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Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Stefan Kordes

Sonntag, 06 April 2014 10:23

Die Seele einer Aufführung

Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach in der Jacobikirche

Montag, 10 Februar 2014 15:52

Ein eindrücklicher Konzertabend

Verdi und Fauré mit der Jacobikantorei

Ein gut zweistündiges Programm servierte Stefan Kordes am Sonntag, den 9. Februar 2014, in der Jacobikirche. „Musik der italienischen und französischen Romantik“ lautete die Überschrift, wobei der italienische Part vor der Pause ausschließlich Giuseppe Verdi gewidmet war. Bereits in der Ouvertüre zu „La forza del destino“ zeigte sich das Göttinger Symphonie Orchester mit Wojtek Bolimowski am Konzertmeisterpult bestens aufgelegt. Insbesondere die Blechbläser hatten offensichtlich großes Vergnügen daran, einmal bei einem Kirchenkonzert keine Rücksicht auf den Chor nehmen zu müssen. Das war ein Ohrenschmaus, der die Vorfreude wachsen ließ.

Die „Quattro pezzi sacri“ von Verdi stehen nur selten auf dem Konzertprogramm. In Göttingen erklangen sie zuletzt 1984 unter Hermann Amlung. Der Grund liegt sicher auch an den sehr unterschiedlichen vier Stücken von jeweils ca. fünfzehn Minuten Dauer: das „Ave maria“ zu Beginn ist für a capella – Stimmen komponiert. Den Part übernahm ein Solistenquartett aus der Jacobikantorei und war mit Marie Lüders, Maxi Jansky, Tobias Wolff und Arne zur Nieden sehr klangschön besetzt. Sie meisterten diese höchst anspruchsvolle Aufgabe meist intonationssicher. Ganz anders klang das folgende „Stabat mater“. Im Vergleich zur Komposition von Antonín Dvořák (siehe hier) und Gioachino Rossini (am 23. März in St. Johannis) hat Verdi das „Stabat mater“ eher kurz vertont und keine solistischen Passagen vorgesehen. Der Chor und das groß besetzte Orchester haben fast durchweg zu tun. Trotz der durchaus differenzierten Wiedergabe wirkte das Werk etwas eintönig.

Das „Laudi alla vergine Maria“ ist dem Frauenchor a capella vorbehalten. Auch hier setzte Kordes auf eine solistische Besetzung aus dem Chor heraus. Es ist eine sehr schöne Tradition in der Kantorei, solche Aufgaben innerhalb des Chores zu vergeben. Carlotta Israel, Marie Lüders, Sabine Birkenfeld, Deike Böning und Edda Lüdeke standen leider ganz hinten, oben auf dem Chorpodest. Eine Platzierung weiter vorne (wie beim „Ave maria“) wäre akustische sicher von Vorteil gewesen. Vielleicht wären dann die Intonationsschwierigkeiten leichter zu verhindern gewesen.

Zum Abschluss erklang das „Te deum“. Dieses vorletzte Werk des Opernkomponisten zeigt eine große stilistische Bandbreite mit großen Dramatischen Effekten. Kordes wusste diese gut aus Chor und Orchester herauszuarbeiten. Hanna Marie Hansen zeigte in ihrer kurzen Solopartie den schönen Klang ihrer auch in den Höhen klaren Stimme.

Nach der Pause erklangen zwei Pavanen vom Maurice Ravel und Gabriel Fauré. Auch wenn diese ohne Fehl und Tadel wiedergeben worden sind, wäre ein Verzicht auf die beiden Werke (und damit auch ein Verzicht auf die Pause) dem Abend zuträglicher gewesen. Die Vielzahl der für den Abend ausgewählten Werke stahl sich gegenseitig die Aufmerksamkeit.

Das abschließende „Requiem“ von Gabriel Fauré bezog die Orgel mit ein. Kein leichtes Unterfangen, weil das Instrument am anderen Ende der Kirche steht. Antonius Adamske verstand es aber, stets akkurat pünktlich und wunderbar registriert auf das Geschehen im Altarraum einzugehen. Vielleicht hätte er lieber Faurés Erstfassung nur für Orgel und Chor gespielt. Aber das GSO erwies sich als guter Partner und verstand es, die tröstende, eher positiv gestimmte Komposition erklingen zu lassen. Der Chor blieb bis zum Schluss konzentriert, was sicher auch am zupackenden Dirigat von Stefan Kordes lag. Unklar blieb jedoch, warum der Chor so aufgestellt wurde: die Sopranstimmen in der Mitte „en block“, die restlichen Stimmen anscheinend frei auf dem Chorpodest verteilt. So waren auch die Tenorstimmen weit verstreut und konnten so keinen wirklich einheitlichen Klang erzeugen.

Im Requiem erklang der Bariton von Christian Neofotistos (ebenfalls aus der Kantorei): wie vom Komponisten ausdrücklich erwünscht, war er „eine Art Vorsänger mit einem ruhig strömenden Bassbariton, der Ruhe und Würde der Partie entsprechend“.
Insgesamt ein sehr eindrücklicher, wenn auch etwas zu langer Konzertabend mit der Jacobikantorei in der gut besuchten Kirche. Das Publikum war begeistert, was man dem anhaltenden Applaus anmerken konnte. Dieser galt insbesondere den Chorsolisten, deren Leistung es in der Tat hervorzuheben gilt.

Kantorei St. Jacobi am 9. Februar

Am Sonntag, 9. Februar 2014, 18:00 Uhr, gibt die Kantorei an St. Jacobi ihr nächstes Konzert. Im Mittelpunkt stehen Werke von Guiseppe Verdi und Gabriel Fauré. Das Göttinger Symphonie Orchester begleitet den Chor, die Leitung des Abends hat Kantor Stefan Kordes.

Die erste Hälfte des Konzertes ist Verdi gewidmet, dessen 200. Geburtstag im letzten Jahr stattgefunden hatte. Die Eröffnung bildet die Ouvertüre zur Oper „La Forza del Destino“ (Die Macht des Schicksals), woran sich die Pezzi Sacri (geistliche Stücke) anschließen. Die wegen ihrer Schwierigkeit sehr selten aufgeführten „Stabat Mater“ und „Te Deum“ für Chor und großes Orchester zählen zu Verdis allerletzten Kompositionen. In der zweiten Konzerthälfte erklingen Werke aus Frankreich: zu Beginn  zwei „Pavanes“, ruhige Schreittänze, in Vertonungen von Maurice Ravel und Gabriel Fauré. Beide Stücke zählen zu den bekanntesten dieser Komponisten. Den Abschluss bildet das berühmte Requiem von Fauré, eines der schönsten Werke der französischen Romantik.

Das Konzert dauert inklusive einer Pause rund zwei Stunden. Karten im Vorverkauf gibt es hier online im Kulturbüro sowie unter www.reservix.de und www.jacobikantorei.de sowie in Göttingen bei Musikalien Nota Bene in der Burgstraße, der Tourist Information im Alten Rathaus, dem Göttinger Tageblatt, Extra-Tipp und im TUI-Reisebüro.

Donnerstag, 30 Januar 2014 22:46

Konzert mit romantischer Musik von Verdi und Fauré

Am Sonntag, den 9. Februar 2014 um 18:00 Uhr mit der Kantorei St. Jacobi

Im Mittelpunkt stehen Werke von Guiseppe Verdi und Gabriel Fauré. Das Göttinger Symphonie Orchester begleitet den Chor, die Leitung des Abends hat Kantor Stefan Kordes.

Die erste Hälfte des Konzertes ist Verdi gewidmet, dessen 200. Geburtstag im letzten Jahr stattgefunden hatte. Die Eröffnung bildet die Ouvertüre zur Oper „La Forza del Destino“ (Die Macht des Schicksals), woran sich die Pezzi Sacri (geistliche Stücke) anschließen. Die wegen ihrer Schwierigkeit sehr selten aufgeführten „Stabat Mater“ und „Te Deum“ für Chor und großes Orchester zählen zu Verdis allerletzten Kompositionen. In der zweiten Konzerthälfte erklingen Werke aus Frankreich: zu Beginn  zwei „Pavanes“, ruhige Schreittänze, in Vertonungen von Maurice Ravel und Gabriel Fauré. Beide Stücke zählen zu den bekanntesten dieser Komponisten. Den Abschluss bildet das berühmte Requiem von Fauré, eines der schönsten Werke der französischen Romantik.

Das Konzert dauert inklusive einer Pause rund zwei Stunden. Karten im Vorverkauf gibt es online unter www.reservix.de und www.jacobikantorei.de sowie in Göttingen bei Musikalien Nota Bene in der Burgstraße, der Tourist Information im Alten Rathaus, dem Göttinger Tageblatt, Extra-Tipp und im TUI-Reisebüro.

Montag, 20 Januar 2014 18:15

Drei mal Stabat mater in Göttingen

Unichor am 1.2., Jacobikantorei am 9.2. und Stadtkantorei am 23.3.

Drei evangelische Kirchenmusiker führen in den nächsten Wochen ein „Stabat mater“ auf. Dieser mittelalterliche, katholische Hymnus wurde von zahlreichen Komponisten vertont, allein bei Wikipedia sind 53 Vertonungen aufgeführt, in der Petrucci-Musikbibliothek (http://imslp.org) sind es sogar 458 Treffer.

Dennoch ist die Häufung in Göttingen auffällig. Warum haben sich die Göttinger Chorleiter für dieses katholische Werk entschieden? Das mag Zufall sein. Oder ist es kurz vor dem Luther-Jubiläum 2017 eine Sehnsucht nach katholischen Inhalten? Das vielleicht dann doch nicht.

Sonntag, 08 Dezember 2013 09:15

Händel am Nikolausabend

Orgelmusik in St. Jacobi mit Antonius Adamske und Orchester

Alljährlich in der Advents- und Weihnachtszeit wird eine Epoche der Musikgeschichte aktuell und auf breiter Front gesellschaftsfähig: Die Barockmusik. Das Weihnachtsoratorium ist als Konzertereignis ein Pflichttermin, im CD-Regal häufen sich neue Einspielungen von Weihnachtskantaten unbekannter mitteldeutscher Komponisten, das ZDF bietet adventliche Musik in D-Dur aus der Dresdener Frauenkirche mit Pauken und Trompeten und im Radio läuft bald Corellis Weihnachtskonzert in gefühlter Endlosschleife. Nein, ich bin der Barockmusik sicher nicht überdrüssig, auch wenn es gerade so klingen mag. Vielmehr freue ich mich über das, wenn auch nur kurzzeitige, Protegieren dieser Musik, die zwar in den Chören vor allem mit den großen Werken Bachs einen festen Platz hat, aber ansonsten von Laienmusikern erstaunlich selten zu Gehör gebracht wird. Ob man in Göttingen Angst vor der Konkurrenz der Händel-Profis im Mai hat?

Dienstag, 19 November 2013 15:07

Trauermusik in fröhlicher Atmosphäre

Ausklang des Volkstrauertags in der St. Jacobikirche

Am Volkstrauertag lud der Kammerchor von St. Jacobi unter der Leitung von Stefan Kordes zur Motette „Komm, Jesu, komm“ von Johann Sebastian Bach und zur „Trauermusik“ seines Vetters Johann Ludwig Bach in die Göttinger Jacobi Kirche ein.

Das Konzert begann in der nicht ganz ausverkauften, aber gut besuchten Kirche mit der doppelchörigen Motette „Komm, Jesu, komm“. Sie beschreibt das Sterbeverlangen eines Menschen, der zu Gott betet und die Erlösung herbei sehnt. Die Bitte wird mit hörbarem schmerzvollem Ton des Chores zum Ausdruck gebracht. Der Schluss des Stückes bildet einen Gegensatz zum klagevollen Beginn: die Zeilen „Ich will mich dir ergeben“ und „du bist der rechte Weg“ werden im Kontrast dazu heiter und voller Hoffnung präsentiert.

Donnerstag, 31 Oktober 2013 23:57

Gut vorbereiteter Chor

Abendmusik zum Reformationstag mit der Jacobikantorei

Die "Abendmusik zum Reformationstag" ist eine schöne Tradition in der St. Jacobikirche. Dementsprechend ist diese musikalische Andacht regelmäßig gut besucht. So auch am Reformationstag 2013.

Die Jacobikantorei hat diesen Auftritt zum Anlass genommen, Ausschnitte aus ihrem "Reiseprogramm" zu präsentieren: vom 6. bis zum 14. Oktober war die Kantorei auf Konzertreise in Rom. Ausgewählt wurden Motetten von Johannes Brahms ("Es ist das Heil uns kommen her" und "Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz"), Jozwf Swider ("Cantus gloriosus - Alleluja") und die Hymne op. 96 in vier Sätzen von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie sein "Denn er hat seinen Engeln befohlen". Außerdem gab es zum Verdi-Jahr das "Pater noster" zu hören.

Der Chor war gut vorbereitet - das ist natürlich nach der Konzertreise kein Wunder. Dennoch ist es bemerkenswert, weil es auch als Zuhörer ein deutliches Vergnügen bereitet, wenn die Sängerinnen und Sänger viel und häufig aus den Noten schauen. Dadurch wirkt der gesamte Vortrag so viel lebendiger, dass man sich häufiger ein "Fast-Auswändig-Singen" wünscht. Umso verwunderlicher, dass bei dem Parade-Stück der Jacobikantorei immer noch einige Sänger in die Noten versunken sind: das wunderbare "Alleluja" von Swider wurde in der Vergangenheit so häufig präsentiert, dass eigentlich alle Sänger nach vorne gucken könnten.

Das ist aber nur ein ganz kleiner Wermutstropfen. Denn insgesamt war es eine große Freude, dem Chor zuzuhören. Die Atmosphäre eines Gottesdienstes (Predigt: Pastorin Dr. Adelheid Ruck-Schröder) war der Stückauswahl ausgesprochen zuträglich. Einzig die Hymne von Mendelssohn hätte ein wenig differenziertere Gestaltung im Chor vertragen, um die Komposition etwas kurzweiliger erscheinen zu lassen. Maxi Jansky hat hier mit schöner Stimme das Alt-Solo vorgetragen, Antonius Adamske begleitete das Werk an der großen Orgel. Überhaupt ist es auch eine schöne Tradition von Kantor Stefan Kordes, kleinere Solo-Stellen aus dem Chor heraus zu besetzen. So wachsen begabte Sängerinnen und Sänger mit ihren Aufgaben. Und bei solchen Anlässen wie zum Beispiel der Abendmusik zum Reformationstag müssen nicht hoch dotierte Solisten eingekauft werden.

Die Zuhörer in der gut gefüllten Jacobikirche entließen den Chor erst nach der Zugabe ("Bleib bei uns, denn es will Abend werden" von Rheinberger).

Das nächste Konzert der Jacobikantorei ist am Sonntag, dem 17. November um 18 Uhr: Neben der Motette "Komm, Jesu, komm" von Johann Sebastian Bach steht die "Trauermusik" für zwei Chöre, Solisten und großes Orchester von Johann Ludwig Bach als Göttinger Erstaufführung an. Eintrittskarten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und online hier im Kulturbüro Göttingen.

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