passend zum Artikel

Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

kulturbuero plus

GSO

Nein, es sind keine schönen Zeiten. Der Kulturbetrieb wurde allgemein weitgehend heruntergefahren, das Göttinger Symphonieorchester (GSO) hat ebenfalls seinen Betrieb eingestellt. Nur wenige Veranstalter wie die Theater oder der Clavier-Salon halten die Fahne noch aufrecht und spielen weiter.

Am 8. Januar habe ich einen Traum. Das GSO lädt ein zum Neujahrskonzert. Christian Simonis dirigiert – es ist wie früher. Das Orchester ist bestens gelaunt und aufgelegt, Simonis moderiert launig im Dreivierteltakt, das Publikum im ausverkauften Saal ist begeistert. Es erklingen Evergreens wie die Rosen aus dem Süden von Johann Strauss (Sohn) und Schätze wie der Pizzicato Walzer von Carl Millöcker. Bei der Petersburger Schlittenfahrt legt sich der Mann an der Peitsche dermaßen ins Zeug, dass hinterher der Arm schmerzt. Gold und Silber erklingt in den Melodien von Franz Lehár – alles ist wie früher. Was für ein wunderschöner Traum. Dazu haben natürlich alle Musiker:innen beigetragen, hervorzuheben sind jedoch Jaromir Kostka (Cello), Maximilian Sutter (Trompete) und Maximilian Mertens am Schlagwerk, insbesondere an der Peitsche.

Doch dann erklingt plötzlich die Stimme von Nicholas Milton. Er bedankt sich für die wunderbare Interpretation der Musik, die überwiegend aus Wien stammt. Wie Christian Simonis. Ist das doch kein Traum? Doch Milton sagt „das war traumhaft“. Na, sag‘ ich doch. Drei Zugaben darf ich noch weiterträumen – die letzte ist natürlich der Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater). 

Erst als das Licht in der Lokhalle wieder angeht, ist der Traum vorbei. Die Halle erscheint nicht mehr im Glanz von Gold und Silber, wie Simonis vorhin noch festgestellt hat. Aber der der Glanz der Musik bleibt im Kopf. Und bei allen Besucher:innen ist ein Lächeln im Gesicht zu sehen.

Liebes Göttinger Symphonieorchester, lieber Christian Simonis: vielen, vielen Dank für diese traumhafte Entführung. Eine wunderbare Ablenkung in diesen trüben Tagen.

Voller Walzerseligkeit radele ich nach Haus. 

Das nächste Konzert mit dem Göttinger Symphonieorchester findet am 23. Januar um 19.45 Uhr in der Lokhalle statt. Das GSO unter der Leitung von Nicholas Milton begrüßt die junge Geigerin Diana Adamyan als Solistin. Auf dem Programm steht unter anderem das Violinkonzert von Jean Sibelius. Karten gibt es hier im Ticketshop des Kulturbüros sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen.
Mehr zu diesem Thema:

Kommentare powered by CComment

plusDas Göttinger Symphonie Orchester ist PLUS-Partner des Kulturbüro Göttingens. Deshalb können Sie diesen Artikel lesen, ohne ein Abonnement abzuschließen.

passend zum Artikel

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind - und schön, dass Sie dieser Artikel interessiert.

Wussten Sie, dass die Autorinnen und Autoren des Kulturbüros für ihre Arbeit bezahlt werden? Das werden sie - genauso wie die Kolleginnen und Kollegen, die die vielen Termine in den Kulturkalender eintragen.

Vielleicht verstehen Sie, dass wir diese Inhalte nicht allen kostenlos zugänglich machen können. Wir sind auf bezahlte Zugänge (Abonnements) angewiesen - eigentlich wie alle, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, für ihre Angebote Geld verlangen müssen.

Wenn Sie ein solches Abonnement (nur 5 Euro im Monat oder 50 Euro pro Jahr) abschließen möchten, brauchen Sie nur

hier

zu klicken. Alternativ können Sie für nur 1,20 Euro einen Tageszugang einrichten, um diesen Artikel ganz zu lesen.

Vielen Dank!

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.