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Händel-Festspiele

Unter dem Händel goes Tango verschmelzen die Arien aus der Oper Il pastor fido mit den melodischen und rhythmischen Verwerfungen, die im Tango immer an eine wilde zerklüftete musikalische Landschaft denken lassen und an die Zerbrechlichkeit von Emotionen im leidenschaftlichen Aufruhr, die sich auch im Tanz offenbaren. Das Programmheft verweist auf den Prolog, den Händel dieser Oper hinzufügte, wo auch der Tanz als Ausdruck leidenschaftlicher Liebe gerühmt wird, bevor das musikalische Drama um einen verliebten Schäfer, launige Musen und Götter seinen Lauf nimmt. An diesem Abend tanzen die Instrumente, auch der musikalische Prolog des Glorvigen Trio mit der Komposition El Marne von Edoardo Arolas an eine symphonische Dichtung denken lässt, die sich zunächst wie eine Elegie entfaltet und heftige Gefühlsstürme beschwört, die Geige, Bandoneon und Kontrabass so leidenschaftlich virtuos zum Klingen bringen. 

Vier Arien sind in den Tango-Kosmos von Julio Caro, Astor Piazzolla und die zeitgenössischen Tango-Fantasien von Per Arne Glovigen und Sverre Indris Joner, in denen Sopranistin Susanna den Aufruhr der Emotionen in Händels Oper pulsieren lässt. In den sehnsüchtigen Seufzern, der Erwartung von Glück und dem Abschiedsschmerz verweilt die Stimme immer wieder in den Farben der Melancholie. Auch etwas Schwermütiges bergen die beiden Arien, die das Glorvigen-Trio mit rhythmischen und melodischen Akzenten für den Kampf mit den Emotionen aufraut und dann umso leidenschaftlicher anmuten, wenn sie mit Astor Piazzollas „Coral“ in Beziehung gesetzt werden, einer expressiven Klanglandschaft von Sverre Indris Joner oder Per Arne Glovigens berührender Widmung Valeria für ein ertrunkenes Mädchen. Stürmisch, bewegend und kämpferisch umarmen die drei Musiker ihr Publikum mit weiteren Kompositionen von Astor Piazzolla. Und wieder kontrastieren sie die rhythmischen und melodischen Energieströme mit den Momenten von Andacht, in denen die Instrumente zart flüstern und ein schlichter Ton seine wunderbare Wärme wie entfalten kann, bevor er davon zu gleiten scheint und ein neuer Tanz beginnt, der Herz und Schmerz und Leidenschaft beschwört.

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