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Samstag, 06 Januar 2018 17:29

Vergesse nie etwas Magie im Alltag

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Marcel Kösling mit seiner ToDo-Liste im Göttinger Apex Marcel Kösling mit seiner ToDo-Liste im Göttinger Apex © Photo: Wortmann

Marcel Kösling ging im Apex „aufs Ganze“

Wenn ein Kabarettist ankündigt, „aufs Ganze“ gehen zu wollen, ist Vorsicht angesagt. Wenn aber das Programm über seine eigene Hochzeit und ihre Vorbereitungen damit endet, seine Frau sei keineswegs seine bessere Hälfte, sondern „das beste Ganze“ – und das Publikum ihn gar nicht von der Bühne gehen lassen will, dann hat er doch wohl einiges richtiggemacht.

Marcel Kösling hat tatsächlich 2016 geheiratet. Und was er rund um diese Hochzeit an Erfahrungen gesammelt hat, ist prima geeignet für ein Kabarettprogramm. Zumal die meisten der Zuschauer im gut gefüllten Veranstaltungssaal im Göttinger Apex solche und ähnliche Erfahrungen ebenfalls gemacht haben. Und das ist auch das Geheimnis des 1986 geborenen Kabarettisten und Zauberers: es könnte nicht nur alles sich so oder ähnlich bei seiner Hochzeit tatsächlich zugetragen haben, vieles davon kommt einem ziemlich bekannt vor.

Das beginnt mit der „ToDo-Liste“, die er sich als 18jähriger angelegt hat. Er rollt diese endlose Liste auf der Bühne aus – und meint lakonisch, dass die nun längst abgearbeitet sei. Es ist also Zeit, einen Partner fürs Leben zu finden. Nicht leicht bei circa 8 Milliarden in Frage kommenden Menschen. Ganz nebenbei erzählt er die Geschichte, wie er seine jetzige Frau kennengelernt hat. Man nimmt ihm die Story als spontaner Umzugshelfer durchaus ab. Und ebenso spontan sagte er der Angebeteten, er könne zaubern. Mittlerweile hat er das tatsächlich gelernt. Die zersägte Jungfrau gehörte zu seinem letzten Programm. Konkret geht es jetzt um die Eingrenzung der möglichen Partner. Helfen tun ihm dabei 52 Spielkarten und eine Freiwillige aus dem Publikum. Susi findet den richtigen Partner in der Herz 4 – die Kösling ganz zauberhaft vorausgesagt hat.

Neben dem Zaubern steht auch Musikmachen auf der ToDo-Liste des Entertainers Marcel Kösling. „Ich war immer neidisch auf die Jung, die etwas konnten. Besonders wenn sie ein Instrument spielen konnten“ – spricht’s und zieht eine Blockflöte hervor. Herrjeh – so klappt das niemals mit dem Beeindrucken! Erst als er auf dieser Flöte Rock 'n' Roll-Rhythmen erklingen lässt, tobt nicht nur der Saal im Apex, sondern auch die Zuhörer in seiner Geschichte.

So menschelt den ganzen Abend, und das macht Kösling sympathisch. Da nimmt man ihm es nicht einmal übel, wenn er Schwiegereltern-Witze erzählt. „Es gibt auch gute Schwiegermütter. Meine Frau zum Beispiel hat so eine“, witzelt er. Absolut glaubhaft wie comedyreif ist sein Verhältnis zum Schwiegervater Dieter, passionierter Jäger und Skatturnierspieler. Aber auch den gewinnt man im Laufe des Abends lieb.

Am liebsten ist dann aber doch die Oma, die am Ende der turbulent verlaufenden Hochzeit ihrem Enkel ins Ohr flüstert: „Vergesse nie etwas Magie im Alltag!“

Das hat sich Marcel Kösling offenbar zu Herzen genommen. Die magische Seifenblasen-Nummer wie seinerzeit Pic der Clown war magisch schön. Das war ein bezaubernder Abend!

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