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Sonntag, 21 Dezember 2014 16:10

Jauchzet, frohlocket in St. Nikolai

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Unichor und -orchester mit Ingolf Helm Unichor und -orchester mit Ingolf Helm Photo: © Lutz Preßler

Das Weihnachtsoratorium mit dem Universitätschor

Schon der Eingangschor beflügelt zum Mitsingen. Dieses wunderbar strahlende „Jauchzet frohlocket“, das der Göttinger Universitätschor in der ausverkauften St. Nikolaikirche anstimmt. Aber ein bisschen müssen sich die Zuhörer bei der Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium noch gedulden. Um so mehr dürfen sie sich zunächst von der Arie „Bereite dich, Zion“ berühren lassen und der samtenen Altstimme von Anna Bineta Diouf. Sie werden von Tenor Friedrich Mansberg mit den Versen aus dem Lukasevangelium auf die Weihnachtsgeschichte eingestimmt und bald auch auf viele gemeinsame Choräle,  mit den Solisten, dem Universitätschor und den Mitgliedern des Göttinger Universitätsorchesters unter der Leitung von Ingolf Helm.

Die Einladung zum Mitsingen der Choräle ist im Programmheft angekündigt. Aber mit einer aufmunternden Geste wirbt Helm auch gerne um weitere Stimmen für all die Kirchenlieder, die Bach in seiner klingenden weihnachtlichen Predigt verwebte. Mag diese Form des Singalong  zu Bachs Zeiten auch nicht üblich gewesen sein, so macht es in der Nikokaikirche den Zuhörern eine besondere Freude, die alle Jahre wieder dem Aufruf „Jauchzet, frohlocket“ folgen.  Helm hat sich bei den  ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums für sehr bedachte Tempi entschieden und das nicht nur mit Blick auf das  gemeinschaftliche Chorerlebnis mit den Zuhörern. Ihm ist auch an dem Pathos gelegenen, das in der Weihnachtsgeschichte anklingt und an den Momenten von Andacht zwischen den immer wieder festlich auftrumpfenden Trompeten und den wunderbar innig zirkulierenden Oboen. Jürgen Orelly gibt der majestätischen Bassarie eine innige Farbe, die sanft strahlt. Diese sanfte Strahlkraft hat auch der Sopran von Theresa Sommer. So kommt es im Duett der beiden Solisten zu einem wunderschönen Dialog der Stimmen, die für Momente zu verschmelzen scheinen  - ganz im Geiste der Weihnachtsbotschaft für ein friedliches und versöhnliches Miteinander.

Nach dem begeisterten Schlussapplaus setzte Ingolf Helm ein weiteres musikalisches Zeichen der Andacht für eine Zeit der Besinnlichkeit, mit dem Weihnachtslied „Es ist ein Ros’ entsprungen“.

Letzte Änderung am Sonntag, 21 Dezember 2014 16:52

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