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Museum Friedland / Uni Göttingen

„Kunst ist für uns Prozess und Produkt kreativen Schaffens“, sagte die Leiterin der Restaurierungswerkstatt an der Universitätsbibliothek, Cornelia Ripplinger. Dort können Besucher am Sonntag zwischen 13 und 16 Uhr erfahren, welche konservatorischen Arbeiten für die Präsentation einer Ausstellung notwendig sind.

Bereits ab 11.15 Uhr erläutert die Restauratorin in der Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, Jorun Ruppel, wie originalgetreue Kopien hergestellt werden können, ohne das Original zu berühren. „Die durch einen Brand beschädigte Büste des Philosophen Sokrates ist so zerbrechlich, dass wir sie nicht wie geplant im zukünftigen Forum Wissen präsentieren können,“ sagte Ruppel. Ihr Vortrag findet im Archäologischen Institut der Universität statt.

Am II. Physikalischen Institut nehmen Forschende von 11 bis 16 Uhr Gegenstände aller Art entgegen und analysieren der Beschaffenheit. Münzen, Porzellan, Schmuck oder andere Objekte würden mit energiereichen Wasserstoffionen bestrahlt, hieß es. Die damit erzeugte Röntgenstrahlung werde gemessen und gebe Aufschluss über die genaue Zusammensetzung des Gegenstandes.

Im Museum Friedland berichten Zeitzeugen zwischen 10 und 18 Uhr von ihren Erinnerungen im benachbarten Grenzdurchgangslager und vor allem vom Leben in den sogenannten Nissenhütten. In diesen Wellblechhütten, benannt nach ihrem Erfinder, dem kanadischen Ingenieur und Offizier Peter Norman Nissen, fanden Flüchtlinge und Schutzsuchende nach Ende des Zweiten Weltkriegs zunächst Unterkunft. „Ihre Berichte sind grundlegend für die Neugestaltung der Notunterkünfte als Erinnerungsort,“ sagte Museums-Restauratorin Ewa Kruppa.

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