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Samstag, 13 Januar 2018 11:55

Weisen aus dem Morgenland

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Die Gruppe „Sedaa“ im Göttinger Apex Die Gruppe „Sedaa“ im Göttinger Apex © Photo: Wortmann

„Sedaa“ spielte im ausverkauften Göttinger Apex auf Einladung von „Kulturlichter“

Die vier Musiker der Weltmusikformation „Sedaa“ sind inzwischen so etwas wie Stammgäste im Göttinger Apex. Und sie haben eine große Fangemeinde – der Veranstaltungsraum platzte aus allen Nähten. Vielleicht sollten die Veranstalter „Kulturlichter“ für den nächsten Besuch von Sedaa einen größeren Saal suchen…

Die drei Musiker aus der Mongolei (Naraa Naranbaatar, Nasaa Nasanjargal, Ganzorig Davaakhuu) und Omid Bahadori aus dem Iran spielen neu, von ihnen selbst arrangierte traditionelle Musik nach Weisen aus der Mongolei und dem Orient. Dafür benutzen sie zum einen die traditionellen Instrumente ihrer Heimat und zum anderen spezielle Gesangstechniken wie Kargyraa (Untertongesang) oder Höömii (Kehlgesang). Durch die populären Arrangements und die peppigen Rhythmen ist die Musik sehr eingängig. Und sie macht gute Laune! Die herrschte jedenfalls im Apex, Omid Bahadori führte in seiner Moderation immer wieder auch Dialoge mit dem Publikum.

Gespielt wurde auf der Bassgeige, einer mongolischen Oboe (Bischgur), einem Yochin („Hackbrett“, ein mit 120 Saiten bespanntes Instrument“, auf der Gitarre und auf verschiedenen Percussion-Instrumenten.

Im Mittelpunkt der Moderation und auch der Instrumente stand immer wieder die „mongolische Pferdekopfgeige“, die Morin Khuur. Sie ist das wichtigste Musikinstrument der Mongolen und gilt als ein nationales Symbol der Mongolei. „Das Pferd muss gut gestimmt sein“, scherzte Bahadori zwischendurch, als Nasanjargal ein wenig länger benötigte, um die beiden Saiten zu stimmen. Die größten Lacher hatte aber Nasanjargal auf seiner Seite, als er in der Zugabe („das ist ein Pferdelied“) sein Instrument zum wiehern brachte.

Allerdings benötigte Bahadori selbst ebenfalls Zeit, seine orientalische Rahmentrommel zu stimmen. „Ich habe einen Platten“, kommentierte er die Verzögerung.

So herrschte eine absolut gelöste Stimmung. Selbst bei den eher melancholischen Liebesliedern kam es zum absurden Dialog mit dem Publikum: „Wir haben festgestellt, dass unsere Liebeslieder alle furchtbar traurig sind.“ – „Das liegt daran, dass bei Euch die Frauen alle weglaufen!“ – „Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen…“

Am faszinierendsten aber sind die Gesangstechniken der in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger. Auf die unglaublich tiefen Klänge des Bassisten Naranbaatar wird jeder abendländische Chor neidisch. Allerdings klingen diese untertönigen Kehllaute aus dem Morgenland hier eher befremdlich. Auf die kleine Bühne des Apex und zur Musik an diesem Abend passten die Klänge jedoch sehr gut. In dieser Technik werden außer den Stimmbändern noch andere Organe zum Schwingen gebracht, so dass eine zweite Klangquelle entsteht.

Die Gruppe „Sedaa“ hat gerade eine neue CD produziert, die jetzt zum Tourstart 2018 noch nicht vorlag. Die Musiker präsentierten aber eine ganze Reihe von diesen neuen Songs, so dass die zahlreichen Fans gegenüber dem Besuch im letzten Jahr ein abwechslungsreiches Programm geboten bekamen. „Sedaa“ begann seine umfangreiche Tour 2018 in Göttingen – bis Ende April haben sie noch 28 Konzerte vor sich. Sie hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und ließen sich gerne zu mehreren Zugaben überreden.

Letzte Änderung am Sonntag, 14 Januar 2018 12:22

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