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Mittwoch, 03 Januar 2018 12:48

Bravo! – Traumhafter Dreiviertel-Auftakt zum Neuen Jahr

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Asya Fateyeva und Christoph-Mathias Mueller mit dem Göttinger Symphonie Orchester Asya Fateyeva und Christoph-Mathias Mueller mit dem Göttinger Symphonie Orchester © Photo: Goos

Bravo! – Traumhafter Dreiviertel-Auftakt zum Neuen Jahr mit dem Göttinger Symphonieorchester

Wäre ein Wort ausreichend, mit dem man den Jahresauftakt des Göttinger Symphonieorchesters in der bis zum letzten Platz gefüllten Stadthalle in Göttingen beschreiben könnte, so wäre es wohl einfach „Bravooo“!

Eine traumhafte schöne Mischung hervorragend zusammengestellter Musikstücke, stark geprägt durch Josef und Johann Strauss (Vater und Sohn), präsentierte das Göttinger Symphonieorchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Müller am Neujahrstag. Mit beschwingenden Klängen und einer gehörigen Prise Dreivierteltakt erfüllte das Orchester den Saal und begrüßte auf diese Weise gebührend das neue Jahr.

Einen imposanten Beginn fand der Abend mit der kurzen, aber schwungvollen Schnellpolka „Liebesbotschaft“ von Johann Strauss, gefolgt von einem ersten Höhepunkt des Abends: „Traumbilder – Fantasie“ von Hans Christian Lumbye, einem facettenreichen Stück, das eine hinreißende Abfolge unterschiedlichster Sequenzen miteinander vereint. Ein idyllischer Anfang, hinübergleitend in sprühende Leichtigkeit, von einem Duett zwischen Fagott und Flöten, hin zu einem leichten Walzer und einem anmutenden Choral, dann wieder abgelöst von einem rasanten Galopp der Trompeten und den zitterähnlichen Klängen der Harfe, schließlich mündend in ein schwungvolles, „alpenländisches“ (Müller) Finale. Eine schöne Mischung aus sanften und kräftigen Sequenzen.

Doch ging es noch weiter, und zwar mit einer weiteren Schnellpolka von Johann Strauss mit beeindruckendem, pointierten Wechsel der Lautstärken und Tempi, im Anschluss der „Wind- und Wellenwalzer“ von Emil Nikolaus von Reznicek, hin zum nächsten Höhepunkt: dem Walzer „Mein Traum“ des französischen Komponisten Émile Waldteufel. Charakteristisch die Eröffnung der Celli, übrigens dem Instrument des Jahres 2018, welche die insgesamt vier, vollkommen unterschiedlichen Walzer eröffneten. Erneut geprägt von facettenreichen Sequenzen und kraftvollem Wechsel, was im Zusammenspiel mit Müllers mitreißendem Elan und Humor zur vollen Geltung kam.

Im Mittelpunkt des Abends stand aber ebenso die Solistin Asya Fateyeva am Saxophon. Die Kombination aus Saxophon und Orchester, auf den ersten Blick wohl eine ungewöhnliche Erscheinung, in der Wirkung und mit dem außergewöhnlichen Talent der jungen Musikerin jedoch vollendet, zunächst im ruhigeren und teilweise dunkleren Stück „Legende“ von André Caplet, aber vor allem im „Fantaisie brillante sur des airs de Carmen“ von François Borne. Mit dem meisterhaften Solopart von Fateyeva, die dem Instrument mit spielerischer Leichtigkeit eine enorme Klangvielfalt entlockte und den Flöten mit ihrem wirbelwindartigen Spiel deutlich Konkurrenz machte, erreichten die berühmten Passagen in ihrer Wirkung eine ganz neue Dimension. Nach dieser Glanzleistung kann man nur wirklich sagen, dass Fateyeva den Echo Klassik 2016 für ihre besondere Art, zu spielen, mehr als verdient hat.  

Nach weiteren schwungvollen und träumerischen Stücken, wie dem „Vorwärts“-Walzer von Josef Strauss und dem „Souvenir-Polka“ von Johann Strauss, fehlte nur noch ein Stück – der Donauwalzer, der dem Abend einen krönenden Abschluss verlieh.

Ein stimmungsvoller, in sich vollkommener Abend, nicht nur aufgrund der hervorragenden musikalischen Auswahl und der grandiosen Leistung von Asya Fateyeva, sondern insbesondere auch durch die ansteckende Art des gut gelaunten Dirigenten, im ganzen Saal eine einzigartige Stimmung entstehen zu lassen, was sich auch in dem euphorischem, nicht enden wollendem Applaus des Publikums sowie den drei Zugaben zeigte.

So entließ das GSO die Anwesenden fröhlich, gut gesinnt und mit dem traditionellen „Prosit Neujahr“ ins neue Jahr, das bei so schwungvoller Begrüßung wohl eigentlich nicht anders als gut werden kann.

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