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GSO

Die Lokhalle präsentierte sich mit weißen (schneebedeckten) Tannenbäumen und roten Lichteffekten, ein Gabentisch war aufgebaut – und der Nussknacker, der schon bei dem letzten YouTube-Konzert zum Einsatz gekommen war, stand auf dem Tisch.

Star des Abends aber war neben dem Orchester und seinem Leiter Nicholas Milton die Sängerin Sophia Euskirchen. Sie konnte für diesen Part gewonnen werden, nachdem eine Anreise der ursprünglich geplanten britischen Sängerin Mary Carewe nicht möglich war. Aber Sophia Euskirchen war keineswegs ein Ersatz: das Programm war ihr wie auf den Leib geschnitten: die in Berlin im Fach Musical/Show ausgebildete Sängerin hat die vielen so bekannten Weihnachtslieder voller Emotionen vorgetragen – und das in einer Vielfalt im Ausdruck, dass es eine wahre Wonne war. Ob Dramatik, Freude pur, Verzweiflung – das war so direkt und ehrlich, so gekonnt, dass der Funke aus der Lokhalle sofort auf das Publikum vor den Bildschirmen übersprang.

Das lag aber auch an der Spielfreude der Orchestermusiker:innen. Es hat großen Spaß gemacht, zuzusehen und zuzuhören. Schon beim Eröffnungs-Medley „A Christmas Festival“, aber erst recht beim ersten Song „It’s Beginning to Look A Lot Like Christmas“. Nicht nur Sophia Euskirchen sprühte vor Vorfreude, auch zum Beispiel Holger Michalski, hier an einem E-Bass. Ausgelassene Fröhlichkeit („Winter Wonderland“) und große Emotion („Little Drummer Boy“) wechselten sich ab. Und gerade bei dem kleinen Trommler konnte man fast mitheulen, so anrührend hat Sophia Euskirchen diesen so oft gecoverten Song vorgetragen. Selbst beim Schreiben dieser Zeilen bekommt man Gänsehaut!

Wie ausgewechselt strahlt die Sängerin bei „Santa Claus Is Coming to Town“ Zuversicht aus. Weibliche Raffinesse legte sie in „Santa Baby“ an den Tag – und das viel schöner als Madonna, die diesen Song 1987 sehr erfolgreich coverte.

Bei Leroy Andersons Schlittenfahrt war das Orchester wieder voll in seinem Element, vor allem konnte das gesamte Team am Schlagwerk glänzen. Ob Natalia Scholz am ersten Pult als Konzertmeisterin, die Blechbläser, die Holzbläser und der gesamte Streicherapparat – allen war die Freude am Spielen anzumerken. Bei vielen Musiker:innen konnte man das Lächeln auf den Lippen erkennen, über die Musik konnte man es die ganze Zeit über spüren. So auch bei „The Christmas Song“: Stars wie Frank Sinatra, Bob Dylan, Ella Fitzgerald, Connie Francis und Andy Williams bis hin zu Celine Dion und Michael Bublé haben diesen Song gesungen – und eben an diesem Abend Sophia Euskirchen. Nach so viel Gefühl wirkt Euskirchen wie ausgewechselt mit großer Leichtigkeit bei „Let it Snow!“.

Ein Schlager jagte den nächsten, es war wirklich eine große Freude. Immer wieder auch auf den Gesichtern der Musiker:innen. Fehlen durfte natürlich nicht „I’m Dreaming of a White Christmas, die bislang meistverkaufte Single weltweit. Sophia Euskirchen sang mit so viel Gefühlt und großen Emotionen, so wunderschön – da kamen auch fast Holger Michalski am E-Bass fast die Tränen.

Richtigen Big Band Sound brachten die Posaunen und Trompeten in „The Man With a Bag“ auf die Bühne. Hier wirkte Sophia Euskirhcen wie eine Berline Göre auf dem Broadway, außer Rand und Band – es war die reinste Freude.

Das Konzert klang eher leise und mit Gefühl aus: „Have Yourself a Merry Little Christmas“ – mit diesem Wunsch verabschiedete sich die Sängerin aus der Lokhalle. Dieser Gesang macht glücklich!

Und so konnte das Göttinger Symphonieorchester in Eilenbergs:“Petersburger Schlittenfahrt“ fröhlich den Abschluss bilden. Das Orchester, vor allem das Schlagwerk, aber auch Nicholas Milton waren voll in ihrem Element.

Nach 40 Minuten war Schluss. Aber im Gegensatz zum Konzertsaal kann man bei YouTube einfach das Ganze noch einmal abspielen. Es lohnt sich!

 Das Weihnachtskonzert des Göttinger Symphonieorchesters ist hier nachzuhören auf YouTube.
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