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„Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt“, zitiert Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller Joseph Haydn. Dieser Komponist der Wiener Klassik steht im Mittelpunkt des Jahresprogramms der nächsten Spielzeit des Göttinger Symphonie Orchesters. „Der Einfluss Haydns vom zunächst kleinen Zirkel am ungarischen Landsitz der Fürsten Esterházy auf dann die großen europäischen Metropolen und alle Komponisten dieser Zeit ist gewaltig“, erläutert Müller diesen Schwerpunkt. „Haydn war stilbildend und hat auch großen Einfluss auf die Form der Sinfonien oder der Instrumentalkonzerte genommen“. Und so ist das Motto der Spielzeit 2015/2016 formuliert: Weltsprache Musik

Und so wird in der kommenden Spielzeit immer wieder der Bezug hergestellt: eine Sinfonie von Joseph Haydn sowie ein Werk späterer Komponisten – eine Gegenüberstellung, die in der Tat ihren Reiz hat. „Dabei ist Haydn durchaus eine Herausforderung für jedes Orchester: man hört einfach alles! Das Orchester wird an dieser Aufgabe weiter reifen“, ist sich Chefdirigent Mueller sicher.

Die Saison wird jedoch mit Johann Sebastian Bach eröffnet: im Serenadenzyklus erklingt am 13. Und 14. September „Die Kunst der Fuge“ in der Fassung für Kammerorchester mit Cembalo und Orgel, eingerichtet von Helmut Bornefeld. Und auch im ersten Promenadenkonzert am 18. September in der Stadthalle fehlt Joseph Haydn auf dem Programmzettel. Unter dem Titel „Mondnacht“ geht es leichtere Muse – und es geht um die junge Violinistin Anne Luisa Kramb, die mit ihren 15 Jahren bereits zu den begabtesten Geigerinnen Europas zählt. Sie wird unter anderem die Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate spielen.

Aber mit Beginn der beiden großen Abonnements-Reihen ist der Name Joseph Haydns in zahlreichen Konzerten zu finden. Gleich zu Beginn steht die Haydn-Ouvertüre in D-Dur dem 4. Klavierkonzert Beethovens mit dem Göttinger Solisten Alexander Schimpf gegenüber.

Bei den zahlreichen verpflichteten Instrumentalsolisten tauchen einige bekannte Göttinger Namen auf. So ist Hinrich Alpers mit César Francks „Symphonischen Variationen für Klavier und Orchester“ im November zu hören, die Konzertmeisterin des GSO Natalie Kundirenko spielt im Februar 2016 das Violinkonzert von Chatschaturjan, Julia Bartha ist im November mit der „Fantasie für Klavier und Orchester“ in der Stadthalle zu Gast und die Violinistin Desirée Ruhstrat präsentiert sich im Dezember mit dem Violinkonzert von Samuel Barber. Im Mai ist der Hornist Felix Klieser zu Gast in der Universitätsaula und spielt Hornkonzerte – natürlich von Joseph Haydn.

Zu diesen berühmten Namen, die ihre Wurzeln in der Region haben und die ihre Heimatstadt nun wieder besuchen, kommen weitere junge Künstlerinnen und Künstler. „Wir sind uns sicher, dass sie ihren Weg gehen werden und hoffen, dass sie uns später einmal etwas von unserer Unterstützung wieder zurückgeben“, hofft Mueller auf einen langfristigen Effekt, wie er ihn zum Beispiel bei Frank Peter Zimmermann erlebt. Dieser dankt die Unterstützung des GSO in seinen jungen Jahren und kommt regelmäßig nach Göttingen, so ist er in der kommenden Saison im Februar zu Gast und spielt das Violinkonzert Nr. 2 von Bartók.

Zwei Sonderkonzerte ragen aus dem Programm heraus: das Konzert zum 10jährigen Bestehen der Stiftung Jugend musiziert im Februar sowie das Konzert „Glaubensfragen“ im März 2016: im Zentrum steht das Oratorium „Sacres service“ des jüdischen Komponisten Ernest Bloch, das gemeinsam mit der Göttinger Stadtkantorei zur Aufführung gebracht wird.

Auch im Deutschen Theater werden wieder Konzerte stattfinden. Es entsteht ein neuer Zyklus mit dem Titel „Kulturelle Begegnungen“: hier werden Musik aus China, Ägypten und Indien Kompositionen aus dem Abendland gegenüber gestellt, er erklingen Instrumente wie das Erhu, das Oud oder die Sitar. Ein Projekt, das spannende Begegnungen verspricht.

Neben den klassischen Abonnementskonzerten gibt es spezielle Angebote für bestimmte Zielgruppen. Mit dem „Pizzicato-Club“ und den Familienkonzerten werden die Kinder angesprochen, in zwei Morgenkonzerten unter dem Motto „Willkommen in Göttingen“ öffnet das Orchester die Stadthalle für Gruppen, die sonst wenig Möglichkeiten für einen Zugang zum Konzerterlebnis haben. Mit dem Angebot für Demenzkranke ist das GSO sogar Vorreiter in ganz Norddeutschland. „Auf den Flügeln der Musik“ bietet das Orchester Konzerte für Menschen mit Demenz und deren Angehörige an. „Da sind viele langjährige Abonnenten unserer Konzerte dabei. Wir haben die Pflicht, diesen Menschen etwas zurückzugeben“, erläutert Mueller die Beweggründe für dieses Projekt.
Und für die Studierenden in Göttingen gibt es nach wie vor das Kulturticket: für 1 Euro können die jungen Menschen die Konzerte besuchen – nachdem sie vorher einen Beitrag an den AStA abgeführt haben, von dem diese Eintrittsgelder finanziert werden. „Die Besucherzahlen der Studenten haben sich vervielfacht“, sagt die Verwaltungsdirektorin Karolin Loh.

Und für alle, die sich nicht so richtig festlegen können oder wollen, gibt es neu das „GSO Flexi Abo“ in der Variante „Mini“, „Maxi“ oder „Jugend“.

Es steht also eine facettenreiche Konzertsaison bevor. Das komplette Programm können Sie in Kürze auf www.gso-online.de und natürlich hier auf den Seiten des Kulturbüros sehen.

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