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Montag, 19 Juni 2017 23:22

Ein Abschied mit Pauken und Trompeten

Abschiedskonzert von Arwed Henking in der Albanikirche

Montag, 23 Mai 2016 18:15

Zum Dahinschmelzen schön

Benefizkonzert zugunsten neuer Glocken in der Albanikirche mit Göttinger Musikern unter Hermann Breuer

Dienstag, 21 April 2015 16:29

Glocken und Chor

Mitglieder des Unichores in der Albanikirche

Da gemeinsames Singen so viel Spaß macht, treffen sich einige Mitglieder des Göttinger Universitätschores freiwillig auch in den Semesterferien. Die Auswahl der Stücke und die Zusammensetzung sind dabei völlig offen. Aber manchmal probt es sich mit einem Konzert als Ziel noch schöner und so ist in den letzten Wochen ist unter der Leitung von Andreas Jedamzik ein einstündiges Programm mit Renaissancemusik entstanden. In einem Benefizkonzert in der St. Albanikirche zugunsten der neuen Glocken der Kirche kamen die Stücke am Sonntagabend  zur Aufführung.

Als roter Faden zogen sich die Psalmvers-Vertonungen „Tunes for Archbishop Parker’s Psalter“ von Thomas Tallis durch das Programm. Hier konnte der Chor seine Stärke ausspielen: Junge Stimmen, die wunderbar aufeinander eingestimmt waren. Da mehr Männer- als Frauenstimmen vertreten waren, kam es oft zu einer interessanten Klangverschiebung. Manchmal hätte man sich allerdings ein oder zwei Soprane mehr gewünscht  – aber es liegt in der Natur der Sache, dass die Zusammensetzung des Ferienchores eher zufällig ist.

Andreas Jedamzik steuerte als Solist drei kleine Arien von Christoph Bernhard aus dem Jahr 1652 zum Programm bei, die von Arne zur Nieden an der Truhenorgel begleitet wurden. Dieser sorgte – passend zum guten Zweck des Konzerts - mit der Orgelversion des Stückes „The Bells“ von William Byrd für einen Höhepunkt des Abends.

Mit dem Stück „Es gingen zween Menschen“, in dem Heinrich Schütz die Geschichte von Pharisäer und Zöllner beinahe szenisch vertont hat, glänzte der Chor und sorgte für spontanen Zwischenapplaus des Publikums.
Nach einem mit dem Publikum gemeinsam gesungenen achtstimmigen Kanon von Tallis endete das Konzert mit der Chorfuge aus dem Magnificat von Johann Sebastian Bach. Das Publikum war begeistert und erklatschte sich eine Zugabe. Im Anschluss konnten alle in der Frühlingssonne noch bei einem Glas Wein – natürlich auch für den guten Zweck - das Konzert nachklingen lassen.

Dienstag, 16 Dezember 2014 10:20

Jauchzet, frohlocket

Weihnachtsoratorium mit der Albanikantorei

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört zum vorweihnachtlichen Konzertleben dazu wie die Geschenke zum Heiligen Abend. Eigentlich gehört die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium natürlich nicht in die Advents-, sondern in die Weihnachtszeit. Aber die Adventszeit ist ja auch eine Zeit der Vorfreude und des Ausblicks auf die großen Ereignisse.

Einen solchen Ausblick gab die Albanikantorei unter Arwed Henking am Dritten Advent in der prall gefüllten Albanikirche. Auf dem Programm standen die Kantaten I bis III. Die Vorfreude auf die Musik war schon vor Konzertbeginn zu spüren und zu hören: die Kirche war früh gefüllt, alles wartete gespannt, einige summten schon die bekannten Melodien.

Und sie kamen natürlich, festlich das „Jauchzet, frohlocket“ von der gut vorbereiteten Kantorei St. Albani, die schönen Arien und Choräle und natürlich die Worte aus dem Lukasevangelium „Es begab sich aber zu der Zeit…“. Die Worte des Evangelisten sowie die Tenorarien sang der Tenor Sven Olaf Gerdes, die Altpartie hatte Gritt Revermann übernommen und als Bass war Jochen Faulhammer zu hören. In den ersten drei Kantaten hat die Sopransolistin nur wenig zu tun. Und so fügte Kantor Arwed Henking noch eine Arie aus einer anderen Kantate Bachs hinzu: „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“ (BWV 151), schön von der Flöte mit Gesine Schellenberg begleitet. Sicher ein unüblicher Kunstgriff, aber durchaus gelungen. Und für viele Konzertbesucher überraschend – plötzlich raschelten die Programmhefte ob der nicht erwarteten Töne. Patricia Grasse sang diese Arie und ihr Duett „Herr, dein Mitleid“ mit schöner, klarer Stimme.

Das von Henking zusammengestellte Collegium coll’arco unter Konzertmeister Christoph Hecht war dem großen Chor ein ebenbürtiger Partner. Besonders hervorzuheben sind die Trompeten mit Andreas Sichler, Mathias Schatz und Alessa Holzapfel, die dem Abend den besonders festlichen Glanz verliehen.

Am Ende gab es begeisterten und verdienten Applaus. Und als Zugabe erklant der Eingangschor der ersten Kantate noch einmal, jedoch mit dem ursprünglichen Text „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten“ aus der weltlichen „Glückwunsch-Kantate“ BWV 214. Ein Glückwunsch zu dieser netten Idee!

Montag, 11 August 2014 09:01

Brasilianische Blockflöte

Benefizkonzert für neue Glocken in St. Albani

Bei einem Blockflötenkonzert erwartet man in der Regel Musik aus der Renaissance oder dem Barock. Die Göttinger Flötistin Friederike Merkel hat sich mit ihrem musikalischen Partner Roland Schlieder aus Bolivien an der Gitarre jedoch nicht an dieses Schema gehalten. In ihrem Konzert in der St. Albanikirche haben die Musiker einen deutlichen Schwerpunkt in der Gegenwart gesetzt. Aus der Barockzeit wurde lediglich die Tradition übernommen, Musik für die Blockflöte umzuschreiben.
So konnten zu Gunsten der neuen Glocken in Albani „Choros“ des brasilianischen Komponisten Celso Machado (*1953) erklingen. Diese typische Musik aus Brasilien interpretierte Merkel so, dass man die Blockflöte beinahe als südamerikanisches Instrument vermutete. Das galt auch bei der „Milonga Nr. 5“, einer tangoähnlichen Musik von Fernando Carlos Tavolaro.

Zwischendurch glänzten beide Musiker solistisch: Friederike Merkel nahm sich des deutschen Komponisten Axel Ruoff an: seine „Lovestories“ und sein japanisch anmutendes „Ryonaji“ erfordern höchstes technisches Können, das die in Leipzig Blockflöte studierende Merkel mit Bravour meisterte.

Roland Schlieder, Bolivianer mit deutschen Wurzeln, bewies ebensolches Können an der Gitarre, die er bereits seit der Kindheit spielt. Kompositionen von Francisco Tárraga und Sebastião Tapajos ergänzten dieses einstündige, multinationale Programm.

Beide Musiker lernten sich anlässlich eines Konzertes in der Deutschen Schule in Santa Cruz, Bolivien, kennen. „Sie dürfen gerne wiederkommen“, beschloss Hausherr Pastor i.R. Nehls den Abend ab. Das dankbare Publikum entließ die Musiker jedoch erst nach einer Zugabe: noch einmal den „Zungenbrecher“ von Machado.

Montag, 31 März 2014 16:22

Anhaltende Stille als Applaus

Für sein Passionskonzert holte Arwed Henking Werke von gleich drei Komponisten in die Albanikirche. Die „Markus-Passion“ des unbekannten Komponisten Keiser hatte Johann Sebastian Bach mehrfach zur Aufführung gebracht. Zur letzten Aufführung hat er das Werk um Arien von Georg Friedrich Händel sowie um eigene Choräle ergänzt. Diese „Drei Komponisten Fassung“ („Pasticcio“) hatte Henking nun für sein Göttinger Konzert ausgewählt.

Das war musikalisch eine sehr gute Wahl und machte die Aufführung spannend und vielseitig. Das lag aber nicht nur an den Noten sondern auch an den Wiedergebenden: das von Henning Vater zusammengestellte Kammerorchester war klein, aber sehr fein besetzt. In den Arien konnten die Oboe (Martin Jelev), beide Geigen (Henning Vater und Franziska Hahn) glänzen, das Continuo war mit Steffen Voss (Fagott), Anne Sabin (Violoncello), Martin Fliege (Kontrabass) und Monika Henking (Orgel) mehr als zuverlässig besetzt.

Und auch bei der Wahl der Solisten bewies Henking ein glückliches Händchen: Sven Olaf Gerdes ist ein gerne gesehener Tenor-Solist in St. Albani. Die Rolle des Evangelisten gestaltete Gerdes vielfältig und wirkungsvoll. Johanna Neß konnte mit ihrem klaren, schlanken Sopran begeistern, Christoph Grasse zeigte als Altus viel Kraft und Virtuosität. Jochen Faulhammer zeigte als Bassist vor allem in der Tiefe eine wunderbar warme Stimme – die ganze Passion konnte man sich auf seine Arie im Schlussteil freuen. Lediglich bei den Passagen und Arien mit Tobias Wolff (Tenor) hätte man sich etwas mehr Volumen  und Klang gewünscht.

Die Kantorei St. Albani war gut vorbereitet. Die Choristen waren die einzigen Laienmusiker an diesem Abend. Sie waren aber hellwach und gestalteten ihren Part lebhaft und klangschön. Auch nach langen Passagen des Schweigens und darauf folgenden plötzlichen Einsätzen wirkten sie konzentriert. Gerade in den Chorsätzen konnte man sich vorstellen, wie sich Bach von der Art der Chorsätze hat inspirieren lassen.

Zum Abschluss des knapp zweistündigen Konzertes in der gut besuchten Albanikirche erklang die tiefe Glocke der Kirche. Die langanhaltende Stille ist als langanhaltender Applaus für diesen Abend zu bewerten.

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