Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

Mittwoch, 30 Oktober 2013 14:45

Ein Stück Neujahr am Mittag

geschrieben von
Das Göttinger Symphonie Orchester mit Christoph Mathias Mueller Das Göttinger Symphonie Orchester mit Christoph Mathias Mueller © Wortmann

"Eine kleine Mittagsmusik" in der St. Johanniskirche

Die Zeitumstellung ist gerade erfolgt. In der zweiten Mittagsmusik des Göttinger Symphonie Orchesters wurden die Uhren allerdings deutlich vorgestellt: mit dem Thema "Donauwellen" wurde ein Hauch von Neujahrskonzert in der Johanniskirche präsentiert.

Der Aschenbrödel-Walzer von Johann Strauß verbreitete sofort gute Stimmung in der gut besetzten Kirche. Das lag nicht nur an der Musik, sondern auch an ihrer Wiedergabe: das Orchester mit dem zweiten Konzertmeister Wojtek Bolimowski am ersten Pult war sicht- und hörbar gut aufgelegt und hatte selber viel Spaß beim Musizieren.

"Der verzauberte See" des russischen Komponisten Anatolij Ljadow (1855-1914) ist ein stimmungsvolles Klanggemälde. Müller entlockte der Musik eine Naturnähe, so dass man den See mit seiner Ruhe geradezu vor sich sah: die Wasseroberfläche kräuselte sich, Vogelstimmen erklangen - man vergaß fast, dass es die Instrumentalisten waren, die diese Effekte hervorgezaubert haben. Ein schönes Kleinod in der Musikgeschichte, zuletzt wurde es in Göttingen von der Akademischen Orchestervereinigung im Jahr 2009 aufgeführt.

Im Mittelpunkt und als Namensgeber des Konzertes stand der Walzer "An der schönen blauen Donau". Es ist die Hymne für den Jahreswechsel in Wien schlechthin. Jetzt aber war es Mittags im Herbst in Göttingen. Die knapp zehn Minuten Entführung in die Walzerstadt war aber sehr willkommen und mit dem nötigen "Swing im Bass" perfekt umgesetzt.

Dieser "Swing" ist die Grundlage im Bass, betonte Müller und leitete damit über, um dem langjährigen Solobassisten Laszlo Balogh für seine Dienste zu danken. Der heutige Mittag war sein letzter offizieller Dienst für das Orchester. Orchestervorstand und Violonist Thomas Scholz gratulierte und dankte im Namen des Orchesters.

Zum Abschluss gab es Humperdinck: Der Hexenritt, der Knusperwalzer und (als Zugabe) der Abendsegen aus "Hänsel und Gretel" drehten die Uhr langsam wieder Richtung Herbst. Die romantische Oper wird häufig in der Vorweihnachtszeit aufgeführt. Zum Glück sind noch ein paar Tage Zeit, bis der Weihnachtsmarkt eröffnet. Jetzt ist Herbst, auch wenn der Gang aus der Kirche nach dem Konzert ein eher spätsommerliches Wetter präsentiert.

Im zweiten Konzert der neuen Reihe "Eine kleine Mittagsmusik" wurde etwas mehr Musik als bei der Premiere gegeben. Es ware eine schöne Mittags-Auszeit: eine knappe dreiviertel Stunde Musik entließ die Zuhörer beschwingt in den restlichen Nachmittag.

Die nächste Mittagsmusik ist für den 28. Mai 2014 geplant. Zu dem Zeitpunkt ist die Johanniskirche voraussichtlich wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Den genauen Konzertort erfahren Sie rechtzeitig hier auf der Seite des Kulturbüros.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 November 2014 08:23

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.