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Freitag, 23 Februar 2018 06:05

Emotionen erzeugen

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Emotionen erzeugen © Photo: Vespermann

Ab sofort gibt es eine neue Rubrik auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen: „Portrait“. In loser Reihenfolge erscheinen Portraits über Künstler in unserer Stadt. Den Anfang macht die Singer-Songwriterin Luzy, die von Maya Madeleine Vespermann portraitiert wird.

Eine unverwechselbare Stimme, dazu Melodien auf Klavier und Gitarre, die von sanft bis rockig reichen und in jedem Fall unter die Haut gehen - das ist die junge Künstlerin Luzy.

Maria Luciana Kruse, überall nur bekannt als Luzy, ist seit ein paar Jahren schon auf Göttingens Bühnen unterwegs und wird hier und da schon fast als fester Bestandteil der bunten Bühnenprogramme der Göttinger Kulturwelt angesehen. Dabei begann Luzys musikalische Karriere vor noch gar nicht so langer Zeit.

1994 begann Luzys Leben in Frankfurt am Main, damals ahnte noch niemand etwas von ihrer musikalischen Laufbahn. In Mecklenburg-Vorpommern, wo sie aufwuchs, nahm sie mit fünf Jahren erstmals klassischen Klavierunterricht. Die Musik begleitete sie über die Schulzeit, doch wie sie sagt, eher als Nebensache. Luzy hatte immer Spaß daran, aber dass sie irgendwann mal ihren Lebensunterhalt damit bestreiten würde, hatte sie damals überhaupt nicht gedacht. Sie nahm schon damals an Förderprogrammen, wie ‚Jugend musiziert‘ teil und übte sich weiterer im klassischen Klavierunterricht.

In ihrer Jugend dann, brachte sie sich dann selbst „Lagerfeuergitarre-Spielen“ bei und schrieb erste eigene Songs. Das allerdings, so sagt sie, seien Songs gewesen, wie sie eben, so mancher Jugendlicher schreibt, die weder gut, noch wirklich ernst zu nehmen sind.
Mit 18 dann, während Luzy für das Abitur lernte, schrieb sie ihren ersten richtigen Song. Das Lied, das eigentlich mal als Geburtstagsgeschenk gedacht war, kam so gut an, dass sie von allen Seiten zum Weitermachen motiviert wurde.

Nach dem Abitur arbeitete Luzy in einer Volkshochschule in Norwegen. In ihrem Auslandaufenthalt sammelte sie eine Menge prägende Erfahrungen, lernte theoretisches und praktisches über die Musik und die ganze Arbeit, die hinter Aufnahmen und Auftritten steckt. Hier durfte sie sogar mit den Schülern einen Song im Studio aufnehmen und den ganzen Produktionsprozess mit verfolgen. Durch das motivierende Umfeld bestärkt, schrieb sie viele Songs und hatte viele Möglichkeiten sich mit den Musiklehrern, die auch selber Bühnenerfahrung hatten, auszutauschen.

2015, zurück in Deutschland, begann Luzy ein Psychologiestudium. Neben dem Studium nahm sie erstmals Gitarren- und Gesangsunterricht und widmete sich ihrer persönlichen Weiterbildung für die Bühne. Während sie sich musikalisch immer weiterentwickelte, überdachte sie mehr und mehr ihre Ausbildung zu einem „ordentlichen Beruf, der Sicherheit gibt“. Musikalisch war sie damals im Duo ‚MarykicksMary‘ zu hören. Zusammen gewannen die zwei jungen Frauen 2016 den Nachwuchs-Talente-Wettbewerb ‚Local Heros‘.
Seit der Auflösung des Duos 2017 ist Luzy wieder allein und mit wechselnden instrumentalen und gesanglichen Begleitungen auf der Bühne unterwegs. Ende 2017 fasste Luzy dann den Beschluss zum über die Zeit immer größer gewordenen Gefühl: Sie möchte sich ganz und gar der Musik zu widmen, eins machen, aber das dann richtig und mit vollem Einsatz. Sie hörte mit ihrem Psychologiestudium auf und fasste neue Pläne für die Zukunft.

Anfang 2018 brachte Luzy ihr erstes Album ‚Life’s golden sides‘ heraus. Zudem sie im Nörgelbuff ihr Release-Konzert spielte.

Sie selbst sagt, Emotionen zu erzeugen, wenn die Texte und Melodien auf der Bühne den ganzen Raum verstummen und alle das gleiche fühlen lassen, das sei das Größte für sie.
Luzys Karriere begleiten Vorbilder, wie Nora Jones, Katzenjammer und die Beatles, die wohl auch genau das wiederspiegeln, was sich Luzy als Ziel setzt: Authentisch, lebensfroh und trotzdem auf hohem Niveau Musik zu machen.

Zunächst geht es für Luzy nach Hannover. Die Großstadt bietet einige Möglichkeiten, sich ein größeres Netzwerk aufzubauen und sich Stück für Stück ein Leben in der hart umkämpften Welt der Künstler aufzubauen. Von da aus soll es dann weitergehen nach Hamburg oder Köln, eine der großen Musikstädte, die jeder schon automatisch mit so einigen Musikgrößen verbindet.

Noch ist ihre Musik wohl in das Genre der ‚Singer-Songwriter‘ einzuordnen. Davon möchte sie allerdings loskommen. Später einmal will sie mit einer richtigen Band oder wenigstens Bass und Schlagzeug spielen. Dass das allerdings noch Pläne für die Zukunft sind ist klar. „Jetzt kommt natürlich erstmal eine Durststrecke.“ Darüber ist sich Luzy durchaus bewusst. Man wird nicht von heute auf morgen bekannt, außer ein ganz außergewöhnlichen Glücksfall kommt einem zu.

Zuversichtlich bleiben und mit vollem Einsatz aktiv an der eigenen musikalischen Laufbahn arbeiten, das ist Luzys Devise für die nächsten Jahre. Dass sie wie Udo Lindenberg, mit Socken und Hut auftritt, ist nicht beabsichtigt. Was die nächsten Jahre für die junge Frau mit dem Hut, der, wie sie sagt, ihr Markenzeichen ist, bereithalten ist unklar. Mit einem geerdeten, sicheren Stand, auf Socken auf der Bühne und mit realistischem Blick im Leben, scheinen aber schon mal gute Grundsteine gelegt zu sein.

Das nächste Mal in Göttingen ist Luzy zu hören am 15.03. bei KIM’s.

Weitere Informationen

  • Kategorie: Portrait
  • Untertitel: Die Sängerin Luzy
Letzte Änderung am Sonntag, 11 März 2018 20:14

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