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Donnerstag, 14 Juni 2012 15:37

Samuel-Bogumił-Linde-Preisverleihung 2012

geschrieben von Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen

Bart Andrzej-Wackwitz StephanDer von den beiden Partnerstädten Thorn (Toruń) in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 17. Mal vergebene Samuel - Bogumił - Linde - Literaturpreis wird am Sonntag, dem 1. Juli 2012, 11.00 Uhr im Alten Rathaus Göttingen an den polnischen Schriftsteller, Drehbuchautor und Dokumentarfilmer Andrzej Bart und an den deutschen Essayisten und Schriftsteller Stephan Wackwitz verliehen. Beide Preisträger und eine Delegation aus Toruń werden anwesend sein. Die Laudatio auf Andrzej Bart hält Dr. Olaf Kühl, Russlandreferent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Autor und Übersetzer, die auf Stephan Wackwitz Dirk Knipphals, Literaturredakteur der taz. Die  Veranstaltung ist eintrittsfrei.

Rund um die Samuel-Bogumił-Linde-Preisverleihung finden wiederum GÖTTINGER POLNISCHE TAGE vom 29. Juni - 02. Juli mit einer Ausstellung Polnischer Filmplakate in der
Galerie Alte Feuerwache, mit einem polnischen Komponistenschwerpunkt beim GSO-Konzert im Rahmen der „Nacht der Kultur" auf dem Marktplatz, mit verschiedenen Vorträgen im Pavillon des Goetheinstituts sowie einer Filmvorführung des Films „Rewers" und anschließendem Gespräch mit dem Drehbuchautor Andrzej Bart im Kino Lumière statt. Nähere Angaben im Flyer auf www.lindepreis.goettingen.de

ANDRZEJ BART, geboren 1951 in Wrocław, ist Filmschaffender, Drehbuchautor und einer der bedeutendsten polnischen Schriftsteller der Gegenwart. Sein Debüt »Rien ne va plus« wurde 1991 mit dem renommierten Kościelski-Preis ausgezeichnet. Mit dem Drehbuch zum Kinoerfolg »Rewers«, einer schwarzen Komödie über die Stalin-Zeit, gelang ihm 2009 ein spektakulärer Durchbruch. Der Film erhielt 2010 den polnischen Filmpreis Orzeł in der Kategorie Bestes Drehbuch und war Polens Beitrag für den Oscar 2009. Sein erster 2011 ins Deutsche übertragener Roman »Die Fliegenfängerfabrik«, eine literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust, wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und für den NIKE-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung
Polens, nominiert und derzeit verfilmt. Bart erhielt 2010 den Jahrespreis des Kultur- und Erziehungsministeriums Polens und den Preis des Polnischen Fernsehens TeleSplendor für seine Regie bei »Boulevard Voltaire«, die beim Sopot Festival 2011 auch mit dem Preis für Best Director und Best Script ausgezeichnet wurde. In deutscher Sprache liegt vor: »Die Fliegenfängerfabrik«, aus dem Polnischen von Albrecht Lempp, Schöffling Verlag, Frankfurt/M. 2011

STEPHAN WACKWITZ, geboren 1952 in Stuttgart, studierte Germanistik und Geschichte in München und Stuttgart. Er leitet heute das Goethe-Institut in Tbilissi (Tiflis, Georgien), nach Stationen in Frankfurt am Main, Neu Delhi, Tokio, München, Krakau, Bratislava und New York. Wackwitz' schriftstellerische Arbeiten sind vor allem essayistischer und autobiographischer Natur. Eine wichtige thematische Rolle spielen seine Familiengeschichte, sein – inzwischen als Irrweg angesehenes – politisches Engagement während seiner Studienzeit sowie seine beruflich bedingten Aufenthalte in verschiedenen Weltgegenden. Besonders folgenreiche Spuren haben Polen, die polnische Literatur und Geistesgeschichte und vor allem die Stadt Krakau in seinen Büchern hinterlassen. Wackwitz erhielt 1996 den Förderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis und 2010 den Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt.
Wichtige Werke:
»Tokyo. Beim Näherkommen durch die Straßen«, Amann Verlag, Zürich 1994
»Walkers Gleichung. Eine deutsche Erzählung aus den Tropen«, Steidl, Göttingen 1995
»Ein unsichtbares Land. Familienroman«, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2003
»Neue Menschen. Bildungsroman«, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2005
»Osterweiterung«, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2008
»Fifth Avenue. Spaziergänge durch das letzte Jahrhundert«, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2010

Mit dem nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumił Linde (1771 – 1847) benannten Preis werden Autoren ausgezeichnet, deren Wort Ideale und Werte schafft, die Menschen, Gesellschaften und Nationen zum gemeinsamen Gespräch führen. Der Preis wird Autoren zuerkannt, die auf den Feldern Lyrik, Prosa, Drama, Essayistik im umfassenden Sinn, Literaturkritik, Publizistik, Übersetzung und Edition Hervorragendes geleistet haben. Der Literaturpreis wird auf Vorschlag einer von beiden Partnerstädten berufenen gemeinsamen Jury im jährlichen Wechsel in Toruń und Göttingen an eine/n polnische/n und eine/n deutsche/n Autorin/Autoren vergeben und ist mit ca. Zl.19.350 bzw. EUR 5.000 dotiert.

Preisträger des Samuel-Bogumił-Linde-Preises: Wisława Szymborska und Günter Grass (1996), Zbigniew Herbert und Karl Dedecius (1997), Tadeusz Różewicz und Siegfried Lenz (1998), Ryszard Kapuściński und Christa Wolf (1999), Hanna Krall und Marcel Reich-Ranicki (2000), Jan Józef Szczepański und Henryk Bereska (2001), Andrzej Stasiuk und Friedrich Christian Delius (2002) Włodzimierz Kowalewski und Barbara Köhler (2003), Hubert Orłowski und Klaus Zernack (2004), Paweł Huelle und Hans-Joachim Schädlich (2005), Sławomir Mrożek und Tankred Dorst (2006), Ewa Lipska und Sarah Kirsch (2007), Olga Tokarczuk und Ingo Schulze (2008), Adam Zagajewski und Durs Grünbein (2009), Adam Krzemiński und Karl Schlögel (2010), Wiesław Myśliwski und Herta Müller (2011).

Hier ist das Programm der Polnischen Kulturtage 2012:

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Letzte Änderung am Sonntag, 29 September 2013 11:25

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    Dazu reist Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler mit einer kleinen Delegation nach Thorn. Dort findet die feierliche Verleihung am 28. Juni ab 12.00 Uhr im Bürgersaal des Altstädtischen Rathauses statt. Zu den Gästen des Festaktes wird Köhler nach der Begrüßung durch den Thorner Stadtpräsidenten Michal Zaleski sprechen. Der österreichische Journalist und Schriftsteller Prof. Martin Pollack hält anschließend die Laudatio auf Marie-Luise Scherer. Marta Kijowska, eine in München lebende polnische Journalistin und Übersetzerin, würdigt das Werk von Stefan Chwin.

    Scherer, geboren 1938 in Saarbrücken, begann ihre journalistische Karriere beim Kölner Stadtanzeiger. Bevor sie ab 1974 über 20 Jahre für den Spiegel tätig war, schrieb sie unter anderem für die Berliner Morgenpost und Die Zeit. Im Spiegel wurden auch ihre ersten literarischen Texte veröffentlicht, für die ein präzise recherchierter Hintergrund und eine Sprache, die fernab jeder journalistischen Schnelligkeit liegt, charakteristisch sind.

    Scherer ist Trägerin zahlreicher Literaturpreise. Ihre Werke wurden u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis(1970), dem Egon-Erwin-Kirsch-Preis (1977 und 1979), dem Siebenpfeiffer-Preis (1989), Ludwig-Börne-Preis (1994), dem Italo-Svevo-Preis (2008), dem Heinrich-Mann-Preis (2011 und demKunstpreis des Saarlandes (2012) ausgezeichnet.
    Wichtige Werke: Ungeheuer Alltag. Geschichten und Reportagen. 1988; Der Akkordeonspieler. Wahre Geschichten aus vier Jahrzehnten. 2004; Die Bestie von Paris und andere Geschichten. 2012; Die Hundegrenze 2013; Unter der Lampe gab es Tanz 2014.

    Stefan Chwin, geboren 1949 in Danzig, Polen, studierte in Danzig Literaturwissenschaften und lebt dort bis heute als freier Schriftsteller. Wie auch Pawell Huelle gilt er als poetischer Chronist der deutsch-polnischen Geschichte. Sein Roman Tod in Danzig wurde in seinem Heimatland Polen zum Buch des Jahres gekürt und erhielt 1999 den Andreas-Gryphius-Preis, nicht zuletzt wegen der verblüffenden Exaktheit, mit der Chwin die Realität im Vorkriegsdanzig rekonstruiert.
    Wichtige Werke: Tod in Danzig. Roman, 1995; Die Gouvernante. Roman, 1999; Stätten des Erinnerns. Gedächtnisbilder aus Mitteleuropa. Sachbuch, 2005;Der goldene Pelikan. Roman, 2008. Zeitgleich zur Preisverleihung erscheint Chwins „Ein deutsches Tagebuch“.

    Vor dem Hintergrund der, seit 1978 bestehenden ältesten polnisch-deutschen Städtepartnerschaft, zwischen Thorn (Toruń) und Göttingen, und mit Blick auf die anstehende europäische Einigung, auch in Richtung Osten, haben die Räte der beiden befreundeten Städte 1996 beschlossen, einen gemeinsamen Literaturpreis einzurichten. Der Preis ist benannt nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumił Linde.
    Mit dem Samuel-Bogumił-Linde-Preis werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, deren Wort Ideale und Werte schafft, die Menschen, Gesellschaften und Nationen zum gemeinsamen Gespräch führen. Der Preis kann Autorinnen und Autoren zuerkannt werden, die auf den Feldern Lyrik, Prosa, Drama, Essayistik im umfassenden Sinn, Literaturkritik, Publizistik, Übersetzung und Edition Hervorragendes geleistet haben.

    Der gemeinsame Literaturpreis, der jeweils an eine/n polnische/n und eine/n deutsche/n Autor/in im jährlichen Wechsel, in Thorn und Göttingen verliehen wird, ist mit jeweils 19.350 Zl. bzw. 5.000 EURO dotiert.

    Weitere Informationen zum Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis, u.a. zu früheren Preisträgerinnen und Preisträgern sowie zur Jury, unter www.lindepreis.goettingen.de

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