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Donnerstag, 31 Oktober 2013 23:57

Gut vorbereiteter Chor

geschrieben von
Jacobikantorei am Reformationstag Jacobikantorei am Reformationstag © Wortmann

Abendmusik zum Reformationstag mit der Jacobikantorei

Die "Abendmusik zum Reformationstag" ist eine schöne Tradition in der St. Jacobikirche. Dementsprechend ist diese musikalische Andacht regelmäßig gut besucht. So auch am Reformationstag 2013.

Die Jacobikantorei hat diesen Auftritt zum Anlass genommen, Ausschnitte aus ihrem "Reiseprogramm" zu präsentieren: vom 6. bis zum 14. Oktober war die Kantorei auf Konzertreise in Rom. Ausgewählt wurden Motetten von Johannes Brahms ("Es ist das Heil uns kommen her" und "Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz"), Jozwf Swider ("Cantus gloriosus - Alleluja") und die Hymne op. 96 in vier Sätzen von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie sein "Denn er hat seinen Engeln befohlen". Außerdem gab es zum Verdi-Jahr das "Pater noster" zu hören.

Der Chor war gut vorbereitet - das ist natürlich nach der Konzertreise kein Wunder. Dennoch ist es bemerkenswert, weil es auch als Zuhörer ein deutliches Vergnügen bereitet, wenn die Sängerinnen und Sänger viel und häufig aus den Noten schauen. Dadurch wirkt der gesamte Vortrag so viel lebendiger, dass man sich häufiger ein "Fast-Auswändig-Singen" wünscht. Umso verwunderlicher, dass bei dem Parade-Stück der Jacobikantorei immer noch einige Sänger in die Noten versunken sind: das wunderbare "Alleluja" von Swider wurde in der Vergangenheit so häufig präsentiert, dass eigentlich alle Sänger nach vorne gucken könnten.

Das ist aber nur ein ganz kleiner Wermutstropfen. Denn insgesamt war es eine große Freude, dem Chor zuzuhören. Die Atmosphäre eines Gottesdienstes (Predigt: Pastorin Dr. Adelheid Ruck-Schröder) war der Stückauswahl ausgesprochen zuträglich. Einzig die Hymne von Mendelssohn hätte ein wenig differenziertere Gestaltung im Chor vertragen, um die Komposition etwas kurzweiliger erscheinen zu lassen. Maxi Jansky hat hier mit schöner Stimme das Alt-Solo vorgetragen, Antonius Adamske begleitete das Werk an der großen Orgel. Überhaupt ist es auch eine schöne Tradition von Kantor Stefan Kordes, kleinere Solo-Stellen aus dem Chor heraus zu besetzen. So wachsen begabte Sängerinnen und Sänger mit ihren Aufgaben. Und bei solchen Anlässen wie zum Beispiel der Abendmusik zum Reformationstag müssen nicht hoch dotierte Solisten eingekauft werden.

Die Zuhörer in der gut gefüllten Jacobikirche entließen den Chor erst nach der Zugabe ("Bleib bei uns, denn es will Abend werden" von Rheinberger).

Das nächste Konzert der Jacobikantorei ist am Sonntag, dem 17. November um 18 Uhr: Neben der Motette "Komm, Jesu, komm" von Johann Sebastian Bach steht die "Trauermusik" für zwei Chöre, Solisten und großes Orchester von Johann Ludwig Bach als Göttinger Erstaufführung an. Eintrittskarten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und online hier im Kulturbüro Göttingen.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 November 2014 08:23

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