umstände der diesjährigen Festspiele.

Optimismus hinsichtlich eines runden und gesunden Produktionsverlaufs ist indes absolut angebracht – dank der freundlichen Unterstützung der Universitätsmedizin. So liegt die Herausforderung für Ensemble und Künstlerisches Leitungsteam weit eher in der besonderen, historischen Verantwortung, und auf die weist Schäfsmeiers Vorgänger Tobias Wolff hin: Mit Rodelinda nahm 1920 von Göttingen aus die Händel-Renaissance ihren Anfang. Hundert Jahre (und 475 Tage) später diesen Stoff erneut aufzugreifen, erfordert gleichermaßen Mut und Sensibilität.

Darum ist das Projekt bei Dorian Dreher (Regie) und Hsuan Huang (Bühnen- und Kostümbild), den Gewinnern des dafür ausgelobten Regieteamwettbewerbs, in besten Händen. Beide erläutern den gemeinsamen Ansatz, der unterschiedliche Epochen miteinander in Beziehung setzt: die entstehungsgeschichtliche des Stoffes, die das Revolutionäre der Oper offenbart, die den Fokus auf innere Bewegtheit setzt, gerade dadurch äußere Bewegung erzeugt – und damit hervorragend zu den künstlerischen Bewegungen des eingehenden 20. Jahrhunderts passt, vorrangig zum Expressionismus.

Kein Wunder, dass die Werke Max Ernsts eine große Rolle für Bühnen- und Kostümbild gespielt haben. Die behagliche Wohnzimmeratmosphäre, die durch Sofa und Kamin aufkommen mag, ist trügerisch: Dieser Raum ist ein Reagenzglas, in dem die aufeinandertreffenden, grundverschiedenen Lebens- und Gesellschaftsentwürfe ein hochexplosives Gemisch bilden.  Eine Ausgangslage mit hohem Aktualitätsbezug; man darf also gespannt sein, was sich daraus bis zur Premiere am 09.09.2021 entwickelt.

Neben der Probebühne steht ein Raum für Einzelproben und Sprachcoachings zur Verfügung. Bis zum Beginn der Proben mit dem FestspielOrchester Göttingen werden die Sänger:innen durch zwei Korrepetitoren vom Cembalo aus musikalisch unterstützt. Sie alle freuen sich, wieder vor Ort zu sein; mit dabei einige bekannte Gesichter vergangener Festspiele: So wurde etwa mit Anna Dennis in der Titelpartie ein hochwertiger Ersatz für Christina Gansch gefunden.

Die Int. Händel-Festspiele Göttingen 2021 finden vom 9. bis zum 19. September statt. Einige der Veranstaltungen sind bereits ausverkauft, so auch die Rodelinda-Vorstellung am 11. September; für die übrigen können noch Tickets erworben werden: hier über den Kulturkalender des Kulturbüros, unter www.hndl.de  sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen des Göttinger Tageblattes und der Tourist-Information am Markt.

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