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Händel-Festspiele

Eigentlich sollte das Projekt live und auf der Bühne stattfinden. Weil das nicht ging, wurde gemeinsam mit Juri Tetzlaff eine Fassung als Film produziert. Das Ergebnis ist sowohl eine Dokumentation der Entstehung als auch ein großartiges künstlerisches Zeugnis der Arbeit. Viele der mitwirkenden Jugendlichen hatten zuvor wenig bis keine Erfahrung mit einem Oratorium oder mit Barockmusik. Und auch das Vertanzen von Kirchenmusik war für die jungen Tänzerinnen neu. Offen sprechen sie in dem Film ihre ersten Eindrücke oder gar Bedenken an. Und auch Chorleiter Michael Krause und Tanzlehrerin Judith Kara berichten von den Herausforderungen, die natürlich in der Zeit der Kontaktbeschränkungen, des Abstandhalten und der Zwangspause für Chöre noch ganz besondere waren.

Innerhalb von nur wenigen Wochen ist es aber Michael Krause gelungen, zehn Chorsätze aus Händels Meisterwerk mit seinen Sänger:innen einzustudieren: zunächst jede:r für sich zu Hause, später in der Corvinuskirche mit den entsprechenden Abständen. Die Orchestermusik wurde aus London vom London Handel Orchestra und Laurence Cummings geliefert. Es wurde also Playback musiziert.

Für die Tanzszenen wurde das gesamte Gestühl aus der Kirche geräumt. So bot der Kirchenraum eine fantastische Kulisse, der Stuttgarter Architekt Erwin Rohrberg hatte mit seinen Plänen für den lichtdurchfluteten Kirchraum (eingeweiht 1967) seinen Anteil am Dancing Messiah.

Das Ergebnis ist nicht nur ein Dokument der Entstehung, sondern auch musikalisch und optisch ein Hochgenuss. Michael Krause ist es gelungen, einen typischen Händel-Sound zu erzeugen. Die Chorist:innen (die die deutschsprachige Fassung gesungen haben) folgten mühelos dem zügigen Tempo der Einspielung aus London. Und die Tänzerinnen von Art la danse gestalteten die Episoden aus dem Leben Jesu emotional und anrührend. 

Zwischendurch erzählte Juri Tetzlaff von der Entstehung der Musik – in seiner gewohnt lockeren und informativen Moderation. Sogar Händel selbst tauchte auf.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser Film nicht nur einmal zu den Festspielen 2021 zu sehen ist, sondern möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht wird. 

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