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Dienstag, 17 Dezember 2013 07:41

Inmitten des Trubels - zweiter Teil

geschrieben von
Bernd Eberhardt in Aktion Bernd Eberhardt in Aktion © Wortmann

Wie versprochen, es geht weiter. Nach der Aufführung der ersten drei Kantaten am Samstag, folgte am Sonntag, den 15. Dezember die zweite Hälfte der 6 Kantaten.

Im Publikum sitzen leider nicht so viele junge und jüngste Zuhörer wie am Vorabend, doch immer noch erfreulich viele. So manch einer ließ sich wohl doch überzeugen, auch das zweite Konzert ohne befreundete Mitwirkende zu besuchen.

Diesmal findet es unter anderer Leitung und mit einem anderen Chor statt, alles andere bleibt. Genau wie der Hörgenuss. Man hatte sogar die Gelegenheit, ein wenig zu vergleichen, da die erste Kantate an beiden Abenden aufgeführt wurde. Und so kann ich sagen: ein Jugendchor bietet den Ohren etwas komplett anderes als es ein Chor aus erwachsenen Stimmen kann. Vielleicht, weil es ungewohnter ist oder der Charakter dieses Stückes dadurch einfach besser zum Tragen kommt. Wobei die Göttinger Stadtkantorei hier nur lobend erwähnt werden kann. Stimmlich ausgewogen, präzise, dynamisch hörenswert, einfach erwartungsgemäß schön anzuhören. Bernd Eberhardt, der diesmal das Zepter – oder den Taktstock -  führt, mit wesentlich mehr Bewegung und Geste als Michael Krause mit seinem schlanken, unauffälligeren Dirigat, bewegt die Ausführenden und das Publikum durch vergleichbar erlebnisreiche zwei Stunden.

Das Orchester spielt diesmal verstärkt durch Barockhörner, die in der vierten Kantate ihren Einsatz haben, aber leider nicht die Ausführungsqualität wiederholen können, die sie dem Vernehmen nach in den Proben hatten. Diverse Soli gibt es für Violinen und Oboen, allen  voran die Echoarie mit zwei Sopranistinnen und Oboe, die ein eindrucksvolles verflochtenes Zwiegespräch führen. Der zweite Sopranpart wird dabei von Altistin Franziska Kimme übernommen. Die Solisten halten dem Vergleich zum Vorabend ohne Probleme stand, Konstantin Heintel überzeugt besonders als Herodes, den er wunderbar verschlagen klingen lässt.

Alles in allem, zwei gelungene Abende, die 4 Solisten, 3 Chöre, 2 Dirigenten und 1 Orchester zusammenführen und dem Zuhörer die Musik mit Sicherheit noch lange nach Konzertende nachklingen lässt.

Auch wenn die theologische Erfahrung dieser Aufführung eher im Hintergrund steht, die aber im ursprünglichen Konzept Bachs natürlich wesentlich weiter vorn stand und die man im letzten Jahr in Göttingen machen konnte, als die Kantaten zu ihren eigentlich vorgesehenen Festtagen als ein Gesamtkunstwerk in der ganzen Stadt aufgeführt wurden. Diese aufwändigere Praxis ist aufgefallen, jedoch nicht so leicht zu wiederholen. Doch wer einen Nachhall, eine Weiterführung oder eben einfach noch einmal die erste Kantate des Weihnachtsoratoriums hören möchte, dem sei der Gottesdienst in St. Albani am ersten Weihnachtsfeiertag um 11:00 Uhr nahegelegt.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 März 2016 12:14

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