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Freitag, 22 Dezember 2017 19:06

Bemerkenswerte Einzelleistungen

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Das Weihnachtskonzert vom Unichor und -orchester in der voll besetzten Nikolaikirche Das Weihnachtskonzert vom Unichor und -orchester in der voll besetzten Nikolaikirche © Photo: Wortmann

Weihnachtskonzert mit dem Göttinger Universitätschor und Mitgliedern des Universitätsorchesters in der Nikolaikirche.

Passend zur Weihnachtszeit präsentierten der Universitätschor und das Universitätsorchester eine ausgewählte Zusammenstellung verschiedener Stücke in einem wunderbaren Programm, das den Zuhörern einen wahren Genuss bot.

Die Studentinnen und Studenten hatten in den vergangenen Semesterwochen parallel zum Semesterprogramm überwiegend in kleineren Ensembles die Stücke in sehr unterschiedlicher Besetzung erarbeitet. So hatte der Akademische Musikdirektor Ingolf Helm zwar die Gesamtleitung inne – der Beifall gehörte an diesem Abend aber eher den verschiedenen Ensembles.

Der große Chor hat als „weihnachtlichen roten Faden“ acht Choräle aus Bachs Weihnachtsoratorium einstudiert, bei einigen von ihnen konnte das Publikum auch mitsingen. Dazu gab es noch von Andreas Hammerschmidt „Machet die Tore weit“ und von Günter Raphael „Maria durch ein Dornwald ging“.

In verschiedenen Kammerchorbesetzungen erklangen aus „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg, wo vor allem Sascha Herz (Tenor) als Solist glänzen konnte. Die „Gebirgsmaria“ von Johannes Eccard (eigentlich „Übers Gebirg Maria geht“) darf in keinem Weihnachtskonzert fehlen, genauso wie Händels „Tochter Zion“ (zum Mitsingen). Etwas seltener zu hören ist Zoltán Kodálys „Adventi ének“, populär wurde es bei Charles Woods „Ding! Dong! Merrily on High“

Bemerkenswerte Einzelleistungen gab es von den Mitgliedern des Universitätsorchesters. Das Programm war nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch recht anspruchsvoll. Flötentrios unter anderem von Tschaikowsky (Aylin Balikavlayan, Klara Penkert und Johanna Voith) , Geigenduett mit einem Satz aus dem „Duo concertante“ von Charles-August de Bériot (Martina Wieprecht und Corinna Quendt), eine Triosonate von José Pla mit Henrike Haltern (Violine), Jonas Kaudelka (Oboe) und Tabea Rekersbrink (Violoncello) oder ein Stück für Bratsche und Klarinette von Max Bruch mit Karoline Kröner (Klarinette), Wong Tsz (Viola) und Florian Ertz (Klavier).

Die Höhepunkte waren hier aber unbestitten die „Bruckner-Etüde für das tiefe Blech“ des uruguayischen Komponisten Enrique Crespo mit den Hörnern und Posaunen des Universitätsorchesters sowie Max Müller-Reiter (Violine) und Gordian Sandberg (Violoncello) am auswendig vorgetragenen, höchst anspruchsvollen Passacaglia für Violine und Violoncello über ein Thema von Händel von Johann Halvorsen.

Durchweg wurde auf einem sehr hohen Niveau gespielt, von dem sich so mancher Künstler mit professionellerem Anspruch noch etwas abschauen kann. Durch die unterschiedlichen Besetzungen und Werke wurde das gut 90minüte Programm zudem sehr kurzweilig.

So bleibt nicht viel mehr zu sagen, außer dass dies ein rundum gelungenes Konzert war und man sich wohl auf das Ergebnis des eigentlichen Semesterprogramms, neben dem dieses wunderbare Programm erarbeitet wurde, freuen kann:
Brahms „Ein deutsches Requiem“, präsentiert vom Universitätschor und Universitätsorchester ist am 27. und 28. Januar in der Jacobikirche mit hoffentlich ebenso wundervollem Klang zu hören.

Letzte Änderung am Freitag, 22 Dezember 2017 19:12

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