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Montag, 02 Februar 2015 13:19

Aus dem Wald über Italien in die „Neue Welt“

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Das Universitätsorchester in der prall gefüllten Aula Das Universitätsorchester in der prall gefüllten Aula © Photo: Philipp Nelson

Das Semesterabschlusskonzert des Göttinger Universitätsorchesters

Erfreulich viele, auch neue Besucher, die noch nicht so viel Konzerterfahrung hatten, fanden ihren Weg am Freitagabend in die Aula am Wilhelmsplatz und verzichteten auf den spektakulären Bundesliga Rückrundenauftakt. Das doch recht anspruchsvolle Programm des Uniorchesters klang vielversprechend und man durfte gespannt sein, wie die Mitspieler und Mitspielerinnen dies unter der Leitung des Akademischen Musikdirektors Ingolf Helm meistern würden.

Zur Einstimmung erklang die Freischütz-Ouvertüre von Carl Maria von Weber, die düster und bedrohlich beginnt. Nach und nach kommen einzelne Themen aus der Oper zum Vorschein, die von den bedrohlichen Anfangsklängen am Anfang noch unterbrochen werden. Vor allem die Streicher ließen das Publikum mit den unterschiedlichen Melodien durch die Welt des Freischütz‘ schwelgen.

Daraufhin die romantischen Klänge der sogenannten Italienischen Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy, die ihren Namen aufgrund einer längeren Italienreise des Komponisten hat, die ihn zu der Symphonie inspirierte. Der erste Satz wird von dem lebhaften Hauptthema dominiert, das durch die Instrumentengruppen wandert. Im Kontrast dazu steht der ruhige zweite und dritte Satz, in denen sich melancholisch anmutende Melodien ausbreiten. Im Finale wird es dann wieder furios, die Bläser wurden durch Triller und Staccati gefordert. Doch auch die Streicher waren mit schnellen Läufen beschäftigt - sie dominierten ohnehin in dieser Symphoni. Das gesamte Ensemble spielte zur Hochform auf!

In Mendelssohns Symphonie spielten die Bläser sehr präzise, mussten sich aber noch ein wenig zurückhalten. In Antonín Dvořáks Symphonie Aus der neuen Welt konnten sie zeigen, was in ihnen steckt. Die Symphonie beginnt zunächst sehr leise, steigert sich dann aber recht schnell zu einem vollen Klang, der spätestens mit dem Einsatz der Posaunen die ganze Aula erfüllte. Der zweite Satz beginnt mit einer traurige Melodie in den Oboen, die später von den Streichern übernommen wird. Wunderbar das Solo des Englisch Horns! Das Scherzo holt den Zuhörer aus dieser traurigen Stimmung zurück und im Finale dürfte das Thema der Blechbläser dem ein oder anderen in einem anderen Zusammenhang bekannt sein...  Die Hörner und die Posaunen gestalteten ihren Part mit Bravour! Dass die Symphonie heute zu den bekanntesten des 19. Jahrhunderts zählt wird durch die Verwendung einzelner Themen in zahlreichen Soundtracks deutlich.

Von einigen kleineren Intonationstrübungen oder Unsauberkeiten abgesehen, war es ein rundum  gelungenes Konzert. Das Engagement und die Begeisterung der jungen Musikerinnen und Musiker  sorgte beim kaum älteren Publikum für lang anhaltenden und begeisterten Applaus – und das nicht nur am Ende des Abends.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 März 2016 12:36

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