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Montag, 06 Juni 2016 10:16

Ein Orgelkonzert als Geburtstagsgeschenk

geschrieben von
Bernd Eberhardt an der Orgel der Johanniskirche Bernd Eberhardt an der Orgel der Johanniskirche © Photo: privat

Ein großartiges Geburtstagsgeschenk machte Bernd Eberhardt sich selber und seinen zahlreichen Gästen und Zuhörern zu seinem 50. Geburtstag. Das Orgelkonzert am Freitagabend in der St. Johanniskirche hatte er mit „Passacaglia“ überschrieben und drei große Orgelwerke ausgewählt.

Eine Passacaglia, der Begriff kommt aus dem Spanischen und bedeutet „pasar una calle“ = „eine Straße entlanggehen“, besteht aus Variationen über einem ostinaten Bassthema. Zu Beginn des Abends stellte Bernd Eberhardt die in den Kompositionen verwendeten Themen kurz vor und erläuterte den jeweiligen Aufbau der Stücke. Das Spiel von Eberhardt ist neben dem immensen technischen Können auch von großer Klarheit und Präzision gekennzeichnet, so dass im Laufe des Konzerts die Zuhörenden die zu Beginn vorgestellten Themen und Kompositionsprinzipien gut wiedererkennen konnten.

Von Dietrich Buxtehude (Passacaglia in d-Moll) über Johann Sebastian Bach bis hin zu Max Reger (Introduction, Passacaglia und Fuge in e-Moll) ging der musikalische Weg, den Eberhardt für diesen Abend gewählt hatte. Begann der Abend mit dem eher leisen und meditativen Werk von Buxtehude, wurde es anschließend hochkomplex. Johann Sebastian Bach zeigt seine Meisterschaft in der Kunst des Kontrapunkts und der Variationstechniken in der Passacaglia und Fuge in c-Moll in Vollendung. Eberhardt interpretierte das Werk so strukturiert und durchsichtig, dass die komplexen und virtuosen Stimmverläufe gut zu verfolgen sind und sich aus dem Gesamtklang immer wieder herausheben.

In diesem Jahr wird der hundertste Todestag von Max Reger begangen, daher lag es nahe, ein Werk dieses Komponisten, der viele großartige Orgelwerke geschrieben hat, mit ins Programm aufzunehmen. Das gewählte Opus 127 wurde für die Einweihung der weltgrößten Pfeifenorgel in Breslau 1908 als Auftragswerk komponiert. Bernd Eberhardt ließ die Ott-Orgel in St. Johannis erklingen, als habe sie ebenfalls 200 Register. Aber auch die leisen Töne und die – von Bach inspirierte – komplexe Fuge des Werks waren präzise herausgearbeitet.

Als Zugabe spiele Eberhardt ein „Sortie“ in Es-Dur von Louis James Alfred Lefébure-Wély und ließ damit Jahrmarktklänge erschallen, so dass die Zuhörer mit einem fröhlichen Schmunzeln auf die Straße traten und sich auf den Heimweg machten.

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