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Händel-Festspiele

Das Werk handelt von dem Edelmut Alexanders des Großen gegenüber dem wiederholt besiegten König Poro von Pauravan in Indien. Im Fokus der Oper steht aber mehr der König von Indien als Alexander. Und wie sollte es anders sein: Ein dichtes Beziehungsgeflecht der Akteure, Liebe, Verzweiflung und Hoffnung gehören zu den Zutaten der Handlung.

Tadashi Endo und Stefan Kordes haben versucht, diesen Mix in Musik und Butoh-Tanz auszudrücken.

Im Vorwort des Programmheftes wurden „einige der schönsten Stücke aus der Oper Poro“ versprochen. Auch wenn sich diese Stücke aus der Oper auf die Ouvertüre, die Arie Spirto amato und den Schlusschor beschränkten, gab es einen faszinierenden Mix aus musikalischen und tänzerischen Ausdrucksformen. Stefan Kordes spielte an der großen Ott-Schmidt-Orgel, an der kleinen italienischen Orgel sowie am Flügel Werke von der Renaissance (Frescobaldi) bis zur Gegenwart (Philip Glass, *1937). Es gab strenge Toccaten und eher experimentelle Klänge, festliche Orgelklänge und leise Zwischentöne zu hören. Dazu brachte Tadashi Endo eine große Vielfalt an Emotionen auf die Tanzfläche im Altarraum der Jacobikirche. 

Zu den festlichen Klängen der Ouvertüre steht ein stolzer König auf der Bühne. Der Stolz weicht einer Verzweiflung, die sich aber bei „Spirto amato“ in Hoffnung verwandelt. Tadashi Endo versteht es, mit kleinen Bewegungen und großer Körperbeherrschung diese Gefühlsvielfalt darzustellen. 

Auch die Lichtregie geht auf die Emotionen ein. Nach großer Einsamkeit (zu Musik von Olivier Messiaen) kommt zum Schlusschor eine Erlösung und mit ihr die Erleuchtung auf: die große Orgel in St. Jacobi erstrahlt im hellen Licht.

Nach den letzten Tönen ist zunächst Stille in der Kirche, erst dann beginnt langer Applaus in der gut gefüllten Jacobikirche. Das zeigt, wie Kordes und Endo mit ihrer kunstvoll verwobenen Kombination von Musik und Butoh-Tanz die Menschen berührt hat.

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