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Samstag, 25 Juli 2015 12:52

Strahlende Sopranstimmen

geschrieben von
Der Kammerchor St. Jacobi mit Kantor Stefan Kordes Der Kammerchor St. Jacobi mit Kantor Stefan Kordes © Photo: Wortmann

Konzert mit dem Kammerchor St. Jacobi

Der Kammerchor St. Jacobi geht auf Konzertreise: einem Auftritt in der Leipziger Thomaskirche folgen noch Stationen in Annaberg, Kohren-Sahlis und Chemnitz.

Am Vorabend der Abreise präsentierte sich der Chor zur 1776. Orgelmusik an St. Jacobi. Kantor Stefan Kordes hat ein Programm mit der Überschrift „Trauer und Freude anlässlich des 70. Jahrestages des Ende des zweiten Weltkrieges“ zusammengestellt. Dabei hat er einige Werke ins Programm genommen, die der Kammerchor bereits vor kurzem in Konzerten gesungen hat. Dazu gehört die Motetten „Wie liegt die Stadt zu wüst“ von Rudolf Mauersberger und „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach.

Man merkte vor allem bei diesen beiden Werken die gründliche Vorbereitung: die Sängerinnen und Sänger musizierten frei und waren nicht mit dem Notentext beschäftigt (wie bei den Motetten von Melchior Franck zu Beginn des Abends). Vielmehr konnten sie das engagierte Dirigat von Stefan Kordes abnehmen und sofort umsetzen. Man merkte dem Ensemble die Musizierfreude regelrecht an.

Solche Momente sorgten auch dafür, dass der Funke in das Publikum in der gut gefüllten Jacobikirche übersprang. Hellwach und konzentriert verfolgten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Chorklänge: da gab es eine große Bandbreite an Dynamik mit wunderbarem Pianissimo und kraftvollem Forte, da gab es kleinste Tempoveränderungen, und da gab es präzise Artikulation. Und das alles bei einem sehr ausgewogenen Chorklang, in dem vor allem die Sopranstimmen strahlten.

Im Programm standen noch Motetten von Johann Hermann Schein, die Kordes sehr lebendig gestaltete, sowie das „Exultate deo“ von Francis Poulenc. In der Veranstaltungsreihe „Orgelmusik an St. Jacobi“ darf ein Orgelstück nicht fehlen – auch, um dem Chor eine kleine Verschnaufpause zu geben: Stefan Kordes spielte an der italienischen Orgel eine Toccata von Girolamo Frescobaldi.

Dass in der Bach-Motette die Intonation am Ende ein klein wenig getrübt war, hat der Freude über dieses Konzert nicht beeinträchtigt. Am Ende gab es noch das Abendlied von Josef Gabriel Rheinberger als Zugabe. Und in Leipzig, Annaberg, Kohren-Sahlis und Chemnitz darf man sich schon auf den Kammerchor St. Jacobi freuen.

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Jens Wortmann Montag, 27 Juli 2015 08:34 gepostet von Jens Wortmann

    Die Motette "Jesu meine Freude" wurde vom Kammerchor St. Jacobi zuletzt 2009 gesungen. Von "vor kurzem" kann also nicht unbedingt die Rede sein. Der Sachverhalt sei hiermit korrigiert - und eine Entschuldigung hiermit ausgesprochen. Sechs Jahre können zwar schnell vergehen, aber doch nicht so schnell. Die eigene Erinnerung hat wohl getrogen... Es ändert aber nichts daran, dass der Chor sehr gut vorbereitet war und entsprechend sicher diese anspruchsvolle Motette gesungen hat.

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