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Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Arwed Henking

Montag, 19 Juni 2017 23:22

Ein Abschied mit Pauken und Trompeten

Abschiedskonzert von Arwed Henking in der Albanikirche

Mittwoch, 05 April 2017 08:42

Gelebte Ökumene mit dem „Stabat Mater“

Passionskonzert in der St. Albanikirche

Im Mittelpunkt des Passionskonzerts in der St. Albanikirche stand die Stabat Mater Vertonung von Giovanni Battista Pergolesi. Das Stück ist für zwei Frauenstimmen, Streicher und Basso continuo komponiert. Nathalie de Montmollin (Sopran) und Uta Grunewald (Alt) waren eine ideale Besetzung für dieses beeindruckende und doch so intime Werk. Kirchenmusik trägt hier auch zur gelebten Ökumene bei, denn das „Stabat Mater“, das mit seinem Texten die Betenden mithineinnimmt in das Passionsgeschehen und der Schmerzen Mariens als Mutter Jesu gedenkt, ist eigentlich in der katholischen Kirche beheimatet, findet aber über die Musik immer wieder auch seinen Platz in der evangelischen Kirche. Den beiden Solistinnen merkte man die Freude am gemeinsamen Musizieren und die Lust an der Gestaltung dieses Werkes an. Begleitet wurden sie zuverlässig vom Collegium coll’arco. Nathalie de Montmollin und Uta Grunewald wechselten sich in den verschiedenen Solopassagen ab und fanden in den Duetten immer wieder zu einer gemeinsamen Interpretation des Werks zusammen. War de Montmollin der Oper nahe und gestaltete ihre Passagen daher expressiv und dramatisch, kontrastierte Grunewald mit ihrer warmen Altstimme und eher zurückgenommenem Gestus in den Solopassagen. Höhepunkte waren die Duette der beiden Solistinnen, in denen sie farbenreich und doch dem geschilderten Passionsgeschehen angemessen, die Zuhörenden mit hineinnahmen in die innere Dramatik des Werkes.

Eine schöne Idee von Kantor Arwed Henking war es, das Hauptwerk des Konzerts von der Kantorei St. Albani mit zwei aufeinander bezogenen Kompositionen zu umrahmen: Zu Beginn des Konzerts erklang das „Tristis est anima mea“ - der Ausruf Jesu im Garten Gethsemane: „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir!“ - als Motette für fünfstimmigen Chor und Basso continuo von Johann Kuhnau, Vorgänger Bachs als Thomaskantor. Nach dem Stabat Mater wurde diese Motette als Bearbeitung von Johann Sebastian Bach in dem Werk „Der Gerechte kommt um“, das sich textlich auf einen Text aus dem Buch Jesaja bezieht, wiederaufgenommen. Hierfür wurde das Collegium coll’arco noch mit den Oboisten Wolfgang Glatzel und Klaus Hofmann verstärkt. Fremdelte im ersten Werk die Kantorei noch etwas mit den geforderten Dissonanzen und chromatischen Wendungen, konnte sie in der zweiten Version – nun auch gestützt durch alle Instrumentalisten – sicher und klangschön das Werk gestalten. Der Abend endete mit dem Schlusschoral „Christe, du Lamm Gottes“ aus der Kantate BWV 23. Das Publikum bedankte sich bei den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus.

Donnerstag, 08 Dezember 2016 07:45

Klassiker in der Adventszeit

Kantaten zum Advent mit der Albanikantorei

Mittwoch, 22 Juni 2016 21:50

Musikalischer Start in den Sommer

Das diesjährige Sommerkonzert der Kantorei St. Albani stand ganz im Zeichen der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ von Johann Sebastian Bach. Diese Kantate besteht aus zwei Teilen, die jeweils mit derselben beliebten und bekannten Choralvertonung auf die Texte „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ und - im zweiten Teil - „Jesus bleibet meine Freude“ enden. Zwischen den beiden Teilen der Kantate gab es zu Bachs Zeiten im Gottesdienst die etwa einstündige Predigt. Im Konzert wurde an dieser Stelle die Messe in G-Dur von Franz Schubert eingeschoben.

Die Kantorei und das Collegium coll’arco musizierten solide und zuverlässig. Allerdings hätte man sich insbesondere im Choral eine etwas sensiblere und elastischere Bassbegleitung gewünscht. Glanzpunkte setzten die Gesangssolisten: Johanna Neß als stets strahlender Sopran mit ihrer faszinierenden und disziplinierten Stimmführung, Marie Sande-Papenmeyer mit einem schlanken Alt sowie Jochen Faulhammer als flexibler Bass gestalteten ihre Partien sehr ansprechend. Zu nennen ist auch der Tenor Sven Olaf Gerdes, der in der Psalmvertonung von Heinrich Schütz „Lobe den Herrn meine Seele“ durch seinen schön gestalteten Part besonders Eindruck machte. Alle vier Solistinnen und Solisten harmonierten stimmlich hervorragend miteinander.

Die Streicher des Orchesters konnten nicht immer mit dem Niveau der Solisten mithalten. Auffällig war dies vor allem zu Beginn des Konzerts bei der Sinfonia in G-Dur für Streichorchester von Michael Haydn, die nicht immer frei von Intonationstrübungen war.
Arwed Henking hatte die Sängerinnen und Sänger der Kantorei gründlich vorbereitet, so dass diese sicher und frei musizieren konnten. Die Werke aus verschiedenen Epochen erklangen frisch und abgerundet im Stil. Das Publikum bedankte sich mit herzlichem Beifall für diesen musikalischen Start in den Sommer.

Freitag, 15 Mai 2015 07:03

Einmal Himmelfahrt und zurück

Konzert mit der Albanikantorei am Himmelfahrtstag

Abschied und Wiedervereinigung der Lebenden und der Toten – dies war, kurz gefasst, das Thema des Konzerts zum Himmelfahrtstag in St. Albani, in dem die Kantorei zusammen mit dem Collegium coll´arco unter der Leitung von Arwed Henking musizierte. Mit dem Oratorium „Die Auferweckung des Lazarus“ von Johann Christoph Friedrich Bach und dem „Himmelfahrts-Oratorium“ sowie einem Auszug aus der Kantate BWV 12 von Johann Sebastian Bach konnte das Publikum Teil haben an der Trauer von Hinterbliebenen, aber auch an ihrer Zuversicht und ihrer Freude über die Wiedervereinigung mit den Toten – egal ob im Himmel oder schon auf Erden.

„Die Auferweckung des Lazarus“ des dritten komponierenden Bach-Sohns war ein Auftragswerk, zu dem Johann Gottfried Herder den Text schrieb. Gritt Revermann gab der darin trauernden Maria mit ihrem satten, auch in den Tiefen klaren Alt eine berückend schöne Stimme; eine große Freude waren auch die Duette mit Patricia Grasse (Sopran) als Martha, die Maria mit ihrer fast unpassend wirkenden fröhlich-resoluten Art aufzumuntern versucht.

Zu Anfang des Konzerts noch etwas unsicher und ungleichmäßig, schien das Selbstbewusstsein der Streicher gleichzeitig mit dem Hauptprotagonisten erweckt zu werden: Der „Bückeburger“ Bach komponierte in das entsprechende Rezitativ ein effektvolles kleines Intermezzo, in dem das Orchester das Aufstehen des Lazarus mit aufsteigenden Tonfolgen musikalisch darstellt. Ab diesem Punkt hatten die Musiker sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe, wobei sie besonders bei schnellen und fröhlich-schwungvollen Stellen glänzten. So wurde der Chor Nummer 11 – „Der Tod verschlungen in Sieg“ – zu einem Highlight des Konzerts.

Nach dem zuversichtlichen Choral am Schluss dann die Überraschung des Komponisten: Nicht der festliche Chor beendete das Oratorium, sondern Lazarus (variantenreich gesungen von Tenor Sven Olaf Gerdes), der das Werk berührend leise und sensibel verklingen lässt.

Solisten, Chor und Orchester harmonierten sehr gut in der Lautstärke; einzig Jochen Faulhammer (Bass) übertönte die Musiker ab und an mit seinem beeindruckenden Organ, aber als Jesus durfte er das vielleicht auch.

Die Albani-Kantorei machte ein paar Schieflagen mit vielen präzisen Einsätzen und sehr gut geübten Abschlusskonsonanten wett. Bei allen wichtigen Stellen waren ihre Augen beim Dirigenten – bei weniger schwierigen Stellen leider oft nicht, so dass die schwierigen Stellen in diesem Konzert oft besser gemeistert wurden als einige unspektakulärere Passagen.

In Johann Sebastian Bachs Himmelfahrts-Oratorium trauern die Jünger Jesu um dessen vorerst endgültigen Abschied von der Erde, bevor sie sich daran freuen, dass seine Liebe zurück bleibt und er ja eines Tages wieder kommen wird – hier gelang Sängern und Orchester ein fröhlicher, festlicher Abschluss des Feiertages, wofür sich das Publikum im gut besuchten Kirchenschiff anschließend mit herzlichem Applaus bedankte.

Dienstag, 16 Dezember 2014 10:20

Jauchzet, frohlocket

Weihnachtsoratorium mit der Albanikantorei

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört zum vorweihnachtlichen Konzertleben dazu wie die Geschenke zum Heiligen Abend. Eigentlich gehört die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium natürlich nicht in die Advents-, sondern in die Weihnachtszeit. Aber die Adventszeit ist ja auch eine Zeit der Vorfreude und des Ausblicks auf die großen Ereignisse.

Einen solchen Ausblick gab die Albanikantorei unter Arwed Henking am Dritten Advent in der prall gefüllten Albanikirche. Auf dem Programm standen die Kantaten I bis III. Die Vorfreude auf die Musik war schon vor Konzertbeginn zu spüren und zu hören: die Kirche war früh gefüllt, alles wartete gespannt, einige summten schon die bekannten Melodien.

Und sie kamen natürlich, festlich das „Jauchzet, frohlocket“ von der gut vorbereiteten Kantorei St. Albani, die schönen Arien und Choräle und natürlich die Worte aus dem Lukasevangelium „Es begab sich aber zu der Zeit…“. Die Worte des Evangelisten sowie die Tenorarien sang der Tenor Sven Olaf Gerdes, die Altpartie hatte Gritt Revermann übernommen und als Bass war Jochen Faulhammer zu hören. In den ersten drei Kantaten hat die Sopransolistin nur wenig zu tun. Und so fügte Kantor Arwed Henking noch eine Arie aus einer anderen Kantate Bachs hinzu: „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“ (BWV 151), schön von der Flöte mit Gesine Schellenberg begleitet. Sicher ein unüblicher Kunstgriff, aber durchaus gelungen. Und für viele Konzertbesucher überraschend – plötzlich raschelten die Programmhefte ob der nicht erwarteten Töne. Patricia Grasse sang diese Arie und ihr Duett „Herr, dein Mitleid“ mit schöner, klarer Stimme.

Das von Henking zusammengestellte Collegium coll’arco unter Konzertmeister Christoph Hecht war dem großen Chor ein ebenbürtiger Partner. Besonders hervorzuheben sind die Trompeten mit Andreas Sichler, Mathias Schatz und Alessa Holzapfel, die dem Abend den besonders festlichen Glanz verliehen.

Am Ende gab es begeisterten und verdienten Applaus. Und als Zugabe erklant der Eingangschor der ersten Kantate noch einmal, jedoch mit dem ursprünglichen Text „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten“ aus der weltlichen „Glückwunsch-Kantate“ BWV 214. Ein Glückwunsch zu dieser netten Idee!

Montag, 31 März 2014 16:22

Anhaltende Stille als Applaus

Für sein Passionskonzert holte Arwed Henking Werke von gleich drei Komponisten in die Albanikirche. Die „Markus-Passion“ des unbekannten Komponisten Keiser hatte Johann Sebastian Bach mehrfach zur Aufführung gebracht. Zur letzten Aufführung hat er das Werk um Arien von Georg Friedrich Händel sowie um eigene Choräle ergänzt. Diese „Drei Komponisten Fassung“ („Pasticcio“) hatte Henking nun für sein Göttinger Konzert ausgewählt.

Das war musikalisch eine sehr gute Wahl und machte die Aufführung spannend und vielseitig. Das lag aber nicht nur an den Noten sondern auch an den Wiedergebenden: das von Henning Vater zusammengestellte Kammerorchester war klein, aber sehr fein besetzt. In den Arien konnten die Oboe (Martin Jelev), beide Geigen (Henning Vater und Franziska Hahn) glänzen, das Continuo war mit Steffen Voss (Fagott), Anne Sabin (Violoncello), Martin Fliege (Kontrabass) und Monika Henking (Orgel) mehr als zuverlässig besetzt.

Und auch bei der Wahl der Solisten bewies Henking ein glückliches Händchen: Sven Olaf Gerdes ist ein gerne gesehener Tenor-Solist in St. Albani. Die Rolle des Evangelisten gestaltete Gerdes vielfältig und wirkungsvoll. Johanna Neß konnte mit ihrem klaren, schlanken Sopran begeistern, Christoph Grasse zeigte als Altus viel Kraft und Virtuosität. Jochen Faulhammer zeigte als Bassist vor allem in der Tiefe eine wunderbar warme Stimme – die ganze Passion konnte man sich auf seine Arie im Schlussteil freuen. Lediglich bei den Passagen und Arien mit Tobias Wolff (Tenor) hätte man sich etwas mehr Volumen  und Klang gewünscht.

Die Kantorei St. Albani war gut vorbereitet. Die Choristen waren die einzigen Laienmusiker an diesem Abend. Sie waren aber hellwach und gestalteten ihren Part lebhaft und klangschön. Auch nach langen Passagen des Schweigens und darauf folgenden plötzlichen Einsätzen wirkten sie konzentriert. Gerade in den Chorsätzen konnte man sich vorstellen, wie sich Bach von der Art der Chorsätze hat inspirieren lassen.

Zum Abschluss des knapp zweistündigen Konzertes in der gut besuchten Albanikirche erklang die tiefe Glocke der Kirche. Die langanhaltende Stille ist als langanhaltender Applaus für diesen Abend zu bewerten.

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