passend zum Artikel:

Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

kulturbuero plus

Junges Theater

Regisseur Tobias Sosinka und sein Teamgefährte Fred Kerkmann haben sich mit dem JT-Ensemble, Rockband und Bläserformation auf ein ganz besonderes Abenteuer eingelassen. Das Format Lokhalle sprengt natürlich die vertrauten Bühnendimensionen. Aber für ein Wochenende und die Uraufführung der neuen JT-Musikshow war es die ideale Kulisse, in der ein begeistertes Publikum »Dirty Old Town« mit Standing Ovation feierte.

Mit dem Song der Pogues geht es auch gleich auf Spurensuche in dieser dreckigen alten Stadt – und wer am Rande der Industriekulisse gestrandet ist und sich oft einfach ganz weit wegwünscht. Für die Straßenmusiker ist hier nicht viel zu holen, also verschwindet Fred Kerkmann mit Uwe Meile (Keyboards), Sebastian Strzys (Bass) und Christian Villmann (Drum) schon bald hinter dem Fabriktor auf eine Bühne in luftiger Höhenlage. Die Bläserformation kommentiert die Songs in wechselnden Besetzungen unmittelbar neben dem Wohnwagen. Support für Ariane Mihm (Trompete) und Endre Toth (Horn, Trompete) gibt es nicht nur von Geigerin Antonia Selale Schwerthelm, sondern auch vom JT-Ensemble. Wenn Michael Johannes Meyer nicht gerade als Big Boss mit einer Hand voll Euros weitere Kandidaten hinter das Fabriktor lockt oder sich mit Frank Sinatras I did it my way ermutigen muss, kommt sein Horn zum Einsatz. Dorothea Röger powert nicht nur stimmstark mit Bonny Tayler I need a hero, sondern auch mit ihrer Trompete, nachdem sie mit Campingzelt und Reisetasche das Terrain sondert hat. Jan Reinartz und Andreas Krüger, der ebenso wie Klemen Orter als Gast das hoch musikalische JT-Ensemble verstärkt, lagern in ihrem Wohnwagenreservat auch Mundharmonika und Gitarre für ihre Special-Chart-Hits wie Tom Pettys Into the great wide open oder den Rebell Yell von Billy Idol. Mit viel Soul und Leidenschaft in dem Song von Aretha Franklin berauscht Fabienne Baumann die musikalische Stimmung in dieser »Dirty Old Town«, um dann mit Jens Tramsen und Nancy Sinatras Summer wine herbeizusehnen. Für Klemen Orter stemmen die JT-Techniker sogar einen Flügel auf die Bühne. Auch auf den hat Agnes Giese in der Rolle der argwöhnischen Politesse ein waches Auge wie auf all die Typen, die auf ihrem Campingstuhl abhängen und dann Gitarre zu schultern oder Kulisse mit einem satten Trompetensound mal kurz aufmischen. John Denvers Love me again singt Orter wie eine hymnische Beschwörung. Trotzdem bekommt auch der Flügel einen Strafzettel, bevor die resolute Politesse ihre Uniformität mit dem Herz erwärmenden Credo der Band Silly abstreift. „So ne kleine Frau“.

In dieser »Dirty Old Town« kommt es immer wieder zu alltäglichen und besonderen Begegnungen, die von Überlebens- und Befreiungskämpfen erzählen, von Sehnsüchten und Illusionen, wütenden Protesten und sentimentalen Hängern, wie sie sich auch in den 30 Songs spiegeln, die Fred Kerkmann arrangiert hat. Es braucht dazu auch keine klassische Handlung, weil die Bühne zum Treffpunkt wird. Auf dem sind die Figuren mit ihren Ups and Downs in den musikalischen Bildern wie in einem vielstimmigen Panorama geborgen sind, das mit einer fantastischen Lightshow effektvoll in Szene gesetzt wird. Auch dafür wird das JT-Team mit Standing Ovation gefeiert. Es hat die Lokhalle einfach großartig gerockt.

Mehr zu diesem Thema:

Kommentare powered by CComment

plusDas Junge Theater ist PLUS-Partner des Kulturbüro Göttingens. Deshalb können Sie diesen Artikel lesen, ohne ein Abonnement abzuschließen.

passend zum Artikel

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind - und schön, dass Sie dieser Artikel interessiert.

Wussten Sie, dass die Autorinnen und Autoren des Kulturbüros für ihre Arbeit bezahlt werden? Das werden sie - genauso wie die Kolleginnen und Kollegen, die die vielen Termine in den Kulturkalender eintragen.

Vielleicht verstehen Sie, dass wir diese Inhalte nicht allen kostenlos zugänglich machen können. Wir sind auf bezahlte Zugänge (Abonnements) angewiesen - eigentlich wie alle, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, für ihre Angebote Geld verlangen müssen.

Wenn Sie ein solches Abonnement (nur 5 Euro im Monat oder 50 Euro pro Jahr) abschließen möchten, brauchen Sie nur

hier

zu klicken. Alternativ können Sie für nur 1,20 Euro einen Tageszugang einrichten, um diesen Artikel ganz zu lesen.

Vielen Dank!

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.