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Samstag, 07 Juni 2014 09:52

Ein Kontrapunkt zu Händel

geschrieben von
Stefan Kordes an der Orgel in St. Jacobi Stefan Kordes an der Orgel in St. Jacobi Photo: © Wortmann

Englische Kathedralmusik mit Stefan Kordes

Die Orgelmusik an St. Jacobi hat eine lange Tradition. Am Freitag war die 1727. Orgelmusik in der Jacobikirche zu hören. Zu den Händel-Festspielen wählt Kantor Stefan Kordes traditionell einen „Kontrapunkt“ zum Festspielprogramm. In diesem Jahr lautete die Überschrift „Englische Kathedralmusik zum 80. Todestag von Edward Elgar“

Es war also ein britischer Abend, der mit den „11 Vesper voluntaries“ von Edward Elgar begann. Diese erste explizite Komposition für Orgel von Elgar gestaltete Kordes dicht und mit viel Dynamik. Unterbrochen wurden die 11 kurzen Stücke vom „Imperial March“ für das diamantene Kronjubiläum von Königin Victoria. Ursprünglich für großes Orchester geschrieben, erfreut sich die Orgelfassung großer Beliebtheit. Dazu passt das Werk gut in das diesjährige Händel-Motto „Herrschaftszeiten!“
Kordes wählte als Kontrast noch „Carol and Divertimento“ von Percy Whitlock (1903-1946). Die Musik des britischen Konzertorganisten passt gut zur großen Ott/Schmid-Orgel in St. Jacobi.

Zum Schluss zog Stefan Kordes zwar nicht alle Register, aber doch einige: die Orgelfassung von „Pomp and circumstance“ Nr. 1 von Edward Elgar erfüllte die gut besuchte Jacobikirche bis in den letzten Winkel. Und ein Register klang auch unten im Kirchenschiff: das Register „Mitsummen“ gehört zu diesem Stück dazu wie der Zimbelstern zu Weihnachten.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 November 2014 12:54

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