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Junges Theater

Schon im vergangenen Theatersommer hatte das JT-Team seine Spielzeit mit der Hofbühne bis in die Ferien hinein verlängert. Unter Corona-Sicherheitsauflagen fanden dort mehr Zuschauer Platz als im Saal. Auf die entsprechende Resonanz setzt Nico Dietrich auch in diesem Jahr, denn die rückläufigen Zuschauerzahlen, die bundesweit in der Theaterszene registriert wurden, muss auch das Junge Theater bilanzieren. Die wirtschaftliche Situation, so Dietrich, werde sich verschärfen, wenn jetzt das Kurzarbeitergeld aufläuft und der Mindestlohn angehoben wird. Er verweist auch auf die Einnahmeverluste, die das JT an seiner Interimsbühne weiterhin schultern muss, weil dort weniger Zuschauerplätze zur Verfügung stehen als im Otfried-Müller-Haus, dessen Sanierung sich weiterhin verzögert.

Nicht nur mit dem Sommerprogramm, sondern insgesamt hat das JT seinen Spielplan mobiler ausgerichtet. Von einer ganzen Reihe erfolgreicher Abstecher in die Region berichtet der JT-Intendant und von Bühnen mit mehr Zuschauerkapazitäten wie zum Beispiel der Northeimer Stadthalle, wo die Theatermacher zuletzt mit der Musikshow »Dirty old Town« von 500 Besucher:innen gefeiert wurden. Die Open-Air-Kulisse mit der Hofbühne bietet immerhin 150 Plätze für die Revue über den Erzkomödianten Heinz Ehrhardt, den diebischen Räuber Hotzenplotz und das turbulente Spektakel zur Jahreshautversammlung eines Tennisvereins. Dietrich kündigt eine irrwitzige Komödie an, in der sich die Vereinsmitglieder um die Anschaffung eines neuen Grills streiten. Der Vorschlag für Clubmitglied Erol, einen eigenen Grill anzuschaffen, damit er als gläubiger Muslim nicht mit gebratenem Schweinefleisch konfrontiert wird, findet allerdings nicht nur Zustimmung. Die vermeintlichen Gutmenschen empören sich über die Alltagsrassismen, Vorurteile machen die Runde und auch alte Feindschaften zwischen den Clubmitgliedern finden wieder neue Nahrung, so dass die geplante »Extrawurst« schließlich platzt. Ob zu den Vorstellungen ein Grill aufgebaut wird, um das Publikum auch kulinarisch zu versorgen, steht noch nicht fest. Nico Dietrich kündigt allerdings einen Schiedsrichterstuhl für das komödiantische Match um einen Grill an, an dem sich die Kleinbürgergemüter bei sommerlicher Wetterlage entzünden. Bei Regen wird die komödiantische »Extrawurst« natürlich auch gebraten. Dann allerdings im Saal.

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