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Dienstag, 14 Juli 2015 07:59

Sommerliches Konzert zum Semesterende

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Solisten, Universitätschor und -orchester unter Ingolf Helm in der Johanniskirche Solisten, Universitätschor und -orchester unter Ingolf Helm in der Johanniskirche © Photo: Daniel Fuchs

Göttinger Universitätsorchester und Universitätschor in der Johanniskirche

Am Wochenende haben das Universitätsorchester und der Universitätschor unter der Leitung des Akademischen Musikdirektors Ingolf Helm zum Semesterende das Ergebnis der gemeinsamen musikalischen Arbeit vorgestellt. Das Programm, das in diesem Sommersemester erarbeitet wurde, wurde in zwei Konzerten in der gut gefüllten St. Johanniskirche aufgeführt. Der Abend begann mit Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie, der Pastorale. Die von Beethoven gewählte Programmatik dieser Sinfonie stellt passend zur Jahreszeit musikalisch Szenen einer Landpartie, ein Unwetter und die anschließende Ruhe nach dem Sturm dar. Dieses Stück ist für ein studentisches Orchester eine Herausforderung, der sich die Musizierenden mit großem Engagement und Können stellten. Besonders hervorzuheben sind hier die Holz- und Blechbläser, die immer wieder die kleinen, aber heiklen solistischen Stellen mit Bravour meisterten. Die Cello- und Bassgruppe lieferte stets ein zuverlässiges Fundament. Dieses sorgte dafür, dass einige kleinere Ungenauigkeiten zwischen den verschiedenen Stimmgruppen, die vor allem durch die Akustik der Kirche und die Sitzverteilung im Altarraum bedingt waren, schnell aufgefangen werden konnten und den Hörgenuss nicht trübten.

Das zweite Stück des Abends, die Messe Nr. 5 von Franz Schubert in As-Dur steht in einer für Streicher ungünstigen Tonart und stellt damit große Anforderungen an das Können des Orchesters. Aber von dieser Misslichkeit abgesehen, die hörbar keine war, war der Unterschied sofort bemerkbar: dieses Stück ist Kirchenmusik und für den Kirchenraum komponiert. Durch das Hinzukommen des Chores änderte sich auch die Akustik im Altarraum merklich und das gemeinsame Musizieren aller Beteiligten war ein wahrer Hörgenuss. Der Chor beeindruckte durch dynamische Differenzierung sowie den strahlenden und intonationssicheren Chorklang. Die Solisten werden in dieser Messe von Schubert nur gemeinsam als Terzett oder Quartett eingesetzt. Theresa Sommer, Anna Bineta Diouf, Uwe Gottswinter und Yannick Spanier bildeten ein außergewöhnlich ausgewogenes Ensemble großartiger Stimmen, das wunderbar miteinander harmonierte.

Das studentische Kulturticket sorgte für ein auffallend junges Publikum, das begeistert zuhörte  und  anschließend den Musizierenden lange und ausdauernd applaudierte.

Letzte Änderung am Samstag, 18 Juli 2015 07:34

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