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Händel-Festspiele

Für eine wahrhaft königliche Performance kann die Comedy-Company auf den musikalischen Support von Countertenor Zvi Emanuel-Marial vertrauen. Schließlich möchte auch das Publikum unter dem Motto Händel goes impro nicht auf die vielen schönen Arien verzichten, für die der barocke Meister es auf ein Festivaljubiläum von 101 Jahren brachte, um auch ein bisschen in Koloraturen, melodischen Höhenflügen und Emotionen zu schwelgen. Allerdings muss es natürlich in alter Comedy-Compay-Tradition seinen Anteil zum Gelingen dieser Giulio Cesare Performance beitragen, die sich jetzt in abenteuerlichem Tempo in eine Volksoper verwandelt.

Stefan Graen als Regisseur eines hochdramatischen Spektakels hat große Visionen. Ägypten befindet sich letzt am Leineufer, auf der Eiswiese prunken die Pyramiden und im Neuen Rathaus residiert der finstere Phararo Ptolemäus, der nicht nur den römischen Imperator für sich einnehmen möchte, sondern auch die königliche römische Witwe Cornelia und ihren Sohn Sextus. Julius Caesar ist nicht sonderlich begeistert, dass ihm als Begrüßungsgeschenk der Kopf seines Gegners kredenzt wird. Dann ist natürlich das Publikum aufgefordert, über ein angemessenes Präsent zu sinnieren. Es muss sich auch kreativ der Frage stellen, welche verführerischen Lockmittel Cleopatra einsetzen könnte, während sie ausgiebig in Eselsmilch badet, damit Michael Zalejski am Klavier den passenden Groove für eine Modelleisenbahn anstimmen kann: „Damit kriegt sie Caesar rum.“

Für die entscheidende Schlacht müssen passable Heerführer rekrutiert werden, Diener und Helfershelfer auf beiden Seiten in die Volksopernfassung verwickelt werden. Dann sind Lars Wätzold als Regieassistent und Katrin Richter als dramaturgische Allrounderin umso mehr gefordert, um das Figurenpanorama mit Kriegern, Überläufern und tödlich verwundeten Verrätern angemessen auszuspielen. Rätsel um magische Siegelringe wollen mit stummen Gestern ergründet werden, und auch der emotionale Aufruhr, um Wut und Hass, Machtgier, Leidenschaften und Liebesschwüre in Händels musikalischen Drama, bis nach einem gewaltigen Spektakel das erhoffte Happy-End endlich eintritt. Auch der Volkschor der Zuschauer:innen gibt sein bestes mit Fanfarenrufen und Schützensignalen und genießt diesen launigen Klamauk um Giuilio Cesare als turbulenten Festivalabstecher.

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